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Schabbat-Lesung und Kommentar
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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Sa Jan 01, 2011 11:01 am Antworten mit Zitat

„WA’ERA – Und Ich erschien“
2. Mose 6,2 bis 9,35; Hesekiel 28,25 29,21
Kommentar:
Die Parascha (Wochenlesung) dieser Woche aus 2. Mose 6 - 9 spricht von dem Beginn des Weges in die Freiheit. Das überwältigend Neue: Der Gott JHWH offenbart sich mit Namen! Gott sagt zu (Verse 6 und 7), dass Er sie, das Volk, herausführen, erretten, erlösen und als SEIN Volk annehmen will. So lautet die Reihenfolge der Befreiung, die im übertragenen Sinn auch für den Einzelnen gilt: Die Befreiung aus der Sklaverei und Gefangenschaft der Sünde.
Dem Menschengott (Pharao) tritt Mose als Vertreter Gottes entgegen, von dem gesagt wird: „Siehe, ich habe dich dem Pharao zum Gott gesetzt“ (7,1). GANZ Ägypten spricht: ALLE Welt sieht die großen Gerichte (7,4).
So handelt Gott auch heute vor den Augen der Völker durch die Rückkehr der Juden aus der Diaspora, die laut Jeremia 23,7 den Auszug aus Ägypten bei weitem übertrifft. Wunder über Wunder geschehen – mit Seinem Volk, sichtbar für alle Weltvölker, um Seinen Namen zu verherrlichen. Nach der großen Einwanderungswelle von 1,2 Mio. Juden aus der ehemaligen Sowietunion hörten wir kürzlich, dass nun auch Juden aus Nordindien (Manupir), die sogenannten Söhne Manasse „Bne Menasche“ und die „vergessenen Juden aus Kaifeng“ heimkehren. Christen helfen ihnen dabei (Jesaja 49,22).
Der Gott und Herr der Heerscharen will sich den Völkern auch durch das Geschehen mit Seinem Volk Israel zu erkennen geben (Hesekiel 5,Cool. Die Neugeburt des Staates Israel wurde für jeden, der es fassen wollte, zum Wunder des vergangenen Jahrhunderts. „Wenn Ich das Haus Israel aus den Völkern sammle, unter die sie zerstreut worden sind, und Ich Mich an ihnen vor den Augen der Nationen als heilig erweise .... Und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin, ihr Gott.“ So schreibt Hesekiel in unserem Prophetenabschnitt, Kapitel 28,25ff.
Als die Plagen über Ägypten hereinbrechen, sieben von zehn in unserer Lesung, nehmen sie von Mal zu Mal an Härte und Strenge zu. In Kapitel 8 Vers 18 lesen wir von einer „besonderen Behandlung“, die Gott seinen Kindern zukommen lässt: Die Kinder Israel konnten weiter gutes Wasser in Goschen trinken, als in ganz Ägypten Blut in den Flüssen floss. Auch gab es dort weiterhin Licht, als die Finsternisplage zuschlug. So wurden sie vor dem Übel bewahrt, wie heute auch Gottes Kinder in einer von Finsternis geprägten Welt bewahrt werden.
Die erste Plage bestand gezielt aus Blut im ägyptischen Fluss Je’or, welcher heute als Nil bezeichnet wird. Sie war eine klare Erinnerung an das Blut der hebräischen männlichen Babies, die nach ihrer Geburt in diesen Fluss hineingeworfen wurden.
Vor einer jeden Plage hörte der am Herzen verhärtete Pharao den herausfordernden Befehl: „Sende mein Volk, so dass sie mir dienen!“ (hebr. schlach et ami, she-ja’awduni! ) Sind wir nun Freie oder sind wir Diener?
Von der Knechtschaft der Sünde zur Knechtschaft des HERRN! Wir bleiben Knechte (im Hebräischen ist Diener, Knecht und Sklave ein Wort: ‘ewed’). Die Frage ist nur: Wessen Knechte? Das Neue Testament lehrt uns, dass wir nicht zwei Herren dienen können. „Lass mein Volk ziehen!“ lässt sich leicht fordern. Dazu gehört aber auch das andere, was weniger populär ist: „...damit sie mir dienen.“ Nach unserer Errettung / Befreiung liegt es also an uns, unseren Teil zu tun: Ihm zu dienen!
Unsere Lesung endet in Kapitel 9,27 mit einer Plage, die Siebte, die endlich - wenn auch nur vorübergehend - das verhärtete Herz Pharaos weich macht: „Diesmal habe ich gesündigt. Der HERR ist der Gerechte, ich aber und mein Volk sind die Schuldigen.“ Doch das Wort „diesmal“ (hebr. ha paam) gefiel dem HERRN noch nicht. Er musste bis zum völligen Zerbruch weitergehen.
Gelehrte fragen sich, warum Gott immer wieder das Herz Pharaos verhärtete? Im Neuen Testament, Römer 9, finden wir die Antwort. „Denn die Schrift sagt zum Pharao: "Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an dir erweise und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde." Also nun: Wen er will, dessen erbarmt er sich, und wen er will, verhärtet er.“ (Verse 17 und 1Cool Das ist Chefsache!

Michael Schneider
Die vollständige Version der Schabbat-Kommentare erscheint demnächst in Buchform!

http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=179&nid=22542
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Verfasst am: Sa Jan 01, 2011 11:01 am



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