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Die Einzigartigkeit der Bibel.
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Do Nov 26, 2009 2:16 am Antworten mit Zitat

Die Bibel ist nicht nur die Heilige Schrift der zahlenmäßig größten Weltreligion - des Christentums - sondern sie ist darüber hinaus ein in jeder Hinsicht bemerkenswertes Buch.

Kein anderes Buch der Welt wurde auch nur annähernd so lange und so heftig und von so vielen Seiten angegriffen, bekämpft und lächerlich gemacht wie die Bibel. Philosophen wie Nietzsche oder Voltaire verachteten die Bibel und ergingen sich in Haßtiraden über dieses Buch. Ideologien wie Kommunismus und Nationalsozialismus unterdrückten die Bibel, verbrannten öffentlich Bibeln und verfolgten diejenigen, die an den Inhalt der Bibel glaubten. Auch die Katholische Kirche verbot bis ins 19. Jahrhundert den Menschen, in der Bibel zu lesen und ließ Tausende von Menschen verbrennen, nur weil sie eine Bibel besaßen. Insbesondere der Islam haßt und fürchtet die Bibel. In fast allen islamischen Ländern ist deshalb auch heute der bloße Besitz einer Bibel verboten - in Saudi-Arabien ist es z.B. nicht einmal Touristen erlaubt, ihre persönliche Bibel in das Land mitzubringen.
In über 30 Staaten der Erde ist die Bibel auch heute ein verbotenes Buch, so daß Bibeln illegal in diese Länder eingeschmuggelt werden müssen. Wer weiß schon, daß die Bibel das am häufigsten geschmuggelte Buch ist?

Wie kommt es eigentlich, daß die Bibel all diese Angriffe überlebt hat und auch heute noch das meistgekaufte, meistgelesene und am weitesten verbreitete Buch der Welt ist?

Der Grund ist, daß die Bibel tatsächlich das Wort Gottes ist, die Offenbarung Gottes an uns Menschen. Sie zeigt in einzigartiger Weise, schonungslos offen und dennoch voll göttlicher Barmherzigkeit, wer Gott ist, wo der Mensch vor Gott steht und wie er in Gemeinschaft mit Gott kommen kann. Sie redet mit Autorität über die wahren Ursachen der persönlichen, sozialen und religiösen Nöte des Menschen.

Gottes Kraft entfaltet sich in diesem Buch - ja, es ist tatsächlich von Gottes Geist inspiriert und in jeder Hinsicht anders als das, was Menschen ersinnen.

Ihrer äußeren Gestalt nach ist die Bibel ein dickes Buch - und ein sehr vielfältiges: Die Bibel enthält historische Berichte, Lebensbilder, Gedichtsammlungen, Prophetien, Briefe, Offenbarungen etc.
Sie ist auch ein sehr altes Buch - ihre ältesten Teile sind etwa 3400 Jahre alt. Sie ist ein Buch aus einer ganz anderen Zeit, einer ganz anderen Kultur - und das will berücksichtigt werden. Umso überraschender ist jedoch ihre Zeitlosigkeit und Aktualität, die sich in ihrer Verbreitung und Bedeutung auch in der Gegenwart niederschlägt. Auch heute noch verändert die Bibel das Leben Einzelner und sogar ganze Gesellschaften wurden und werden (!!!) durch sie umgestaltet.

Die Bibel ist heute andererseits aber in ihrer Glaubwürdigkeit bei vielen Europäern in Mißkredit geraten - meist bei denen, die noch nie ein Wort in ihr gelesen haben. Viele fürchten wohl auch den Einfluß der Bibel auf ihr Leben. Man erahnt unbewußt, daß die Beurteilung der eigenen Person durch die Bibel schlechter ausfallen wird, als einem angenehm ist.

Auch wenn es die meisten Menschen nicht so ehrlich zugeben werden, ist allein der Inhalt der Bibel der Grund, warum viele die Bibel in ihrer Glaubwürdigkeit anzweifeln möchten und nichts von ihr wissen wollen. Die verschiedensten äußeren Argumente gegen die Glaubwürdigkeit von Gottes Wort werden letztlich nur als Rechtfertigung für die inhaltliche Ablehnung der Bibel vorgebracht.

Es ist tatsächlich so, wie es die Bibel sagt: "Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit". (1.Korinther 2,14)


2) Gibt es nicht noch viele andere Heilige Bücher?

Nun kann man sich natürlich fragen: Warum eigentlich so viel Lärm um ein altes Buch? Gibt es denn nicht noch viele andere interessante Bücher auf der Welt? Es gibt doch auch große und alte religiöse Werke, die in anderen Glaubensrichtungen eine genauso wichtige Rolle spielen wie die Bibel im Christentum?

Das ist so, doch glaube ich, daß die Bibel sich von all diesen Büchern grundlegend unterscheidet. Ich sage es frei heraus: Die Bibel ist in jeder Hinsicht vollkommen einzigartig in der Geschichte der Menschheit. Das ist natürlich eine starke Behauptung und ich werde sie untermauern müssen. In vielerlei Hinsicht ist das allerdings gar nicht so schwer. Es gibt nämlich eine ganze Reihe äußerer Fakten, die die Bibel aus der Masse der religiösen Bücher herausheben. Ich werde diese Fakten nachstehend nennen. Doch schon vorab möchte ich feststellen, daß diese Fakten Konsequenzen haben:
Denn wenn ich belegen kann, daß die Bibel in einer Vielzahl äußerer Fakten einzigartig ist, würde damit zwar noch nicht bewiesen sein, daß die Bibel wahr und zuverlässig, ja Gottes Wort, ist. Aber wenn es auf der Erde Bücher gibt, die vorgeben, Wort Gottes zu sein, wird man dabei wohl am wenigsten an “dem Buch” vorbeigehen können, welches sich von allen anderen schon von den äußeren Fakten her unterscheidet.

