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Afghanistan: Humanitäre Hilfe braucht militärischen Schutz
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 24, 2008 8:51 pm Antworten mit Zitat

Afghanistan: Humanitäre Hilfe braucht militärischen Schutz


Shleter Now-Mitarbeiter in Afghanistan mit dem internationalen Direktor Georg Taubmann in der Mitte. Foto: Shelter Now
B r a u n s c h w e i g (idea) – Das in Afghanistan tätige christliche Hilfswerk Shelter Now (Zuflucht Jetzt) ist dankbar für den Schutz durch internationale Streitkräfte, insbesondere die Bundeswehr. Sie stärke die lokale Regierung, Polizei und Sicherheitskräfte und stabilisiere die Sicherheit, unterstrich der internationale Direktor, Georg Taubmann, gegenüber idea.
Er war 2001 mit sieben anderen ausländischen Shelter-Mitarbeitern als Geisel in die Gewalt der radikal-islamischen Taliban geraten und sollte zum Tode verurteilt werden. Nach 102 Tagen kamen die Gefangenen am 15. November 2001 wie durch ein Wunder frei. Taubmann kehrte später nach Afghanistan zurück, wo er die Hilfs- und Aufbauprojekte von Shelter Now koordiniert. Das Werk ist seit 1983 in Pakistan und seit 1988 in Afghanistan tätig. Wie Taubmann am 22. November in Braunschweig am Rande der Feiern zum 25-jährigen Bestehen von Shelter Now sagte, befinde sich Afghanistan nach dem Niedergang der Taliban-Diktatur in einer sensiblen Aufbauphase. Ohne militärischen Schutz könne das Land nicht überleben. Destabilisierung sei die größte Bedrohung. Einheimische Kriegsfürsten, Drogenbarone sowie die Taliban und Interessengruppen umliegender Länder seien Gegner eines stabilen Wiederaufbaus. Sollte ihr Einfluss wachsen, sei erneut mit Chaos zu rechnen. Taubmann: „In diesem Fall können sich keine ausländischen Organisationen mehr halten. Das wäre das Aus für den Wiederaufbau des Landes und jedes menschenwürdige Leben.“

Katastrophenwinter befürchtet
Nach Angaben des deutschen Shelter-Now-Direktors, Udo Stolte (Braunschweig), steht Afghanistan wegen des trockenen Sommers vor einer Nahrungsmittelknappheit. Ohne Hilfe von außen werde die Bevölkerung abermals einen Katastrophenwinter erleben. Stolte hat sich selbst ein Bild von der Lage im Einsatzgebiet des Hilfswerks verschafft. Rund 2.000 Familien benötigten dringend Holz, Nahrung und Decken. Mit relativ geringem finanziellem Aufwand könne man dies auf heimischen Märkten beschaffen und einer Hungersnot zuvorkommen. Regierungsmittel stünden nicht mehr zur Verfügung. Das Auswärtige Amt sehe zurzeit dringenderen Bedarf in anderen Regionen. Umso wichtiger seien Spenden.

Safran statt Opium
Shelter Now will vor allem in nachhaltige Entwicklungsprojekte investieren. So hoffe man, mit Safran- oder Obstanbauprojekten Afghanen eine Alternative zum Opiumanbau bieten zu können. Bereits in diesem Winter könne mit dem Verkauf des Safrans in Deutschland gerechnet werden. Mit dem Gewürz in höchster Qualität lasse sich weit mehr verdienen als mit Opium. Finanziert werde das Projekt durch eine Art Kleinkreditsystem. Die Bauern erhalten die Safranknollen kostenlos, müssen aber in den ersten fünf Jahren 20 Prozent der Ernte an Shelter Now abgeben. Damit kann das Hilfswerk anderen Familien helfen.

Hilfe für Erdbebenopfer in Pakistan
Aktuelle Nothilfe leistet das Hilfswerk in Pakistan. Nach dem Erdbeben in der Provinz Baluchistan, bei denen Anfang November bis zu 400 Menschen starben, fehle es vor allem an winterfesten Zelten, so Stolte. Schätzungen zufolge seien 120.000 Pakistaner obdachlos. Tausende Häuser seien zerstört oder beschädigt. Bei bis zu minus zehn Grad müssten viele Familien im Freien übernachten.

Hilfe ist effektiv und kommt an
Laut Stolte hat das Hilfswerk seit 1983 Hunderttausenden Menschen in Afghanistan und Pakistan unter schwierigsten Bedingungen helfen können. Heute sind für Shelter Now 50 internationale Mitarbeiter aus 18 Staaten tätig. Bei der Jubiläumsfeier hob der ehemalige afghanische Gesandte in Deutschland, Abed Nadjib (Abbesbüttel bei Braunschweig), den Wunsch seiner Landsleute nach anhaltendem Frieden hervor. Die Hilfe von Shelter Now komme an und sei effektiv. Beispielhaft sei vor allem die Ausbildung von Frauen sowie eine Schule für Gehörlose in Kabul. Der ehemalige Präsident des Lutherischen Weltbunds und frühere braunschweigische Landesbischof Christian Krause (Braunschweig) hob in einem Grußwort die enge Verbundenheit mit Shelter Now hervor und lobte den langen Atem der Mitarbeiter. Krause: „Shelter Now ist wie ein Tropfen des Regens, der Wüsten zu Gärten werden lässt.“

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Verfasst am: Mo Nov 24, 2008 8:51 pm



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