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Judenmission soll in Israel härter bestraft werden
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Merav



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Anmeldedatum: 06.11.2007
Beiträge: 47
BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 10:29 am Antworten mit Zitat

Zitat:
Die mit zwölf Sitzen in der Knesset und vier Ministern an der Regierung beteiligte Schas-Partei, will Judenmission zukünftig noch härter bestrafen als zuvor. Laut einem von Yakov Margi (Knessetmitglied) eingereichten Gesetzesentwurf, soll bereits der Versuch einen Juden zu bekehren mit einem Jahr Gefängnis geahndet werden. Bislang kann lediglich der Versuch einen Minderjährigen zu bekehren mit bis zu sechs Monaten und der Versuch einen Juden mit Geld oder Materiellenmitteln zur Konvertierung zu bewegen, mit fünf Jahren Gefängnis oder Geldstrafe bestraft werden. Margi begründete die Vorlage des Gesetzesvorschlages mit den Worten: „Ob es die Christen sind, die von außerhalb kommen, oder jüdische Konvertiten, die in Israel arbeiten, sie alle haben die selbe Absicht – jede Spur und jedes Gedenken an das Volk Israel zu zerstören, und sie planen das, indem sie Juden konvertieren. Diese Individuen arbeiten vorzugsweise innerhalb der jüdischen Bevölkerung, die unter physischer, sozialer und geistlicher Bedrängnis leidet.“


Quelle und weiter:
http://www.solutix.de/content/view/512/167/
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Psalm150



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Beiträge: 111
BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 1:04 pm Antworten mit Zitat

Ich dachte, es würde in Israel Religionsfreiheit herrschen.
Ebenso dachte ich, dass Werbung grundsätzlich erlaubt ist.
Irgendwie passt es nicht zusammen, wenn die Religionsfreiheit es nicht abdeckt, dass man für seine Religion werben darf (zumal es ja Bestandteil der Religion ist) und es passt auch nicht, dass man für alles mögliche werben darf, nur nicht für die Sichtweise "Jesus war doch der Messias".
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Gruß
Ronny F.
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Merav



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Anmeldedatum: 06.11.2007
Beiträge: 47
BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 1:15 pm Antworten mit Zitat

Stichwort: Negative Religionsfreiheit
Beinhaltet das Recht, von jeglichen Missionsversuchen in Ruhe gelassen werden.
Man KÖNNTE dem Missionar sagen: Klappe, will nix hören.
Aber hast du schon mal erlebt, wie die teilweise drauf sind? Ich schon. Es ist den meisten Missionaren nämlich vollkommen egal, ob du ihr Gerede hören willst, oder nicht.
Die schwatzen einfach weiter, werden zum Teil richtig frech und boshaft. Manchmal sind die sogar mit Megaphonen unterwegs.
Man wird oft den Eindruck nicht los: *Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein...*

KOMENTAR:
Hiermit wird letztendes versucht, Gott selber mundtot zu machen:
Gab doch Jesus, der Messias den Auftrag. "Gehet hin und Predigt allen Menschen das Wort Gottes, den Griechen und den Juden.
Das Ordodoxe Juden gegen Judenmission sind. grenzt schon an Pharisäertum und beschneidet die Religionsfreiheit.
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Psalm150



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Beiträge: 111
BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 2:32 pm Antworten mit Zitat