Vorab sei weiter festgestellt, daß die später entstandenen und inhaltlich von der Bibel abhängigen “Heiligen Schriften” wie der Koran, das Buch Mormon und die Schriften diverser pseudo-christlicher Sekten schon deshalb gegenüber der Bibel sozusagen “sekundär” sind, weil sie inhaltlich auf ihr basieren und voraussetzen, daß die Bibel oder zumindest Teile davon durch Gott inspiriert wurden.
Insbesondere der Koran ist dadurch bereits aus logischen Gründen als Offenbarung Gottes disqualifiziert, weil er unzutreffende Aussagen über den Inhalt der Bibel macht - wie ich an anderer Stelle erläutert habe: Vergleich von Bibel und Koran.

Dieses Kapitel möchte ich abschließen mit dem Zitat eines Sprachwissenschaftlers (M.Montiero-Williams, Professor für Sanskrit, eine alte indische Sprache), der 40 Jahre seines Lebens in alten orientalischen Büchern gelesen hatte:
“Stapeln sie sie, wenn sie wollen, auf die linke Seite ihres Schreibtischs; aber legen Sie ihre Bibel auf die rechte Seite - ganz für sich, ganz separat - und mit viel Platz dazwischen. Denn....es gibt eine Kluft zwischen ihr und den sogenannten heiligen Büchern des Ostens, die das Eine vom Anderen total, hoffnungslos und für alle Zeit scheidet....Eine ganz reale Kluft, die von keiner Wissenschaft des religiösen Denkens überbrückt werden kann.”


3) Die Einzigartigkeit ihrer Entstehung

Niemand wird leugnen wollen, daß die Bibel auf einzigartige Weise entstanden ist. Normalerweise geht jemand, der ein Buch schreiben möchte, folgendermaßen vor: Er sammelt Material, entwirft ein Schema für das Buch, schreibt oder diktiert den Inhalt und läßt das Ganze vervielfältigen oder drucken.
Handelt es sich jedoch um ein Buch, welches von mehreren Autoren geschrieben wird, müssen sich diese erst zusammensetzen und einen Plan entwerfen, der zeigt, wie das Buch aussehen soll. Sie müssen absprechen, wer welchen Beitrag zu dem Buch liefern soll, und meistens gibt es dann noch einen oder mehrere Redakteure, die aus allen Beiträgen ein zusammenhängendes Ganzes machen.

Aber die Bibel ist in dieser Hinsicht völlig einzigartig. Sie wurde von mehr als vierzig Einzelpersonen verfaßt, die sich gegenseitig nicht kannten. Das war auch nicht möglich, denn sie schrieben das Buch in einem Zeitraum von etwa 1500 Jahren. Es ist im Grunde ein Wunder, daß die Bibel langsam, über 50 Generationen, zu dem Buch wurde, das wir heute haben. Ohne irgendeinen Plan oder Entwurf fügte sich von Jahrhundert zu Jahrhundert ein Teil zum anderen, bis die Bibel komplett war.
Die Schreiber der Bibel kamen zudem aus sehr unterschiedlichen Milieus und Kulturen. Da gab es zum Beispiel Mose, der am Hof des Pharaos von Ägypten aufwuchs; Josua, den General; Salomo, den König; Amos, den Hirten; Daniel, den Berater des Königs von Babylon; Petrus, den Fischer; Lukas, den Arzt; Matthäus, den Zöllner und Paulus, den Rabbiner.

Sie haben auch an ganz verschiedenen Orten und unter ganz unterschiedlichen Umständem geschrieben. Mose schrieb in der Wüste; Jeremia in einem Kerker; David in seinem Palast; Paulus im Gefängnis; Lukas während der Reise; Johannes im Exil auf Patmos. Sie schrieben in verschiedener Gemütsverfassung: der eine in großer Freude, der andere in Trauer und Verzweiflung. Sie verfaßten ihre Bücher in drei verschiedenen Weltteilen: Asien, Afrika und Europa. Sie schrieben in drei Sprachen: Das Alte Testament größtenteils in Hebräisch und kleine Teile in Aramäisch; das Neue Testament in Griechisch.
Und aus all diesen verschiedenen Quellen entstand ein Buch, dessen Teile sich ergänzen, aufeinander aufbauen und über 1500 Jahre einen roten Faden bilden.

Mose verfaßte um 1400 v.Chr. die ersten fünf Bücher. Als David regierte (950 v.Chr.), waren wieder ein paar hinzugekommen. Kurz nach der babylonischen Gefangenschaft, zur Zeit des Schriftgelehrten Esra (400 v.Chr.), war das Alte Testament fertig. Vierhundert Jahre vor Christi Geburt war das Buch fertiggestellt, das wir heute unverändert vor uns haben. Wie uns der Geschichtsschreiber Flavius Josephus berichtet, respektierte man das sogenannte Alte Testament so sehr, daß niemand es gewagt hätte, im Laufe der Jahrhunderte etwas hinzuzufügen oder hinwegzutun.

