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BeitragVerfasst am: Mi Dez 22, 2010 5:29 pm Antworten mit Zitat

Lassen wir uns in der Nacht der Welt vom Kommen des Herrn überraschen!

Der Mensch muss sich an Gott gewöhnen, wie dieser sich an die Armut und Gebrechlichkeit des Menschen gewöhnt hat. Benedikt XVI. führt während der Generalaudienz auf das Weihnachtsfest hin. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Lassen wir uns in der Nacht der Welt erneut von diesem Kommen überraschen und erleuchten, von dem Stern, der im Osten aufgegangen ist und das Universum mit Freude erfüllt hat.“ Mit dieser Einladung wandte sich Benedikt XVI. während der letzten Generalaudienz vor dem Weihnachtsfest an die in der „Aula Paolo VI“ versammelten rund 7.000 Pilger. Der Papst stellte seine Katechese unter das Zeichen der bevorstehenden Feier der Geburt des Erlösers und widmete sich dem Thema der „freudigen Erwartung“, welche eine Grundhaltung des Christen ist.

Wenn das Jesuskind zu den Menschen komme, solle es diesen nicht unvorbereitet und nur damit beschäftigt finden, die äußere Wirklichkeit schöner und anziehender zu machen, so die Mahnung Benedikts XVI. „Die Sorge, die wir dafür aufwenden, unsere Straßen und Häuser glänzender zu machen, dränge uns noch mehr dazu, unsere Seele darauf vorzubereiten, dem zu begegnen, der uns besuchen wird. Wir wollen unser Gewissen und unser Leben von dem reinigen, was gegen dieses Kommen steht: Gedanken, Worte, Haltungen und Werke. Dabei wollen wir uns anspornen, das Gute zu tun und dazu beizutragen, in dieser unserer Welt den Frieden und die Gerechtigkeit für jeden Menschen zu verwirklichen und auf diese Weise dem Herrn entgegenzugehen.“

Auf den Propheten Jesaja Bezug nehmend erklärte der Papst, dass neben der Erwartung, wie sie bei den biblischen Gestalten zum Ausdruck komme, auch unsere Erwartung Raum und Bedeutung finde, „jene Erwartung, die wir in diesen Tagen erfahren und die uns für den ganzen Weg unseres Lebens wachsam hält“.

Das ganze menschliche Dasein sei von der Sehnsucht danach beseelt, dass das Wahrste, Schönste und Größte, das der Mensch mit Verstand und Herz erfasst habe, ihm entgegenkommen könne und vor seinen Augen konkret werde. In dieser Adventszeit sei nunmehr jener nahe, der kommt, „um uns von Sünde und Tod zu retten, jener, der uns nach dem Ungehorsam Adams und Evas erneut umarmt und für uns das Tor zum ewigen Leben weit aufmacht“. Der Heiland komme, so der Papst, „um dem Werk des Bösen und all dem, was uns noch von Gott fern halten kann, seine Macht zu nehmen“.

Mit seinem Kommen unter die Menschen gebe Jesus einen Auftrag, der darin bestehe, ihm ähnlich zu sein und nach der Vollkommenheit zu streben, um in den Genuss der Schau Gottes, des höchsten Gutes, zu gelangen und den Weg auf Erden zu erleuchten. Die Geburt Jesu könne daher kein anderes Ziel haben als das, den Menschen die Ereignisse, die Welt und all das mit den Augen Gottes sehen und lieben zu lassen, was ihn umgibt: „Das zum Kind gewordene Wort hilft uns, die Handlungsweise Gottes zu verstehen, damit wir fähig sein, uns immer mehr von seiner Güte und unendlichen Barmherzigkeit verwandeln zu lassen“.

„Wir müssen uns daran gewöhnen, Gott wahrzunehmen“, so Benedikt XVI. in freier Rede den heiligen Irenäus kommentierend. Eine der Lieblingsvorstellungen des Heiligen bestehe darin, dass Gott den Menschen zur Ähnlichkeit mit ihm selbst berufe und der Mensch ihn daher nachahmen müsse. „Der Mensch sieht Gott nicht, er kann ihn nicht sehen, doch der Mensch, der Gott nicht sehen kann, sieht Jesus, und so beginnt er die Wahrheit zu sehen und zu leben. Dem heiligen Irenäus folgend lud der Papst die Christen ein, sich daran zu gewöhnen, Gott wahrzunehmen, „der normalerweise fern ist von unserem Leben, unseren Vorstellungen, unserem Handeln“. In Christus „ist Gott mitten uns gekommen, und wir müssen uns daran gewöhnen, bei Gott zu sein“, wie dieser es getan habe, als er mitten unter die Menschen und in ihre Armut und Gebrechlichkeit gekommen sei.

Benedikt XVI. betonte dann die Krippe als das für die Weihnachtszeit charakteristische Zeichen und erinnerte daran, dass auch die große Krippe auf dem Petersplatz fast fertig sei. Sie zeige sich in einem ideellen Sinne Rom und der ganzen Welt und stelle die Schönheit des Geheimnisses Gottes dar, „der Mensch geworden ist und sein Zelt mitten unter uns aufgeschlagen hat“.

Die Krippe „ist Ausdruck unserer Erwartung, aber auch der Danksagung an den, der beschlossen hat, unser Menschsein in Armut und Einfachheit zu teilen“. Der Papst brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Tradition der Krippe lebendig bleibe und sogar in den Häusern und an den Arbeitsplätzen wiederentdeckt werde.

„Dieses echte Zeugnis des christlichen Glaubens möge auch heute allen Menschen guten Willens ein eindrucksvolles Bild der unendlichen Liebe des Vaters zu uns allen bieten“, so der Papst abschließend. Benedikt XVI. übermittelte allen seine persönlichen Weihnachtswünsche:

„Inmitten der frenetischen Aktivitäten von heute schenke uns diese Zeit ein wenig Ruhe und Freude und lasse uns mit den Händen die Güte unseres Gottes berühren, der zum Kind wird, um uns zu retten und unserem Weg neuen Mut und neues Licht zu geben!“

Die Pilger aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ganz herzlich grüße ich die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Wir freuen uns über den weihnachtlichen Schmuck in unseren Städten und Häusern. Aber lassen wir das nicht Äußerlichkeit sein, die veräußerlicht, sondern bereiten wir uns inwendig für die Schönheit Gottes, versuchen wir inwendig uns zu reinigen, so daß Gott in uns Platz finden kann. Der Herr segne euch alle und schenke euch allen ein gnadenreiches Weihnachtsfest.

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Verfasst am: Mi Dez 22, 2010 5:29 pm



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