Es kommt immer darauf an, wer es sagt.
Ich war mal Prospekte austragen und ein Hausbewohner wollte mir untersagen, dass ich Prospekte in die Briefkästen einwerfe.
Aber, ich habe mich nur daran zu halten, dass wenn jemand einen Aufkleber "Keine Werbung" hat oder mir anderweitig mitteilt, dass er keine Werbung will, verschont wird.
Wenn auf der Straße geworben wird, dann kannst Du ja nicht sagen "Lasst das mal sein, denn ich will nicht geworben werden".
Ich meine, ich kann doch als Nichtraucher auch nicht einfach die Zigarettenplakate abreißen, weil sie mir persönlich nicht gefallen.
Deine Argumentation geht auch in die Richtung "Werbung ganz verbieten, weil einige ihre Werbung aufdrängen".
Es geht ganz einfach darum, jeder hat das Recht, selber zu entscheiden, ob er missioniert werden will oder nicht.
Ich denke mal, Du findest es ja auch nicht so toll, wenn ein Spamfilter eine wichtige Mail abblockte, weil er diese für Spam hielt.
Oder mal offline, Du lässt Dir doch auch von niemandem sagen, welche Fernsehsendungen Du gucken darfst.
Weißt Du, ich sehe immer gewisse Verbindungen. Sollte es passieren, dass die Polizei einfach so "Zeugen Jehovas" verhaftet, dann kann ich mich nicht zurücklehnen und sagen "Betrifft mich ja nicht" sondern kriege schon Sorge.
Einmal wollte ich eine Meldung aus einem jüdischen Newsletter noch mal sehen (Link ging nicht mehr), googlete danach und geriet auf eine Nazi-Website, auf der arrogante Fatzken über Entschädigungen für Juden spotteten. Das hat auch mich getroffen.
Es macht mich auch nachdenklich, wenn eine Website gegen das Christentum polemisiert und ich nicht den Eindruck loswerde, dass da jemand irgendwelche Hetztschriften aus der Nazizeit nahm und leicht modifizierte.
Ich kann da niemals sagen "betrifft mich nicht, ist mir egal", denn es betrifft mich schon.
Ich fühle mich unwohl in einem Land, wo man Anti-Judaismus dann toleriert, wenn sich die Anti-Judaisten auf Marx oder Mohammed berufen.
Ich finde es unmöglich, dass Leute, die sich darum sorgen, dass eine antijudaistische Ideologie Europa dominieren könnte, in Brüssel wie Schwerstverbrecher verhaftet werden (ich sah die Bilder, es erinnerte stark an Ost-Berlin vor der Wende).
Ich finde es noch unmöglicher, wenn sich diejenigen, deren Ideologie kritisiert wird, dann mit den Anti-Judaismus-Opfern der Nazi-Zeit vergleichen.
In Berlin genießen Muslims alle Freiheiten, der Döner-Imbiss darf eine Türkeifahne haben, die Frauen ein Kopftuch, alles in Butter.
Aber wehe einer wagt es sich, an seinem Geschäft für koschere Lebensmittel eine Israelfahne anzubringen und eine Kippah zu tragen, dann bekommt er seine Fensterscheiben eingeschlagen und bekommt noch gesagt "selbst schuld".
Würde dies einem muslimischen Geschäft passieren, würde die Gesellschaft sich aufregen, so aber, regen sich nur ein paar auf.
Das ist immer noch die linke Haltung, die zu den Palistinensern hält, alles einseitig darstellt, manipulierte Bilder glaubt (Stichwort "Pallywood") und wo ich mich unwohl fühle, weil ich es nicht mag, wenn jemand aus irgendwelchen Gründen benachteiligt werden soll.
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Gruß
Ronny F.
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Puschja



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BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 3:09 pm Antworten mit Zitat

im letzten teil stimme ich dir vollkommen zu.
aber zum ersten möchte ich noch sagen, daß ich es aufdringlich finde, wenn ich ungefragt religiose flyer in den briefkasten bekomme. die lese ich dann auch aus prinzip nicht.
von den zeugen jehovas bin ich da so nicht betroffen, da meine schwester zeugin jehovas ist und mir alle prospekte, flyer und zeitschriften (ungefragt) zukommen läßt. meine freundin hat mir erzählt, daß die zeugen bei ihr vorher klingeln und fragen, ob sie den flyer in ihren briefkasten werfen dürfen. das finde ich viel besser als einfach reinwerfen.
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Psalm150



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BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 3:19 pm Antworten mit Zitat