Die Entstehung des Neuen Testaments ist fast noch wunderbarer. Christus selbst hat nie auch nur einen Satz als göttliche Offenbarung geschrieben. Und seine Jünger, die Juden waren, hätten niemals gewagt, dem Alten Testament auch nur einen Satz hinzuzufügen. Sogar 15 Jahre nach der Kreuzigung Jesu hatte man wahrscheinlich noch keinen Buchstaben des Neuen Testaments geschrieben.
Aber dann geschah das Wunder. Ohne daß vorher ein Plan verfaßt wurde, entstanden die Bücher des Neuen Testaments. Sie wurden geschrieben von ganz unterschiedlichen Menschen, die oft weit voneinander entfernt lebten. Hier entsteht eine Lebensbeschreibung von Jesus Christus, dort entsteht ein Brief, etwas weiter wird ein prophetisches Buch geschrieben.

Diese Schriften kursieren und werden gesammelt von Christengemeinden, die wohl kaum große Schwierigkeiten gehabt haben dürften mit der Frage, welche Bücher nun zu dieser Kollektion gehören und welche nicht: Denn die später allseits anerkannten Bücher stammten sämtlich aus dem Kreis der unmittelbaren Jünger Jesu.

Man beachte: Die Verfasser der vier Evangelien setzten sich nicht erst zusammen und kamen dann nach reiflicher Überlegung zu dem Entschluß, daß Matthäus über Christus als den König schreiben sollte, Markus ihn als Knecht zeigen, Lukas ihn als wahren Menschen und Johannes ihn als Gottes Sohn darstellen sollte. Nichts dergleichen. Auch die Briefschreiber kamen nicht zusammen, um festzulegen, daß Paulus und Johannes über christliche Lehre (und das jeder von einem anderen Gesichtspunkt aus) und Jakobus und Petrus mehr über das praktische Christsein schreiben sollten.
Es gab keine solchen Verabredungen. Aber aus der Leitung des Heiligen Geistes heraus beleuchtete jeder einzeln für sich einen bestimmten Aspekt - und als alle Werke fertiggestellt waren, war eine wunderbare Einheit entstanden.


4) Die Einzigartigkeit ihrer Einheit

Dieser Punkt entspringt direkt der Einzigartigkeit ihrer Entstehung. Natürlich ist es kein besonderes Wunder, wenn ein Buch, das von einem Einzelnen stammt, in sich zusammenhängend ist. Aber wie konnten so viele Verfasser aus so vielen Generationen von solch total verschiedenen Hinter- gründen und Umgebungen ohne jede Absprache ein Werk schreiben, das eine solche innere Einheit hat?
Beachten wir, daß die Bibel über Hunderte von höchst umstrittenen Themen spricht - Themen, über die sehr unterschiedliche Meinungen bestehen. Die Autoren der Bibel schreiben über Geschichte, Theologie, Philosophie, über den Menschen; sie schreiben “gewagte” Prophetien, Lebens- und Reisebeschreibungen. Sie scheuen sich nicht, die schwierigsten und tiefsinnigsten Themen anzuschneiden. Darüber konnten sie sich unmöglich miteinander beraten. Aber woher kommt dann diese Harmonie und Einheit der biblischen Ethik?

Oft haben Menschen gemeint, Unterschiede oder Widersprüche in der Bibel gefunden zu haben. Wo sie jedoch (oft sehr naiv) Widersprüche zu sehen glaubten, stellten sich diese nur als verschiedene Aspekte ein und desselben Themas heraus, die einander wunderbar ergänzten. Lieber Leser, ich kenne die Bibel, aber ich kenne keinen Widerspruch in ihr....

Es ist allerdings höchst erstaunlich, daß Menschen nach Widersprüchen in Details suchen, ohne sich offenbar je zu fragen, wie es kommen kann, daß angesichts der Entstehungsgeschichte der Bibel überhaupt eine derartige Einheit in ihr besteht. Würde man heute 40 Autoren dazu be- stimmen, ein Buch mit ähnlichem Inhalt zu schreiben, ohne daß die Betreffenden voneinander wissen oder sich absprechen können, dürfte das Ergebnis wohl kaum irgendeine Übereinstimmung haben..... Und dies, obwohl die Betreffenden zumindest derselben Kultur und Zeitperiode ent- stammen und meinetwegen auch in derselben Stadt wohnen.

Ganz anders die Bibel: Sie besteht nicht aus wahllos zusammengewürfelten Bruchstücken, sondern es existiert eine Einheit, die das Ganze miteinander verbindet. Das ist auch wichtig für die Bibelauslegung. Genau wie jeder Teil des menschlichen Körpers in seiner Funktion nur richtig erklärt werden kann im Hinblick auf den Rest des Körpers, so kann auch ein einzelner Teil der Bibel nur im Zusammenhang mit dem Rest der Bibel richtig verstanden werden. Es gibt wohl kaum eine Regel in der Bibelauslegung, die so oft übertreten wird wie diese.

