Einloggen, um private Nachrichten zu lesen 
Benutzername: Passwort:   
  Christliche-Teestube (Forum.)
  Hier sind verschiedene aktuelle Themen.
Index  FAQ  Suchen  Mitgliederliste  Benutzergruppen  Profil  Registrieren

     Intro     Portal     Index     
Menschen verurteilen Gott.
Gehe zu:  
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Christliche-Teestube (Forum.) Foren-Übersicht » Erlebt - Erlebnisse mit Gott
Autor Nachricht
Golf_Variant



Offline

Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mo Okt 15, 2007 1:55 am Antworten mit Zitat

Am Ende der Zeiten versammeln sich Millionen Menschen vor dem Thron Gottes. Die einen schauen ängstlich in das gleißend-helle Licht. Die anderen kümmert das alles nichts. Sie stehen in Gruppen zusammen und diskutieren hitzig miteinander. Sie haben nur ein Thema:

Wie kann Gott das Leid zulassen, das die Menschen jetzt im Lebensrückblick so aufgehäuft und erdrückend sehen. "Das soll ein Gott der Liebe sein? Wie kann er über uns zu Gericht sitzen. Was versteht er schon von unserem Leid? Hat er denn jemals leiden müssen?" faucht eine alte Frau mit schneidender Stimme. Sie zieht ihren Ärmel hoch und zeigt die eintätowierte Nummer eines Konzentrationslagers.

Ein farbiger junger Mann öffnet aufgeregt seinen Hemdkragen: "Schaut euch das an", fordert der die Umstehenden auf und zeigt seine Wundmale am Hals, Male eines Stricke: "Gelyncht haben sie mich, nur weil ich schwarz bin und nicht weiß. In Sklavenschiffe hat man uns verschleppt. Von unseren Liebsten wurden wir getrennt. Wie Tiere mussten wir arbeiten. Soll das ein Gott der Liebe sein?"

Ein junges Mädchen starrt still und teilnahmslos vor sich hin. Auf ihrer Stirn ist das Wort zu lesen: "Unehelich".

Überall kommt jetzt ärgerliche Stimmung auf. Die Leute sind empört. Und jeder richtet seine Klage gegen Gott, weil er das Böse, das Leid, das Unrecht in der Welt zugelassen hat. Das will ein Gott der Liebe sein?" Wie gut hast du es doch, Gott", sagen sie alle. "Wie gut hast du es in deinem Himmel in all der Schönheit und Helligkeit. Bei dir gibt es keine Tränen, keine Angst, keinen Hunger, keinen Hass, kein Leid. Ja, du hast es gut. Aber wir? Kannst du dir überhaupt vorstellen, was der Mensch auf dieser Erde alles erdulden muss? Was es heißt Leid zu ertragen und Tränen zu weinen? Schließlich führst du Gott, doch ein behütetes und beschauliches Dasein..." So reden die Leute vor dem Thron Gottes.

Und plötzlich hat jemand eine Idee: "Wir wollen Gott den Prozess machen. Wir wollen ihn verurteilen". Jeder der Gruppe wählt sich einen Sprecher. Es ist immer derjenige, der in seinem Leben am meisten gelitten hat. Da ist ein Jude, ein Schwarzer, eine uneheliche Tochter, aus Unberührbarer aus Indien, ein entstellter Leprakranker, ein Bombenopfer, ein Gefolterter aus den Arbeitslagern Sibiriens. Sie diskutieren aufgeregt miteinander. Und dann sind sie alle bei der Formulierung der Anklage gegen Gott einig: Bevor Gott das Recht hat, über uns zu Gericht zu sitzen, soll er erst mal ertragen, was wir Menschen auf Erden an Leid erdulden mussten. Gott soll dazu verurteilt werden, auf dieser Erde zu leben. Als Mensch.

