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Vor Olympia: Christliche Demonstranten in Peking abgeführt
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
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BeitragVerfasst am: Sa Aug 09, 2008 3:06 pm Antworten mit Zitat

Vor Olympia: Christliche Demonstranten in Peking abgeführt


Chinas Staatspräsident Hu Jintao lässt Bushs Kritik zurückweisen: "Chinesische Bürger genießen Religionsfreiheit." Foto: Wikipedia/Helene C. Stikkel
P e k i n g / B a n g k o k (idea) – Einen Tag vor Beginn der Olympischen Spiele sind drei Christen aus den USA auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens von Sicherheitskräften entfernt worden. Sie wollten dort am 7. August mit einer Gebetswache auf Einschränkungen der Religionsfreiheit in der Volksrepublik aufmerksam machen.
Polizisten in Zivil unterbrachen eine improvisierte Pressekonferenz mit dem Direktor der Christlichen Verteidigungs-Koalition, Patrick Mahoney (Washington). Die Sicherheitskräfte verdeckten Kameras und Mikrophone und führten die Christen ab. Mahoney sagte, seine Mitstreiter und er wollten jenen Chinesen eine Stimme geben, die wegen ihres Glaubens eingesperrt seien. Außerdem wolle man friedlich beten. Nach Angaben des Direktors des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn), sind zurzeit in China rund 2.000 Leiter staatlich nicht anerkannter Hausgemeinden in Haft. Der US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit zufolge sind allein im vergangenen Jahr annähernd 700 protestantische Pastoren aus Hauskirchen festgenommen worden.

Bush kritisiert mangelnde Religionsfreiheit
Unterdessen hat US-Präsident George W. Bush während seiner Reise zu den Olympischen Spielen die Inhaftierung von politischen Dissidenten und Gläubigen in der Volksrepublik kritisiert. In einer Rede in der thailändischen Hauptstadt Bangkok, die vom Weißen Haus vorab veröffentlicht wurde, betonte Bush am 7. August, dass auch den Bürgern Chinas die fundamentalen Freiheitsrechte zustünden. „Ich habe deutlich, offen und anhaltend mit den politischen Führern Chinas über Religionsfreiheit und Menschenrechte gesprochen“, heißt es in Bushs Redetext. Wiederholt habe er politische Dissidenten sowie Aktivisten für Menschenrechte und Religionsfreiheit empfangen. Er halte es für einen Fehler, Menschen nicht zu erlauben, sich frei und ungehindert zu Gottesdiensten zu versammeln. Bush nimmt am 8. August in Peking an der Eröffnung der Olympischen Spiele teil, schaut beim Basketballspiel zwischen China und den USA zu und besucht am Sonntag einen Gottesdienst in Peking.

Regierung: In China herrscht Religionsfreiheit
Danach trifft er mit Chinas Staatspräsident Hu Jintao zusammen. Die Pekinger Regierung hat unterdessen Bushs Kritik zurückgewiesen. „Chinesische Bürger genießen Religionsfreiheit. Das ist eine unbestreitbare Tatsache“, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums. Chinas Regierung weise jede Einmischung in innere Angelegenheiten zurück, auch wenn dazu Menschenrechte, Religion und andere Themen herangezogen würden.

Olympia darf Menschenrechte nicht überdecken
Die Bundesregierung wird bei den Olympischen Spielen nicht mit Kanzlerin Angela Merkel, sondern mit Innenminister Wolfgang Schäuble und Verteidigungsminister Franz Josef Jung vertreten sein. Einige deutsche Athleten wollen aus Protest gegen Menschenrechtsverletzungen Chinas der Eröffnung fernbleiben. Verständnis dafür hat der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), in der Presse geäußert. Die Diskussion über Menschenrechte und Internetzensur dürfe nicht vom „olympischen Rummel“ überdeckt werden. Von den schwarzen Armbändern mit der Aufschrift „... dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen“ (aus Psalm 85), die die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann angeregt hatte, sind bereits 226.000 Stück bestellt worden. Sie sollen während der Olympischen Spiele sowie der Paralympics als Zeichen des Protests gegen Menschenrechtsverletzungen in China und Tibet getragen werden. Bei den olympischen Wettkämpfen dürfen Sportler sie jedoch nicht zeigen.

Kardinal: Was besser wäre als Olympia-Gold
Mit gemischten Gefühlen fährt der stellvertretende katholische Bischof von Hongkong, John Tong Hon, zu der Olympia-Eröffnung. Eine Anzahl chinesischer Bischöfe sei festgenommen oder unter Hausarrest gestellt worden. Sein Vorgesetzter, der regimekritische Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, wurde nach Angaben der ökumenischen Nachrichtenagentur ENI nicht eingeladen. Er hatte unter anderem erklärt, eine Aufarbeitung der blutigen Niederschlagung der Studentendemonstrationen auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens vom Juni 1989 wäre eine größerer Sieg für das chinesische Volk als der Gewinn olympischen Goldes.

Allianz: 2.000 Gemeindeleiter in Haft
Über die Zahl der Christen in China gibt es unterschiedliche Einschätzungen. China-Experten gehen von bis zu 80 Millionen aus, von denen sich die meisten in nicht registrierten Hausgemeinden versammeln, weil sie sich der Kontrolle des Staates nicht unterwerfen wollen. Die staatlich anerkannte Drei-Selbst-Bewegung und der Chinesische Christenrat repräsentieren nach offiziellen Angaben etwa 18 Millionen Protestanten. Von den etwa 20 Millionen Katholiken gehören rund sechs Millionen einer regimetreuen Kirche an.

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Verfasst am: Sa Aug 09, 2008 3:06 pm



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