Der “rote Faden”, der sich durch die ganze Bibel zieht, verdeutlicht ihre Einheit. Von der Genesis bis zur Offenbarung geht es um die großen Fragen: “Wer ist Gott?” und “Wer ist der Mensch?”. Darauf folgt die wichtige Frage: “Gibt es die Möglichkeit einer Verbindung zwischen Gott und dem Menschen, und wenn ja, wie?”
Die Einzigartigkeit der Bibel besteht auch darin, daß sie in der Beantwortung dieser Fragen nicht auf ein liturgisches Programm oder eine Reihe religiöser Verpflichtungen hinweist. Ein Mensch kann den Ansprüchen Gottes ohnehin nicht entsprechen. Ihr Zentralthema ist eine Person: Jesus Christus.
Er ist der einzig wahre Weg des Menschen zu Gott und die Antwort auf die großen Fragen, mit denen sich die Bibel beschäftigt. Das ganze Alte Testament weist im Grunde, sei es durch Bilder, sei es durch direkte Verheißungen, auf diese Person hin. Das Neue Testament zeigt uns die Erfüllung der Verheißungen und die Bedeutung und die Folgen des Kommens Christi.


5) Die Einzigartigkeit ihrer Aktualität

Tausende von Büchern wurden auf der Welt geschrieben, die innerhalb einer Generation total in Vergessenheit gerieten. Viele Bücher wurden herausgegeben, die größeres Interesse genossen haben. Aber wie viele Bücher gibt es, die schon Jahrtausende alt sind und doch sehr regelmäßig und mit großem Interesse von sehr vielen Menschen gelesen werden? Welche Bücher des Mittelalters werden noch in großer Auflage gedruckt und von einem breiten Publikum gelesen? Welche klassischen Werke der Antike werden außer von Forschern und geplagten Schülern noch regelmäßig von vielen Menschen gelesen? Und würde dies geschehen, dann doch mehr aus historischem Interesse, und nicht, weil solche Bücher gegenwärtig so besonders aktuell wären.

Was hat es dann mit der Bibel auf sich, daß es hier so anders ist? Die Bibel ist nicht nur irgendein “altes Buch”. Wir glauben ruhig behaupten zu können, daß bestimmte Bibelteile sogar zu den ältesten bis heute erhalten gebliebenen Schriften gehören, die die Menschheit besitzt. Und doch werden sie von Millionen Menschen gelesen. Nicht nur aus historischem Interesse (das besitzt der Durchschnittsbürger nicht so sehr), sondern vor allem, weil die Menschen sehr wohl die Wichtigkeit der Bibel für ihr heutiges Leben verspüren.
Die Bibel wurde in Tausenden von Jahren verfaßt, und fast nur von Menschen, die zum selben unauffälligen Völkchen im Nahen Osten gehörten, und zum größten Teil in einer toten Sprache.

Wie kann ein derartiges Buch immer noch Millionen von Menschen beschäftigen?

Die Bibel ist ein Buch, das in jede Epoche der Weltgeschichte hineinpaßt. Ob es in Kriegs- oder Friedenszeiten, ob es im finsteren Mittelalter oder im modernen technischen Zeitalter war: Millionen von Menschen haben von diesem Buch gezehrt, sich darauf gestürzt und fanden Hilfe und Ermutigung. Merkwürdigerweise haben Wissenschaft und technischer Fortschritt das nicht verringert, sondern die Verbreitung der Bibel hat sogar noch zugenommen. Viele haben auch aus eigener Erfahrung bezeugt, daß die Bibel immer neu und erfrischend bleibt. Als man Daniel Webster fragte: “Welchen Teil der Bibel lieben Sie am meisten?” antwortete er: “Den Teil, den ich zuletzt gelesen habe.”

Die bemerkenswerte Aktualität der Bibel ist universal: Es ist das einzige Buch der Welt, das von Menschen jeder Klasse und jeden Alters gelesen wird. Daß zivilisierte erwachsene Menschen selten hingebungsvoll ein Kinderbuch lesen, liegt genauso auf der Hand, wie daß ein Kind nicht so schnell ein Buch über Phliosophie oder Theologie studieren wird.
Ganz anders die Bibel: Sie wird den Kleinkindern vorgelesen und im Alter liest man sie immer noch. Kleine Kinder können die Geschichten und Lehren der Bibel verstehen, während Gelehrte sich über deren tiefsinnigen Inhalt verwundern.

Ein solches Buch sucht in der Literatur seinesgleichen.


6) Die Einzigartigkeit ihrer Verbreitung

Wenn man die Aktualität der Bibel betrachtet und das enorme Interesse, das für dieses Buch besteht, dann ist es nicht verwunderlich, daß die Bibel auch hinsichtlich der Anzahl der Übersetzungen und Auflagen, die von ihr gemacht wurden, einzigartig ist.

Die Bibel gehört zu den ersten Büchern, die je übersetzt wurden. Um 250 v.Chr. wurde der hebräische Originaltext des Alten Testaments erstmals ins Griechische übersetzt. Diese Übersetzung nennt man die “Septuaginta”.

