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Amnesty: Viele Staaten treten Menschenrechte mit Füssen
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Fr Mai 30, 2008 7:10 pm Antworten mit Zitat

Die Generalsekretärin von Amnesty International, Irene Khan, präsentiert den Jahresbericht 2008.

"Ungerechtigkeit, Ungleichheit und die Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen charakterisieren die Welt von heute. Die Regierungen müssen jetzt handeln, um die klaffende Lücke zwischen Versprechen und Realität zu schliessen." Dies sagte Generalsekretärin Irene Kahn bei der Vorstellung des Jahresberichts 2008 von Amnesty International am Mittwoch in London.

Auch 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte enthalten gemäss Amnesty zahlreiche Staaten ihren Bürgern grundlegende Rechte vor. Nach dem neusten Jahresbericht gibt es in 81 Staaten Fälle von Folter und entwürdigender Behandlung. In 45 Ländern sassen Menschen allein aus politischen Gründen in Haft; in 24 Staaten kam es zu insgesamt 1'252 (dokumentierten) Hinrichtungen. Die Presse- und Meinungsfreiheit wurde in 77 Staaten missachtet, in 54 Staaten kam es zu unfairen Gerichtsverfahren.

Amnesty fordert die Regierungsverantwortlichen auf, sich für ihre Versäumnisse im sechzigsten Jubiläumsjahr der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu entschuldigen und konkrete Verbesserungsmassnahmen vorzuschlagen. Die grösste Gefahr für die Menschenrechte sieht ai darin, dass der Staatengemeinschaft eine Vision fehlt, die alle teilen, ebenso fehle eine gemeinsame Führungsrolle.

Der Westen lässt unmenschliche Regimes gewähren
Das Jahr 2007 sei geprägt durch die Unfähigkeit der westlichen Regierungen und die ambivalente oder zögerliche Haltung der aufstrebenden Länder, die Menschenrechtskrisen in Darfur, in Simbabwe, im Gazastreifen, im Irak und in Myanmar zu bewältigen. "Es sind die festgefahrenen Konflikte und die wachsende Ungleichheit, welche Millionen von Menschen ohne Zukunft zurück lassen", erklärte Irene Kahn.

Enttäuscht zeigt sich ai über die Versprechen Chinas, die Menschenrechtslage mit Blick auf die Olympischen Spiele zu verbessern. Rechtsverletzungen hätten stattdessen teilweise zugenommen. Vor allem Menschenrechtsverteidiger würden drangsaliert. Im Kapitel über die Schweiz kritisiert der Jahresbericht das fremdenfeindliche Klima, das mit den Wahlplakaten der SVP geschürt worden sei.

Zahllose Verstösse gegen die Religionsfreiheit
Den Verfassern der Menschenrechtserklärung von 1948 war die Religionsfreiheit ein besonderes Anliegen. Ihre Missachtung sechs Jahrzehnte später kritisierte bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin die deutsche Generalsekretärin Barbara Lochbihler. Artikel 18 der Menschenrechtserklärung nennt die Religionsfreiheit gemeinsam mit der Gewissens- und Gedankenfreiheit. Hierbei handelt es sich um einen Ausdruck der innersten Überzeugung des Menschen. Dieses Recht schliesst "die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln", sowie Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat zu bekennen.

Anhaltende Repression in Asien…

Enttäuscht zeigt sich ai über die Versprechen Chinas, die Menschenrechtslage mit Blick auf die Olympischen Spiele zu verbessern.

Der Amnesty-Jahresbericht dokumentiert unzählige Verstösse aus dem vorigen Jahr gegen einzelne oder mehrere dieser Rechte und nennt Staaten wie China, Pakistan, Irak, Iran, Birma oder Ägypten. Betroffen sind vor allem Angehörige religiöser Minderheiten. Dabei kommen Staaten entweder nicht ihrer Schutzpflicht nach oder sie verfolgen die Glaubenden aus ideologischen Gründen aktiv - wie Nordkorea. Dort drohen Personen, die sich öffentlich oder privat religiös betätigen, Gefängnis, Folter und Hinrichtung.

Für den Olympia-Veranstalter China konstatiert Amnesty: "Nach wie vor dürfen Millionen von Menschen ihre Religion nicht frei ausüben." Gegen Anhänger der spirituellen Bewegung Falun Gong, uigurische Muslime, tibetische Buddhisten und Mitglieder offiziell nicht zugelassener christlicher Kirchen geht China am härtesten vor.

…und Schikanen in der islamischen Welt
Übergriffe müssen Christen aber auch in vielen Staaten der islamischen Welt erdulden. In Pakistan sorgten Behörden nicht für ausreichenden Schutz. In Ägypten müssten die koptischen Christen laut Amnesty weiterhin in allen Lebensbereichen mit Diskriminierungen leben. Neben der sozialen Isolation, die viele Konvertiten vom Islam zum Christentum erleiden, kritisiert die Menschenrechtsorganisation Schikanen von Behörden. Aus dem Iran berichten die Menschenrechtler von einer Prügelstrafe für ein Ehepaar, das zum Christentum übertrat.

http://www.jesus.ch
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Verfasst am: Fr Mai 30, 2008 7:10 pm



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