Weil Gott aber Gott ist, stellen die Menschen in ihrem Prozess bestimmte Bedingungen: Er soll keine Möglichkeit haben, sich aufgrund seiner göttlichen Natur selbst zu helfen. Er soll als Jude geboren werden. Damit soll er sehen wie das ist, als Jude leben zu müssen. Die Legitimität seiner Geburt soll zweifelhaft sein. Unehelich im weltlichen Recht soll er geboren werden. Niemand soll wissen wer eigentlich sein Vater ist. Als ein solcher Mensch soll er versuchen, seinen Mitmenschen zu erklären, wer Gott ist. Ja, er soll mit dem Anspruch auf Erden kommen, selber Gott zu sein. Von seinen engsten Freunden soll er schließlich verraten werden, nachdem er nur drei Jahrzehnte unter Entbehrungen, Verfolgung, Hunger und Anfechtung gelebt hat. Mit falschen Anschuldigungen soll ihm der Prozess gemacht werden.

Ja, die Leute vor dem Thron Gottes übertrumpfen sich förmlich gegenseitig mit Vorschlägen, wie man Gott bestrafen soll. Schließlich soll er ja das erleiden, was ihnen in ihrem Leben widerfahren ist. Und zwar in geballter Form. Sein Prozess soll mit falschen Anschuldigungen geführt werden. Von einem voreingenommenen Gericht soll er verhört werden. Ein feiger Richter soll ihn aburteilen. Er soll erfahren, was es heißt, von allen Menschen verlassen und total einsam und hilflos zu sein. Er soll brutal gequält werden und dann grausam sterben. Und das in aller Öffentlichkeit. Eine Menge von Zeugen soll dabei sein; lachend, spottend, höhnend.

Die Menschen vor dem Thron Gottes sind sich einig: Gott soll auf dieser Erde alles das erleiden, was ihnen in der Zeit ihres Lebens widerfahren ist. Jeder Sprecher verkündet sein Urteil gegen Gott. Hart und erbarmungslos. Ein Prozess ohne Gnade

Und während ein Urteilsspruch nach dem anderen vorgetragen wird, geht plötzlich ein Raunen durch die Menge. Als der letzt sein Urteil fällt, wird es ganz still. Ein großes Schweigen macht sich breit. Ein betretenes Schweigen. Eine Stecknadel könnte man fallen hören. Alle, die Gott so grausam verurteilt haben, senken ihre Köpfe. Beschämt und erschüttert wenden sie sich ab. Keiner wagt mehr zu sprechen. Plötzlich weiß jeder dieser Leute, um was es hier geht.

Jedem ist klar: Gott hat die Strafe ja längst auf sich genommen. Das Urteil hat er ja längst getragen. Jesus kam in diese Welt. Als Sohn Gottes wurde er geboren. Von einer
Jungfrau in einem ärmlichen Stell. Jesus, als Jude geboren, in den Dreck der Welt gekommen. Er behauptete, Gottes Sohn zu sein. Aber die Menschen haben ihn verkannt, verlacht, verspottet und schließlich verurteilt. Jesus, in den letzten Stunden seines Lebens einsam, total verlassen, gequält und gemartert. Alles, was man sich an Leid und Ungerechtigkeit vorstellen kann, ist zusammengeballt auf diesen Einen.

Plötzlich wurde allen klar, die den angeblich so grausamen und selber leidenden Gott verurteilen wollen: Das Urteil ist ja bereits vollzogen. Gott hat das Leid bereits ertragen. Am eigenen Körper hat er es durchgemacht. In der Person seines Sohnes Jesus Christus. Wir brauchen Gott gar keinen Prozess mehr zu machen. Das Urteil ist bereits gefällt. Und es ist ein Urteil zu unseren Gunsten: "Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt."
_________________
Jesus sagt. Ich bin der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN, niemand kommt zum Vater (Gott) denn durch mich.
Johannes 14,6.
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Forenking





Verfasst am: Mo Okt 15, 2007 1:55 am



Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Christliche-Teestube (Forum.) Foren-Übersicht » Erlebt - Erlebnisse mit Gott


 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

phpBB skin developed by: John Olson
Impressum des Forums | Datenschutz | Kostenloses Homepage Forum von Forenking.com | Powered by © phpBB Group