Seitdem ist die Bibel um ein Vielfaches mehr übersetzt worden als jedes andere Buch der Welt. Derzeit arbeiten 2000 Fachleute hauptamtlich und weitere 2000 nebenamtlich an neuen Bibelübersetzungen. Inzwischen wurde die Bibel bzw. Teile davon in mehr als 2000 Sprachen übersetzt. Über 90 % der Menschen auf der Welt haben heute eine Bibelübersetzung in ihrer eigenen Muttersprache.
Die Bibel wurde von mehr Menschen gelesen, in mehr Sprachen publiziert und in größeren Mengen verkauft als jedes andere Buch der Welt. Es ist möglich, daß kurzfristig (z.B. einen Monat lang) ein bestimmter Bestseller weltweit in größerer Menge verkauft wird als die Bibel. Aber über längere Zeiträume gibt es kein Buch, welches die Verkaufszahlen der Bibel auch nur annähernd erreichen würde.
Jedes Jahr werden etwa 700 Millionen Bibeln und Bibelteile gedruckt. Nur um die Relationen zu verdeutlichen: Die Gesamtauflage des deutschen Literaturnobelpreisträgers Günter Grass beträgt etwa 5 Millionen. Mit anderen Worten: In einem einzelnen Jahr werden hundertvierzigmal so viel Bibeln verkauft, wie alle Titel von Günter Grass zusammengenommen seit den Fünfziger Jahren verkauft wurden

Die Bibel war das erste gedruckte Buch. Und eine solche lateinische Gutenbergbibel ist auch das materiell kostbarste Buch der Erde. Auch an der Spitze der Einzelauflagen liegt die Bibel - die Erstauflage der New International Version von 1978 betrug 1,2 Millionen Exemplare. Das ist die größte Einzelauflage eines Buches in der Geschichte der Buchdruckkunst.

Um der Nachfrage nach Bibeln gerecht zu werden, müssen die Bibelgesellschaften und Bibelherausgeber heute mehr als eine Bibel pro Sekunde drucken, Tag und Nacht ! Hinzu kommt, daß die Verbreitung der Bibel immer noch weiter zunimmt. Es gibt einen enormen Markt in den Ländern der Dritten Welt und die Anzahl der Bibelausgaben in den Sprachen dieser Länder nimmt immer noch zu.

Es gibt keinen Zweifel: Ob man an Homer, Shakespeare, Goethe oder auch an Mohammeds Koran denkt - die Bibel übertrifft sie alle zusammen mit Leichtigkeit.

Niemand kann bestreiten, daß die Bibel in dieser Hinsicht einzigartig ist.


7) Die Einzigartigkeit ihrer Überlieferung

Ein Buch, das millionenfach aufgelegt und verbreitet wird, läuft natürlich nicht so schnell Gefahr, verloren zu gehen. Aber so war es nicht immer. Ursprünglich wurde die Bibel auf einem Material geschrieben, das leicht verderben konnte. Daher mußte sie während der Jahrhunderte mit der Hand abgeschrieben werden, bis die Buchdruckkunst erfunden wurde. Verglichen mit anderen antiken Werken sind von der Bibel jedoch viel mehr Handschriften bewahrt geblieben als von zehn willkürlich zum Vergleich herangezogenen klassischen Werken zusammen.

Für ein klassisches Werk sind einige Dutzend Handschriften schon erstaunlich viel. Und die sind dann gewöhnlich mindestens tausend Jahre jünger als die ursprüngliche Schrift. Aber allein vom Neuen Testament kennen wir nicht weniger als 4.000 griechische Handschriften, dazu 13.000 Handschriften von Teilen des Neuen Testaments und daneben noch etwa 9.000 Handschriften von antiken Übersetzungen des Neuen Testaments (hauptsächlich lateinisch). Hinzu kommen noch die Handschriften des Alten Testaments. Vom Alten Testament gibt es zwar weniger Handschriften, doch sind diese umso sorgfältiger aufbewahrt worden. Die alten Rabbiner hatten Register aller Buchstaben, Silben, Wörter und Zeilen des Alten Testaments. Doch wer zählte jemals die Buchstaben und Silben von Homer oder Tacitus?

Die Genauigkeit des Bibeltextes ist so überwältigend groß, daß beispielsweise der Text von Shakespeare (der erst einige hundert Jahre alt ist) bedeutend ungenauer und “korrupter” (d.h. unsicherer, verstümmelter) ist als der des Neuen Testaments, das bekanntlich schon etwa 1950 Jahre existiert, davon 1400 Jahre in Manuskriptform. Im ganzen Neuen Testament gibt es nur etwa zehn bis zwanzig Verse, von denen man nicht ganz sicher ist, wie sie richtig lauten. Keiner davon enthält eine für den Glauben wesentliche Aussage. In den viel jüngeren Texten Shakespeares hingegen kommen mindestens hundert Stellen vor, über die Uneinigkeit besteht; in vielen Fällen handelt es sich dabei um bedeutsame Aussagen.

Aber die Bibel ist nicht nur einzigartig, was ihre Überlieferung durch die (buchdrucklosen) Zeiten hindurch betrifft, sondern auch, was ihr Überleben trotz vieler heftiger Verfolgungen angeht. Seit Jahrhunderten versuchen Menschen, die Bibel zu vernichten und zu verbrennen. Könige und Kaiser, aber auch religiöse Führer haben sich mit fanatischem Eifer dafür eingesetzt.