Wenn irgendwo jemand öffentlich Werbung macht, dann hat dieser Vorgaben, denen er folgt.
Da kann ich der Person zwar untersagen, dass sie mit mir ein persönliches Gespräch führt, aber nicht, dass sie Werbung macht.
Bei christlicher Mission ist es ähnlich gelagert.
Wollen wir uns auf einen Level begeben, wo Du mir vorschreiben kannst "Unterlasse zu Missionieren" und ich Dir vorschreiben kann "esse mal Schweinebraten mit Rahmsauce"?
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Gruß
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Puschja



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BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 3:26 pm Antworten mit Zitat

ich sage dir nur, daß du ungefragtes persönliches missionieren lassen solltest. das ist unhöflich und wird dich auch nicht zum erwünschten erfolg führen.
daß zum beispiel die zeugen jehovas große plakate in den städten aufhängen, in denen sie für sich werben, dagegen kann ich nichts tun. aber was in meinem briefkasten landen darf, ist meine sache. da verstehe ich nicht, daß du dir einen zacken aus der krone brichst, wenn du vorher fragen sollst, ob du etwas einwerfen darfst. ich bin sicher, es gibt genug leute, denen darfst du deine prospekte gern geben, aber auch genug, die dann unnötig papiermüll weiterschleppen müßten.
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Psalm150



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BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 3:47 pm Antworten mit Zitat

Genauso soll es sein.
Aber stattdessen soll ja der mündige Bürger bevormundet werden, in dem man staatlicherseits sein Seelenheil sichert.
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Verfasst am: Di Nov 06, 2007 3:47 pm



Merav



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BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 8:06 pm Antworten mit Zitat

In Israel find ich das besser so, weil da ists nicht dezent sondern massive Belästigung. Israel ist ein Judenstaat und das sollte man respektieren, Nestbeschmutzer braucht man dort nicht
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Psalm150



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BeitragVerfasst am: Di Nov 06, 2007 9:45 pm Antworten mit Zitat

Für mich klingt das ein wenig, wie Klischeedenken.
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Merav



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BeitragVerfasst am: Fr Nov 09, 2007 11:30 pm Antworten mit Zitat

Das Klischee hat leider seinen gute Begründung.
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Psalm150



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BeitragVerfasst am: Fr Nov 09, 2007 11:52 pm Antworten mit Zitat

Also, ich finde es nicht gut, wenn das Klischee vom G'ttesstaat, der jeden der falsch glaubt bestraft, Nahrung findet und das Klischee vom Missionar, der mit dem Schwert die Konvertierung erzwingt, sollten wir vielleicht auch in den Müll bringen.
Es muss doch gestattet sein, etwas, womit man gute Erfahrungen gemacht hat, weiter zu empfehlen zu können.
Auf der anderen Seite, was ist denn ein Glaube wert, wenn jemand durch das Geplapper eines Missionars diesen bereitwillig weg wirft?
Wenn der Missionar keine Gelegenheit mehr bekommt, dann wird es vielleicht was anderes sein, was zum Anlass genommen wird, den Glauben zu ändern.
Man kann nichts mit Gewalt durchsetzen.
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Merav



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Beiträge: 47
BeitragVerfasst am: Sa Nov 10, 2007 12:08 am Antworten mit Zitat

Ich stimme dir da schon irgendwie zu.
Ich bin nur dafür diese Mission ein bisschen dezenter zu machen, nicht mit Megaphonen rumlaufen und Gespräche wirklich aufdrängen. Es ist zum Teil wirklich dreist und schlimm dort, dass mich dieser Gesetzesvorschlag nicht wundert.
Aber der Rest stimmt schon, das Judentum müsste in den eigenen Reihen auch mehr tun, besonders bei Juden aus der ehemaligen Sowjetunion die teilweise ziemlich ahnungslos daherkommen
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Marty Lutherman



