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Marty Lutherman



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Anmeldedatum: 08.01.2017
Beiträge: 1112
Wohnort: Radevormwald
BeitragVerfasst am: Mo Jan 16, 2017 7:38 pm Antworten mit Zitat

Heute kämpfen die christlichen Kirchen in Europa um ihre Existenz. Ein Umstand, den sich vor 30 Jahren kaum jemand hätte vorstellen können.

Es gibt viele Gründe für diese Existenzkrise. Im Vordergrund stehen die geistige Emanzipation der Menschen und die neuen Erkenntnisse auf allen Ebenen. Viele Phänomene, die früher nicht erklärbar waren, interpretierten die Religionen mit übersinnlichen oder metaphysischen Argumenten.

Heute jedoch wirken diese Erklärungen der Kirchen nicht mehr plausibel. Oder sie lassen sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen widerlegen. Deshalb haben alle Religionen ein Glaubwürdigkeitsproblem. Heute sind wir ziemlich unabhängig von Gott oder den Göttern. Wir wissen, dass wir sterblich bleiben. Um das Leben zu verlängern und den Tod hinauszuzögern, verlassen wir uns nicht mehr auf Gott, sondern auf die Götter in Weiss.
Ein weiterer Aspekt für die Krise der meisten Glaubensgemeinschaften liegt im Kern ihrer Heilslehren. Was diese uns vermitteln, ist in der heutigen Zeit weder glaubwürdig noch nachvollziehbar.
Nehmen wir Jesus als Beispiel und hinterfragen seine biblische Biographie. Nüchtern betrachtet sieht dann seine Geschichte so aus:

Der Wanderprediger wurde von seinen Jüngern als Sohn Gottes verehrt. Als er ans Kreuz geschlagen wurde, kamen sie in Erklärungsnot. Es kann doch nicht sein, dass der Sohn Gottes von den verhassten Römern zum Tod verurteilt wird.

Also suchten sie nach einer religiösen Erklärung. Diese lautete: Aus Liebe zu uns Menschen opferte Gott seinen Sohn. So wurde der jämmerliche Tod von Jesus zur Heldentat uminterpretiert.

Diese Vorstellung wirft Fragen auf: Wieso soll Gott seinen Sohn opfern? Lässt ein Vater sein Kind derart quälen? Gibt es keinen humaneren Weg, die Liebe zu demonstrieren?

Und: Weshalb soll Gott uns Menschen seine Liebe beweisen? Wenn er dies auf sinnvolle Weise tun wollte, könnte er Gerechtigkeit auf die Erde bringen. Oder dafür sorgen, dass das Leiden besser verteilt wird. Und beispielsweise nicht Kleinkinder an Krebs sterben.

Doch zurück zu Jesus. Da dieser als göttliches Wesen nicht sang- und klanglos sterben konnte, liessen ihn seine Jünger und Autoren der Bibel wieder von den Toten auferstehen.

Doch damit schufen sie ein neues Problem: Was macht man mit einem auferstandenen Sohn Gottes, der hingerichtet wurde, weil er sich als göttliches Wesen ausgegeben hatte? Er und seine Jünger wären wohl weiterhin in Teufels Küche gekommen. Also musste Jesus rasch verschwinden. Und zwar dorthin, wo er angeblich hergekommen war: in den Himmel.
Sicher ist aber, dass die Geschichte von Jesus der Stoff ist, aus dem Märchen sind. Märchen, die Kinder so sehr lieben, weil sie ein Türchen ins Paradies öffnen. Sie erlauben eine geistige Flucht aus der garstigen Welt, in der Schmerzen und Leid zum Alltag gehören.

Der Glaube an Wunder ist ein Ventil, um die Unwegsamkeiten des Lebens besser zu verkraften. Vielleicht müsste man die Geschichte von Jesus unter diesem Aspekt betrachten.