Der römische Kaiser Diokletian erließ zum Beispiel im Jahr 303 n.Chr. den Erlaß, alle Christen und ihr heiliges Buch zu vernichten. Es wurde der größte Angriff auf die Bibel in der Geschichte: Hunderttausende Christen wurden getötet und fast alle Bibel-Handschriften wurden vernichtet. Dennoch erschien die Bibel schon sehr schnell wieder, und die Ironie der Geschichte war, daß schon 22 Jahre später die Bibel von Kaiser Konstantin auf dem Konzil von Nicäa zur unfehlbaren Autorität erhoben wurde. Außerdem gab er Eusebius den Auftrag, fünfzig Kopien der Bibel auf Kosten der römischen Regierung anfertigen zu lassen. Solche Wendungen hat es immer wieder gegeben.
Der berühmte französische Rationalist Voltaire, der 1778 starb, behauptete, daß die Bibel innerhalb von hundert Jahren nur noch als Antiquität zu finden sein werde. Aber nur fünfzig Jahre nach seinem Tod gebrauchte die Genfer Bibelgesellschaft sein Haus und seine Druckerpresse, um dort Bibeln zu drucken. Aber ein Werk von Voltaire zu kaufen, dürfte heute nicht ganz einfach sein....

Dem Römischen Reich folgte das Mittelalter. Die katholische Kirche enthielt dem Volk die Bibel so sehr vor, daß jahrhundertelang die Bibel praktisch unbekannt war. Sogar Martin Luther war, wie er sagte, schon erwachsen, ehe er überhaupt eine Bibel zu Gesicht bekam. Aufgrund der Konzilsbeschlüsse und päpstlicher Bannflüche wurden Bibelübersetzungen in die Landessprachen öffentlich verbrannt und Bibelleser von der Inquisition verurteilt, gefoltert und verbrannt. Das änderte sich erst langsam nach der Reformation.
Aber danach entstand, gerade im Schoße des Protestantismus, eine Reihe neuer Attacken besonderer Art: die Angriffe der sog. “Bibelkritik”. Vor allem in Deutschland kam ein ganzes Heer von Rationalisten und Pseudo-Theologen auf, die sich die heftigsten Angriffe auf die Bibel ausdachten. Dennoch wurde die Bibel seither mehr verbreitet, mehr gelesen und mehr geliebt als je zuvor.

Die Angreifer sind gestorben, ihre Kritik ist längst widerlegt, doch die Bibel steht immer noch wie ein Felsen.

Welches Buch ist damit vergleichbar?

Die Bibel ist das meistgeliebte Buch der Welt. Aber erstaunlich ist, daß sie gleichzeitig das meistgehaßte und meistkritisierte Buch der Welt ist. Viele Hämmer sind schon auf ihr entzwei geschlagen und zahllose Grabreden über sie ausgesprochen worden. Kein Kapitel, kein Satz der Bibel ist diesem Gift entkommen: Gibt es ein zweites Buch der Literatur, von dem man das sagen kann? Sicherlich, es gibt zahllose Bücher, die auch gründlich kritisiert wurden. Aber sie sind dann auch für immer in Vergessenheit geraten.

Doch die Zeit der heftigsten Bibelkritik ist gleichzeitig auch die Zeit der spektakulärsten Bibelverbreitung geworden. Die Bibel ist einzigartig auch darin.


Cool Die Einzigartigkeit in ihrem literarischen Charakter

Es ist eigentlich merkwürdig, daß die Bibel nicht in Alexandria oder Athen, den Zentren der antiken Kultur und Wissenschaft, entstanden ist und daß die Schreiber oft ungelehrte Menschen waren. Sie waren keine großen Gelehrten, ja, sie sprachen, was ihre eigene Sprache anbelangt, manchmal nicht einmal die Hochsprache. Petrus sprach den Dialekt seiner Heimat - Galiläas. Die jüdischen Leiter waren erstaunt, daß die Apostel (unter ihnen einige der späteren Schreiber des Neuen Testaments) ungeschulte, einfache Menschen waren - also bestimmt keine Menschen, von denen man literarische Meisterwerke erwartet hätte.

Und doch ist die Bibel zu einer Sammlung literarischer Meisterwerke geworden - und das ist sie nicht allein für die alten Hebräer oder die frühen, griechisch sprechenden Christen, sondern auch in den Sprachen aller kulturell hochstehenden Völker. Das ist wirklich einmalig. Das Hochdeutsch, das wir sprechen, wurde geprägt und zu einer Sprache geformt vom ausdrucksvollen Deutsch der alten Lutherbibel. Die niederländische Sprache wurde geformt und entwickelt aus dem großartigen literarischen Sprachschatz der “Statenbibel”. Die englische Sprache hat ihre Prägung bekommen durch die Sprache der “King-James-Übersetzung”.

Frederick Starrison sagte einmal in einem College in Oxford in Beziehung auf die englische Ausgabe der Bibel: “Das Beste, das unsere Literatur in natürlich edler Prosa geben kann.” Und Thomas Carlyle schrieb über den Inhalt der Bibel: “Es ist die prächtigste literarische Kostprobe, die je aus menschlicher Feder geflossen ist.” Er kann darüber urteilen, ist er doch selbst ein Meister unter den Schriftstellern. Obwohl er kein Christ war, sagte der große englische Historiker Froude: “Die gründlich studierte Bibel ist eine Literatur für sich - die seltsamste und die reichste auf allen Gebieten des menschlichen Denkens.” Sir William Jones, nach Aussage der Enzyclopaedia Britannica einer der größten Sprachkundigen und Kenner des Ostens, die England je hervorgebracht hat, schrieb auf der letzten Seite seiner Bibel: “Ich habe diese heiligen Schriften regelmäßig und andächtig gelesen und ich meine, daß dieses Buch .....mehr Erhabenheit und Schönheit, mehr edle Moral, mehr wichtige Geschichte und schönere poetische Passagen und Schönheit der Sprache besitzt als alle anderen Bücher, in welchem Zeitalter und in welcher Sprache sie auch immer geschrieben sein mögen.”