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BeitragVerfasst am: Di Jul 04, 2017 8:58 pm Antworten mit Zitat

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Marty Lutherman



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Beiträge: 586
Wohnort: Radevormwald
BeitragVerfasst am: Sa Jul 29, 2017 2:51 pm Antworten mit Zitat

Wie ist das islamische Recht entstanden?
– Die Gesetzgebung im Koran (die Scharia des Korans) –
Von Abd al-Masih
Das Ziel des Islam
Der Islam ist keine Religion nach den Vorstellungen Europas. Im Islam sollen Politik und Religion,
Glaube und Gesetz, Geist und Macht eine untrennbare Einheit darstellen. Dies hängt mit dem islamischen
Gesetz zusammen. Die Scharia kann nur dort richtig funktionieren, wo sie von einer
staatlichen Autorität durchgesetzt wird. Das islamische Gesetz verlangt den Religionsstaat, wie
auch ein islamischer Staat ohne Scharia nicht korangemäß bestehen kann.
Scharia und Koran
Eine Scharia im Islam gibt es nicht und hat es noch nie gegeben. Im Koran sind etwa 500 Verse zu
finden, die rechtsverbindlichen Charakter haben. Diese Verse sind es, die die Basis für die islamische
Scharia darstellen.
Der Koran enthält insgesamt 6230 Verse, die in 114 Suren eingeteilt wurden. Zwölfeinhalb
Prozent dieser Verse machen das Rückgrat der Scharia aus. Das Gesetz des Islams ist von Muhammad
nie als einheitlicher Textblock geschrieben oder geordnet worden. Alle Gebote oder Verbote
finden sich im ganzen Koran verstreut.
Der Koran ist in den Jahren 610 bis 632 n. Chr. von Muhammad hervorgebracht worden und entstand
in einer Kultur seßhaft gewordener Beduinen im Raum von Mekka und Medina. Muhammad
selbst konnte am Anfang seiner religiösen Tätigkeit nicht lesen und schreiben (7,158‑159), und
konnte deshalb seine Texte nur mündlich weitergeben, weshalb später verschiedene Sekretäre
seine Inspirationen in Medina niederschrieben. Beim Tod Muhammads existierten in Medina verschiedene
Originalqur’ane mit unüberbrückbaren Differenzen. Deshalb ließ der Khalif Uthman alle
Originalqur’ane einziehen und verbrennen! Was heute existiert, ist nicht meahr der Koran Muhammads,
sondern die Koranausgabe Uthmans.
Hadith (= Tradition) und Sunna sollen Koran und
Scharia präzisieren und ergänzen
Die Scharia ist nicht wörtlich aus dem Koran entnommen, da sich schnell zeigte, daß die meisten
koranischen Gebote und Verbote nicht präzise genug formuliert waren, um von ihnen religiöse
und weltliche Gesetze abzuleiten. Deshalb machten sich verschiedene Schulen daran, die islamischen
Gesetze mit Hilfe von Traditionen Muhammads zu formulieren. Die Traditionen des Islams,
Hadithe genannt, sollen Aussagen von Muhammad sein, die nicht in den Koran aufgenommen
wurden. Aussprüche Muhammads wurden gesucht und gesammelt, wobei seine Frauen, seine
Tochter Fatima, seine engsten Freunde und Mitarbeiter als Gewährsleute für die Gültigkeit einer
Aussage garantierten. Zum Schluß kristallisierten sich sechs Traditionssammler heraus, die den
Ruf besitzen, die echten Traditionen Muhammads von den gefälschten geschieden zu haben. Diese