Die Flucht in den Glauben der Wunder gibt uns Menschen neue Hoffnung. Ähnlich war es bei den Urchristen, die von den Römern verfolgt und gequält worden waren und darauf warteten, dass Jesus oder Gott sie mit einem Wunder erlösen würde. Schliesslich glaubten sie, mit dem Wirken von Jesus habe die Endzeit begonnen, in der sie vom Jammertal befreit und ins Paradies geführt würden. Ein kapitaler Irrtum, wie wir 2000 Jahre später wissen.

Übrigens: Ein solcher Wunderglaube kennt auch der Islam, der Märtyrern 72 Jungfrauen im Paradies verspricht.
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Marty Lutherman



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BeitragVerfasst am: Fr Jan 20, 2017 3:25 pm Antworten mit Zitat

Insofern können sich also beide Seiten, Christen und Moslems, gelassen begegnen, denn sie müssen ihren Gottesglauben nicht leben. Alles ist nur Phantasie von Menschen.
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Marty Lutherman



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Anmeldedatum: 08.01.2017
Beiträge: 1112
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BeitragVerfasst am: So Mai 14, 2017 4:23 pm Antworten mit Zitat

Insofern können sich also beide Seiten, Christen und Moslems, gelassen begegnen, denn sie müssen ihren Gottesglauben nicht leben. Alles ist nur Phantasie von Menschen. Razz
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Marty Lutherman



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BeitragVerfasst am: Fr März 30, 2018 11:34 am Antworten mit Zitat

Thomas Tuchel wird nach Informationen der Bild am Sonntag und der Süddeutschen Zeitung nicht Nachfolger von Jupp Heynckes als Trainer beim FC Bayern München werden. Der frühere Coach von Borussia Dortmund stehe "bei einem anderen Topclub im Ausland im Wort. Damit kam Bayern für ihn nicht mehr infrage", berichtet die BamS. Dabei hatte man sich dem Bericht zufolge schon darauf geeinigt, Verhandlungen mit Tuchel aufzunehmen. Der Kicker berichtete am Sonntagmittag, dass Tuchel stattdessen einen Vertrag bei dem englischen Club FC Arsenal unterschrieben hat und dort auf Arsène Wenger folgt.

Über die Nachfolge von Heynckes wird seit Monaten spekuliert. Tuchel war unter anderem deswegen im Gespräch, weil er von Heynckes selbst sehr geschätzt wird. Er galt als Favorit für die Nachfolge. Tuchel ist derzeit ohne Arbeitgeber und daher nicht gebunden.

Heynckes hatte sich kürzlich zu seiner eigenen Zukunft geäußert. "Ich habe bislang noch nie definitiv gesagt, dass ich am 30. Juni aufhören werde", sagte der Bayern-Trainer. Diese Bemerkung bedeutet keine Abkehr von seiner Ursprungsaussage beim Amtsantritt im vergangenen Oktober, als Heynckes von einer "Hilfsaktion bis zum Saisonende" sprach.

Auch Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte sich im Stadionmagazin zur ungeklärten Trainerfrage geäußert. "Wir betrachten sehr entspannt und zum Teil auch amüsiert, was da so alles spekuliert wird", schrieb der Vorstandschef.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung versuchten Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidžić am Freitag in einer Telefonkonferenz vergeblich, Tuchel zur Übernahme des Bayern-Jobs zu überreden. Das konkrete Münchner Interesse kam demnach aber zu spät: Am Tag zuvor hatte Tuchel die Bayern davon in Kenntnis gesetzt, dass er das Angebot eines anderen europäischen Topvereins annehmen werde.
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Christentum für Sie in Frage kommt, schauen Sie einfach mal in den "Heils-Supermarkt". Sie werden eine große Auswahl an Richtungen finden, die alle für sich in Anspruch nehmen, die reine Lehre Christi zu verbreiten und den einzig möglichen Weg zum Heil zu zeigen.
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Verfasst am: Fr März 30, 2018 11:34 am



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