Die Bibel enthält glänzende Beispiele großer Literatur jeder Form: lyrische Poesie: die Psalmen,
epische Poesie: die Genesis, dramatische Poesie: Hiob, historische Erzählkunst: die Bücher Samuel, praktische Weisheit: Sprüche, philosophische Betrachtungen: Prediger, ergreifende Tiefe: Jesaja, prägnante Kurzgeschichten: die Evangelien, Briefe: die verschiedenen Briefe des Neuen Testaments, mitreißende Mystik: die Offenbarung.

Ein derartiges literarisches Meisterwerk konnte nicht ohne großen Einfluß auf die Weltliteratur bleiben. Seit 1900 Jahren gibt es einen langen literarischen Strom, der durch die Bibel inspiriert wurde: Biblische Wörterbücher, Enzyklopädien, Lexika, Kommentare und Atlanten. Aber auch Tausende von Werken über Theologie, Mission, biblische Schriften und Kirchengeschichte; ebenso viele ethisch motivierte, apologetische oder dogmatische Werke. Dabei sprechen wir noch nicht einmal von den vielen tausend Gedichten, Novellen, Romanen, Liedern, Passions- und Schauspielen.
Über die Hauptperson der Bibel, Jesus Christus, schreibt der Yale-Historiker K.S. Latourette: “Es ist ein Hinweis auf Seine Bedeutung, auf den Einfluß, den Er auf die Geschichte genommen hat, und vermutlich auch auf die rätselhafte Mystik Seines Wesens, daß kein anderes Wesen, das je auf diesem Planeten gelebt hat, so ein gewaltiges literarisches Volumen unter so vielen Völkern zuwege gebracht hat, und daß diese Flut, anstatt abzuebben, noch immer steigt.”


9) Die Einzigartigkeit in ihrem moralischen Charakter

Noch wichtiger als der literarische ist der moralische Charakter der Bibel. Sowohl Christen als auch Nichtchristen haben erkannt, daß die klassischen Werke der Antike und die heiligen Bücher des Orients moralisch tot sind und manchmal gerade durch ihre große Unmoral auffallen. Ein früher Übersetzer wagte es nicht, die heiligen Schriften des Hinduismus buchstäblich zu übersetzen, um nicht wegen Publikation obszöner Pornographie angezeigt zu werden.

Es besteht eine nicht zu überbrückende moralische Kluft zwischen der Bibel einerseits und sonstigen religiösen Schriften andererseits.

Einzigartig zeigt sich die Bibel insbesondere darin, daß sie eine moralische Lehre darbietet, die dem Normalempfinden des Menschen radikal entgegengesetzt ist. Eine Moral, deren Inhalt beispielsweise darin zum Ausdruck kommt, daß wir unsere Feinde lieben und denen Gutes tun sollen, die uns hassen und verfolgen, daß wollüstige Blicke Ehebruch bedeuten und daß Haß genauso schwer wiegt wie Mord, kann mit Bestimmtheit einzigartig genannt werden.

Die Bibel wurde ohne Zweifel von Menschen geschrieben. Und doch haben diese Menschen so völlig anders geschrieben als Menschen das sonst irgendwo getan haben. Menschen schreiben gewöhnlich nicht so ungünstig über sich selbst, wie wir es zum Beispiel in Römer 3,10-23 lesen können. (“Da ist keiner der Gutes tut, auch nicht einer...”).
Und welcher Mensch würde sich jemals eine Hölle ausdenken als ewige Strafe für Sünde und Unglauben oder eine ewige Glückseligkeit für Sünder, die ohne Verdienst, aus lauter Gnade, einer Strafe enthoben werden, die sie genauso verdient hätten wie die Verlorenen? Normalerweise versucht der Mensch immer durch “Gut sein” Gott zu gefallen. Menschliche Religion ist immer ein Rezept zur Besserung des Charakters und des Benehmens. Aber genau diese Gedanken sind der Bibel völlig fremd.
In ihr verkündigen Menschen, von Gott getrieben, daß die Erlösung Gnade ist, ein Geschenk Gottes, der die verlorenen Menschen retten will; daß der Mensch verloren ist und nichts anderes zu seiner Errettung tun kann, als an Jesus Christus zu glauben. Man bemerkt diesen Unterschied daran, wie über Sünde gesprochen wird. Die Menschen neigen normalerweise dazu, das Böse nicht so ernst zu nehmen. Sie nennen Sünde beschönigend Fehler, Mängel oder schlechte Angewohnheiten. Aber die Bibel sieht in der Sünde Aufstand gegen den heiligen und gerechten Willen Gottes.
Nehmen wir sexuelle Themen. Gewöhnlich reagiert der Mensch entweder prüde oder triebhaft, wenn darüber gesprochen wird. Die Bibel ist da ganz anders; sie ist niemals prüde, sondern nennt die sexuellen Dinge beim Namen; andererseits ist sie auch nicht wollüstig, sondern spricht über Unzucht unverblümt das Urteil. Im positiven Gebrauch, nämlich wo die Sexualität innerhalb der Ehe erlebt wird, zeigt die Bibel sie als ein Geschenk Gottes.