sammelten etwa 6000 Traditionen Muhammads, die, neben dem Koran, die zweite Offenbarungsquelle
für die Muslime darstellen.
Bei weitem nicht alle gesetzlichen Verordnungen aus dem Koran konnten durch die sogenannten
Traditionen Muhammads vervollständigt werden. Deshalb wandten die Traditionsforscher sich
dem Leben Muhammads zu und prüften, wie er sich in kritischen Situationen verhielt. Nicht nur,
was er sagte, sondern auch, wie er was tat, samt seinem Schweigen wurden zum Vorbild und Gesetz.
Das bezog sich auf die Anbetung Allahs, das Fasten im Monat Ramadan, das Zahlen der Religionssteuer
und die Wallfahrt nach Mekka wie auch auf sein Verhalten im Heiligen Krieg und
beim Verteilen der Beute. Die Stellung Muhammads zu seinen Frauen wurde gesetzesprägend.
Erbfragen, Geschäftsabschlüsse, Brechen von Eiden, erlaubte und verbotene Speisen sowie die
Durchführung harter Strafen gehen alle auf Muhammads Verhaltensweise zurück. Das bedeutet,
daß alle Muslime so leben sollen, wie Muhammad lebte. Sie sollen Muhammad nachahmen, wobei
diese Imitation nicht freiwillig erfolgt, sondern zum Gesetz wurde. Sie müssen in Muhammad sein
und er in ihnen, sonst fahren sie in die Hölle!
Da die fünf Rechtsschulen des Islam differieren, kann es keine einheitliche Scharia geben. Diese
bleibt ein Idealbild, das nicht real existiert, jedoch alle Muslime in einer islamischen Kultur zusammenbindet
und die Kultur der Muslime mehr als die Details ihres Glaubenssystems prägt.
Diese Hinweise können Europäern auch zeigen, daß der Islam nicht zuerst eine theologisch begründete
Religion ist, sondern eine Einheit darstellt, die durch das islamische Recht zusammengebunden
wird. Theologen im Islam verstehen sich zuerst als Juristen, die in allen Fragen der Anbetung
und des Lebens Recht sprechen sollen.
Der Islam ist eine Religion »unter dem Gesetz«, nicht ein Glaube, der auf einer grenzenlosen
Gnade basiert.
Die Anbetungsgottesdienste der Muslime
Im Koran finden sich 86 Verse für eine islamische Gebetsordnung. Dort ist zu lesen: Muslime
sollen beim offiziellen Gebet stehen, knien und sich vor Allah zur Anbetung niederwerfen. Der Koran
redet von Gebeten am Morgen und am Abend und erwähnt kurz auch die Mittagszeit. Der Koran
verlangt des weiteren detaillierte Waschungen vor jedem Gebet und fordert die genaue Ausrichtung
nach Mekka für alle Beter (5,6).
Was den Inhalt der Anbetungsgottesdienste anbelangt, so ist ihr einziges Thema der Lobpreis Allahs
und seine Großmachung, ohne daß Buße und Vergebung, Fürbitte und Dank für seine Rettungsgnade
erwähnt werden. Jeder Anbetungsgottesdienst setzt die Unterwerfung der Beter unter
die sechs Glaubensartikel des Islams voraus: Allah, seine Engel, seine Bücher, seine Boten, seine
Prädestination und die Auferstehung von den Toten. Dazu gehört auch die Ablehnung Gottes, des
Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!
Die Schariajuristen haben aus diesen Koranischen Angaben mit Hilfe der Traditionen und der
Lebensweise Muhammads eine präzise Gebetsordnung aufgestellt. Muslime sollen fünf Mal am
Tag, je eine Viertelstunde oder 20 Minuten lang, beten. Die Gebetshaltung und die gemeinsamen
Gebetsworte sind in einer Liturgie vorgeschrieben, die täglich 17mal während der fünf Gebetszeiten
durchgebetet wird. Da sich ein Muslim bei jedem Gebetsdurchgang zweimal zur Anbetung vor
Allah niederwirft, erfolgt diese Anbetung täglich bis zu 34 mal. Die Niederwerfung der Muslime
macht den Islam sichtbar. Das Wort Islam heißt: »Hingabe, Auslieferung oder Unterwerfung«. Ein
Muslim ist kein freier Mensch mehr. Er liefert sich täglich bis zu 34 mal an Allah aus. Er bleibt
sein Sklave und sein Eigentum.
Die fünf Anbetungsgottesdienste der Muslime sind in Wirklichkeit täglich eine antichristliche
Großdemonstration, die weltweit Millionen Anbeter gegen den gekreuzigten Sohn Gottes verhärtet.
Heiliger Krieg, Beute und Sklavenrecht im Islam
Im Koran stehen 108 Befehle Allahs, die jeden Muslim zum Heiligen Krieg aufrufen. Sie wurden
von den muslimischen Juristen zu einer Strategie für die islamische Weltmission ausgearbeitet. Begründet
wird der Heilige Krieg im Koran damit, daß Allah Himmel und Erde gehören sowie der Osten
und der Westen und alles, was dazwischen liegt. Alles, was Allah geschaffen hat, ist den Muslimen
als Lehen zugesagt worden. Allah liebt und belohnt jene, die mit der Waffe in der Hand
kämpfen und reichlich für den Heiligen Krieg spenden.
Der Heilige Krieg gegen alle Ungerechten und Ungläubigen ist immer legal. Muslimische Minderheiten
müssen befreit werden, daß sie ihren Islam voll praktizieren können. Juden und Christen
müssen unterworfen werden, bis sie die Minderheitensteuer bezahlen (9,29‑30). Jeder Feigling
oder Verräter unter den Muslimen muß bestraft werden. Wer versucht einen Muslim vom Islam
abzuziehen, um ihn etwa zu Christus zu bekehren, begeht, islamisch gesehen, ein Verbrechen, das
schwerer wiegt als Mord (2,62; 5,69; 22,17).
Die juristischen Theologen teilten die Welt in ein »Haus des Islams« und in ein »Haus des
Krieges« ein. Im Haus des Islams regiert die Scharia. Dort herrscht »islamischer Friede« und
Wohlstand. Im »Haus des Krieges« muß jeder nichtislamische oder liberal‑islamische Staat angegriffen
und unterworfen werden, sobald die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Voraussetzungen
dazu vorhanden sind.
Die theologische Begründung zum Heiligen Krieg liefert der islamische Missionsbefehl: Bekämpft
sie (mit der Waffe in der Hand), bis es keine Versuchung (zum Abfall vom Islam) mehr gibt und die
Religion Allahs allein (in der Welt) herrscht (2,193; 8,39; 48,28; 61,9).
»Rache und Beute machen« waren entscheidende Triebkräfte für die Durchführung des Heiligen
Krieges von dem islamischen Stadtstaat Medina aus.
Die Beute gilt als das Zeichen für die Muslime, daß sie rechtgeleitet sind. Die Geiselnahme ist im
Islam erlaubt und von Allah geboten, damit die Geiseln nach Bezahlung eines höchstmöglichen
Lösegeldes wieder freigegeben werden (2,85; 47,4). Das Sklavenrecht bildet den wichtigsten Teil
im Beuterecht des Korans.
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Marty Lutherman