Getrieben von ihren eigenen unreinen Gedanken haben manche die Bibel ein unsittliches oder grausames Buch genannt, weil sie die Sünden und Grausamkeiten vieler Hauptpersonen unverblümt beschreibt. Vielleicht zeigt sich gerade der moralische Standard der Bibel nirgends deutlicher als in der Tatsache, daß sie so offen die Sünden und Schwächen ihrer edelsten und meistgeliebten Hauptpersonen aufzählt. Manche Leute haben gerade das als ein Argument gegen die Bibel gebraucht und behaupten (ohne viel Selbsterkenntnis), daß die Menschen der Bibel minderwertige, unedle Leute waren, denen wir besser keine Beachtung schenken sollten. Nun, in der Tat, Noah war betrunken; David beging Ehebruch und Mord und Petrus fluchte und leistete einen Meineid. Das war falsch - aber waren sie darin so anders als wir? Die Bibel zeigt den Menschen einfach wie er ist. Auch der anziehendste und edelste Mensch ist nicht besser als irgendjemand anderes. Die Bibel ist nicht wie einige Sonntagsschulheftchen: Mit Geschichten ganz braver Kinder, die gewöhnlich jung sterben. Die Bibel ist lebensnah - in einer einzigartigen Weise.

Stellen wir uns doch einmal vor, daß die Bibel von einem religiösen Club zusammengestellt und herausgegeben wäre - würden wir dann jemals gehört haben über die listigen Lügen Abrahams, die feigen Verleugnungen des Petrus, den törichten Götzendienst Salomos, die Schande Lots, den Betrug Jakobs, den Streit zwischen Paulus und Barnabas oder die Eigenwilligkeit des Mose? Ganz sicher nicht. Eine Kommission von ehrerbietungswürdigen Geistlichen hätte uns eine Bibel vorgesetzt voller fleckenloser Menschen. Vorbilder tadelloser Frömmigkeit und heiligen Wandels und nicht eine Bibel, die Arme, Elende und Sünder beschreibt, wie sie in Wirklichkeit waren. Schlimmer noch: Manche Bibelschreiber schämen sich nicht einmal, ihre eigenen Sünden zu beschreiben, z.B. Matthäus, Johannes und Paulus. Welche anderen Bücher gibt es noch, die solche bemerkenswerten Charakterzüge aufweisen?

Aber liegt hier nicht gerade die Ursache für die Emotionen um die Bibel? Der absolut einzigartige moralische Charakter dieses Buches zwingt den Menschen unwiderruflich zu einer Wahl, einer Entscheidung. Es scheint, daß niemand unberührt und neutral gegenüber der Bibel bleiben kann. Ist das vielleicht auch der Grund, warum die Bibel das meistverkaufte, meistverbreitete, meistübersetzte und meistgelesene, aber auch das meistgehaßte Buch der Welt ist? Ist das der Grund, daß nie ein Buch so angegriffen, kritisiert, bestritten und vernichtet wurde wie die Bibel? Hassen sie die Bibel vielleicht aus demselben Grund wie ein Verbrecher das Gesetz, nach dessen Paragraphen er verurteilt wird?
Aber auch das Umgekehrte ist wahr: Die Bibel ist, wie schon gesagt, auch das meistgeliebte Buch der Welt. Christus sagte einmal von den falschen Propheten: “An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen....Jeder gute Baum bringt gute Früchte, aber der schlechte Baum bringt schlechte Früchte.” Genau dasselbe kann man von der Bibel sagen. Wenn ihre Moral nicht nur außerordentlich interessant, sondern auch gut und nützlich ist, kurz gesagt, wenn die Bibel ein gutes Buch ist, dann muß sich das in ihren Früchten zeigen.

Marcus Aurelius, Konfuzius und andere Moralisten schrieben hochstehende Standardwerke über die Ethik. Aber wer könnte ein Beispiel dafür anführen, daß ein Mensch dazu gebracht wurde, ein wirklich gutes und heiliges Leben zu führen, weil er diese Bücher studiert hat? Diese Bücher präsentieren wohl ein bestimmtes Ideal, aber die Praxis zeigt die Unmöglichkeit, den gefallenen Menschen auf das Niveau dieses Ideals zu stellen, weil die Kraft fehlt, die anscheinend nur die Bibel besitzt.
Die Bibel tut das, indem sie uns in Kontakt bringt mit Jesus Christus, der den gefallenen Menschen nicht “repariert”, sondern der für ihn gestorben ist. Der gefallene Mensch ist in und mit Christus gestorben - dessen darf sich nach Zeugnis der Schrift jeder sicher sein, der Christus in wahrhaftigem Glauben angenommen hat - und der ist in dem auferstandenen Christus ein vollkommen neuer Mensch geworden, eine neue Kreatur. Die biblische Antwort auf das moralische Problem des modernen Menschen ist eine persönliche, geistliche Wiedergeburt, wirkliche innerliche Lebensumwandlung - nicht Bekehrung zu einem System, sondern zu einer Person

Die Bibel ist das Wort Gottes.
http://www.evangelikal.de/bibel.html
SIEHE AUCH.
http://www.evangelikal.de/hauptteil_die_bibel_-_das_wort_gottes.html
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Verfasst am: Do Nov 26, 2009 2:16 am



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