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BeitragVerfasst am: Di Okt 31, 2017 12:58 pm Antworten mit Zitat

Glaubensbekenntnis
Eine Kalligrafie der šahāda

Die erste Säule ist das islamische Glaubensbekenntnis, die Schahāda (arabisch الشهادة aš-šahāda), die wie folgt lautet:

« أشهد أن لا إله إلا الله وأشهد أنّ محمدا رسول الله »

« ašhadu an lā ilāha illā 'llāh, wa-ašhadu anna muḥammadan rasūlu 'llāh »

„Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.“

– Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i

Mit dieser aus zwei Teilen bestehenden Formel bekennt sich der Muslim eindeutig zum strengen Monotheismus, zu Mohammeds prophetischer Sendung und zu dessen Offenbarung, dem Koran, und somit zum Islam selbst.[17] Wer das Glaubensbekenntnis bei vollem Bewusstsein vor zwei Zeugen spricht, gilt unumkehrbar als Muslim.
Rituelles Gebet
Muslime beim salāt
Muslima beim salāt
„Gebet in Kairo“ von Jean-Léon Gérôme, 1865

Das rituelle Gebet (salāt / صلاة) soll fünf Mal am Tag verrichtet werden, vor dem Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, bei Sonnenuntergang und bei Einbruch der Nacht. Vor jedem dieser Gebete sind eine Ankündigung durch den Gebetsruf und eine rituelle Waschung verpflichtend. Diese Formel wird ebenfalls fünf Mal am Tag vom Muezzin (arabisch مؤذّن mu'adhdhin) beim Adhan (arabisch أذان adhān) vom Minarett (arabisch مناره manāra) gerufen, um die Muslime zum rituellen Pflichtgebet (arabisch صلاة salāt) zu rufen, in dem die Formel ebenfalls vorkommt.[18]

Ebenso soll der Muslim sich vor dem Gebet bewusst machen, dass er das Gebet nicht aus Routine, sondern aus der Absicht, Gott zu dienen, vollzieht. Um in den für das Gebet notwendigen Weihezustand (إحرام ihrām) einzutreten folgt die Formel „Gott ist größer (als alles andere)“ (الله أكبر Allāhu akbar). Notwendig für die Gültigkeit des Gebetes ist, dass der Betende dabei die Gebetsrichtung zur Kaaba in Mekka einnimmt. Sie gilt im Islam als das Heiligste und als das Haus Gottes. Im Stehen werden eine Reihe weiterer Formeln und die erste Sure des Koran (الفاتحة al-Fātiha ‚die Eröffnende‘) rezitiert. Es folgen mehrere von verschiedenen Formeln begleitete Niederwerfungen (ركعات rakʿāt). Mit einigen weiteren Formeln findet das Gebet seinen Abschluss. An sich kann das Gebet an jedem rituell reinen Ort, eventuell auf einem Gebetsteppich, vollzogen werden, idealerweise jedoch in der Moschee (مسجد masdschid ‚Ort der Niederwerfung‘).

Am Freitag wird das Gebet am Mittag durch ein für Männer verpflichtendes und für Frauen empfohlenes Gemeinschaftsgebet (صلاة الجمعة salāt al-dschumʿa ‚Freitagsgebet‘) in der Moschee ersetzt, das von einer Predigt (خطبة chutba) begleitet wird.
Almosensteuer

Die Almosensteuer (Zakāt, زكاة)[19] ist die verpflichtende, von jedem psychisch gesunden, freien, erwachsenen und finanziell dazu fähigen Muslim[20] zur finanziellen Beihilfe von Armen, Sklaven, Schuldnern und Reisenden sowie für den Dschihad[21] zu zahlende Abgabe. Die Höhe variiert je nach Einkunftsart (Handel, Viehzucht, Anbau) zwischen 2,5 und 10 Prozent ebenso wie die Besteuerungsgrundlage (Einkommen oder Gesamtvermögen).[22] Als ein Prozess der Umverteilung von Reichtum wird die Einsammlung und Verteilung der Zakāt als ein wichtiges Mittel zur Linderung von Armut betrachtet.[23]
Fasten

Das Fasten (saum) findet alljährlich im islamischen Monat Ramadan statt. Der islamische Kalender verschiebt sich jedes Jahr im Vergleich zum gregorianischen Kalender um elf Tage nach vorne. Gefastet wird von Beginn der Morgendämmerung – wenn man einen „weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden“ kann (Sure 2, Vers 187) – bis zum vollendeten Sonnenuntergang; es wird nichts gegessen, nichts getrunken, nicht geraucht, kein ehelicher Verkehr und Enthaltsamkeit im Verhalten geübt.

Muslime brechen das Fasten gerne mit einer Dattel und einem Glas Milch, wie dies der Prophet getan haben soll. Der Fastenmonat wird mit dem Fest des Fastenbrechens ('Īd al-fitr) beendet.
Pilgerfahrt
Das siebenmalige Umschreiten der für Muslime heiligen Kaaba ist der wichtigste Bestandteil des Haddsch, der Pilgerreise der Muslime nach Mekka

Die im letzten Mondmonat Dhū l-Hiddscha stattfindende Pilgerfahrt nach Mekka (Haddsch, حج) soll jeder Muslim, sofern möglich, mindestens einmal in seinem Leben antreten, um dort unter anderem die Kaaba siebenmal zu umschreiten. Entscheidend dafür, ob die Pilgerfahrt zur Pflicht wird, sind unter anderem seine finanziellen und gesundheitlichen Lebensumstände. Die Einschränkung der ritualrechtlichen Pflicht der Pilgerfahrt ist im Koran begründet: „… und die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, die Wallfahrt nach dem Haus zu machen – soweit sie dazu eine Möglichkeit finden …“ (Sure 3, Vers 97).

Häufig schließen Muslime an ihre Wallfahrt einen Besuch der Prophetenmoschee in Medina an, wo der Prophet auch begraben ist. Doch ist dies nicht fester Bestandteil des Haddsch.
Weitergehende Definitionen

Obwohl sich der Islam nach der Definition des Gabriel-Hadith nur auf die fünf genannten Pflichten erstreckt, gibt es die Tendenz, alle im Koran genannten Pflichten als Teil des Islams zu betrachten. Diese Auffassung zeigt sich zum Beispiel bei dem spätmittelalterlichen Gelehrten Ibn Taimīya (gest. 1328), der in seiner „Einführung in die Grundlagen der Koranexegese“ erklärt: „Die Religion des Islams besteht aus der Befolgung des Korans“.[24] Auf diese Weise ergibt sich auch die Möglichkeit, einen islamischen Glauben zu definieren. So ist zum Beispiel aus dem Koranwort in Sure 4:136:

„Ihr Gläubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten und an die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und an die Schrift, die er schon (früher) herabgeschickt hat! Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jüngsten Tag nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.“

abgeleitet worden, dass es im Islam sechs Glaubensartikel gibt, nämlich den Glauben an:

den einzigen Gott
seine Engel
seine Offenbarung (heilige Bücher: Tora, die Evangelien)
seine Gesandten, die Propheten Gottes: darunter Adam, Abraham, Moses, Jesus und zuletzt Mohammed
den Tag des jüngsten Gerichts und das Leben nach dem Tod: Der Mensch werde eines Tages für seine Taten zur Verantwortung gezogen und mit dem Höllenfeuer bestraft oder mit dem Paradies belohnt
die Vorherbestimmung

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt sich bei verschiedenen muslimischen Denkern und Aktivisten, die den Islam als Mittel zum Wiederaufstieg der muslimischen Völker nach dem Zeitalter des Kolonialismus betrachten, die Tendenz, den Islam als ein allgemeingültiges und nicht mehr allein auf die Religion beschränktes System zu präsentieren. So erklärte Hasan al-Bannā, der Gründer der ägyptischen Muslimbruderschaft, bei der fünften Konferenz seiner Organisation im Januar 1939:

„Wir glauben, dass die Prinzipien und Lehren des Islams umfassend sind und die Angelegenheiten der Menschen im Diesseits und Jenseits regeln. Diejenigen, die annehmen, dass diese Lehren allein die gottesdienstliche oder spirituelle Seite behandeln, sind im Unrecht, denn der Islam ist Bekenntnis (ʿaqīda) und Gottesdienst (ʿibāda), Vaterland (watan) und Nationalität (dschinsīya), Religion (dīn) und Staat (daula), Spiritualität (rūhānīya) und Arbeit (ʿamal), Koran (mushaf) und Schwert (saif).[25]“

Islam als Kulturraum
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Verfasst am: Di Okt 31, 2017 12:58 pm



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