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Ist christliche Rockmusik biblisch ???
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mo Nov 03, 2008 11:45 pm Antworten mit Zitat

Tue den Lärm deiner Lieder hinweg (Amos 5, 23)
- Argumente gegen christliche Rockmusik -

Ric Llewellyn, U.S.A.

WENN GOTT UMKEHR WIRKT...

Ehemaliger Leiter des "Jugend für Christus"- Chores denkt neu über Rock- und Popmusik

Die Liedtexte sind geistlich schwach.
Die Musik ist durch und durch fleischlich.
Der Charakter ist entschieden weltlich.
Religiöse Klischees ersetzen die Lehre.
Menschliche Empfindung verdrängt die Ermahnung.
Musik spielt unter Christen eine wichtige Rolle. Das war immer schon so, wird auch so bleiben und sollte so sein. Eph. 5, 18 und 19 zeigt, dass Musik hilfreich ist, weil sie geisterfülltes Leben erkennbar macht. Kol. 3,16 erweitert diese entscheidende Tatsache, indem sie die Art und Weise hervorhebt, in der Musik das geistliche Leben jedes Gläubigen bereichern
sollte.

Heute gibt es abseits von diesem biblischen Standard unter christlichen Jugendlichen eine musikalische Bewegung, Rock'n Roll genannt. Unsere jungen Leute sind mit dieser Rockmusik aufgewachsen und sehen nun keine Notwendigkeit, darauf zu verzichten. Zunehmend wird auch von älteren Gläubigen der Gedanke akzeptiert, dass die Rockmusik ein geeignetes biblisches Werkzeug zur Evangelisation der Verlorenen und zur Erziehung der Gläubigen sei. Ehemals widerstanden reifere Gläubige dem Eindringen der Welt in die Gemeinde. Nun aber verlangen viele gleichfalls die Musik, die ihre Söhne und Töchter wünschen - Rock. Jugendleiter und Pfarrer sehen sich wachsendem Druck ausgesetzt, Rock'n Roll in ihr Programm für junge Leute aufzunehmen, weil, so argumentiert man, doch damit "mehr Jugendliche erreicht werden könnten". Unter dieser Bewegung
und mit dieser Zustimmung und Popularität entstand die zeitgenössische
christliche Rock-Musik.

Für die geistliche Verfassung des gesamten Leibes des Herrn Jesu ist es
wesentlich, dass Christen aller Altersgruppen moderne christliche Rock-Musik
im Lichte des Wortes Gottes sorgfältig prüfen und dem Heiligen Geist
gestatten, unser Denken über Musik und die Rolle, die sie in unserem Leben
spielt, in Übereinstimmung mit dem Willen des Herrn zu bringen.

Moderne christliche Rock-Musik ist eine spezifische und leicht zu
identifizierende Art der Musik. Das Klangbild dieser sogenannten 'geistlichen
Rock-Musik' (Holy Rock) reicht vom sanften Poprock bis zum harten Rhythmus
des Rock'n-Roll und zum lächerlichen und wütenden Punk. Sie wendet sich an
Zuhörer zwischen 18 und 35 und stellt den Versuch dar, eine christliche
Erfahrungswelt zu schaffen, die sich an der modernen Rockkultur orientiert.
Billy Ray Hearn, der Besitzer der Sparrow Records und der Schöpfer von
ABC's Myrrh Label umschreibt moderne christliche Rockmusik folgendermassen:
"Wir greifen die Musik der Strasse auf und fügen christliche Texte hinzu."

Wenn man zwei Bereiche betrachtet, die durch die oben erwähnten Bibelworte
angedeutet werden, so kann man sagen, daß religiöse Rockmusik eine Bedrohung
für die Lebenskraft des Leibes Christi darstellt. Die christliche Jugend
wird mit biblisch unzureichendem, oberflächlichem, religiösem Emotionalismus
gefüttert, und die älteren Gläubigen werden zur Preisgabe schriftgemässer
Werte gezwungen, die die Grundlage für den Aufbau starker christlicher
Persönlichkeiten bilden.

Und weil es nur ein einziges Evangelium gibt, das imstande ist, den Sünder
zu retten, und von dem der Christ gehalten wird, so übernehmen die Verlorenen,
die von christlicher Rockmusik beeinflusst sind, nichts als religiöse
Fußangeln. Moderne christliche Rockmusik ist weder evangelistisch noch
erbaulich. Darum muss man etwas dagegen unternehmen! Sind Sie aber willens,
im Vertrauen auf den Herrn etwas zu tun ?

Das Wort Gottes sagt:

"Und berauscht euch nicht mit Wein, was eine Liederlichkeit ist, sondern
werdet voll Geistes - und redet miteinander in Psalmen und Lobgesängen
(Hymnen) und geistlichen Liedern und singet und
spielet dem Herrn in eurem Herzen . . ." Eph. 5,18 und 19.

"Seid auch dankbar! Das Wort Christi wohne reichlich unter euch; lehret und
ermahnet euch selbst mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern;
singet Gott lieblich in euren Herzen . . . Kol 3, 16.

Diese beiden Textstellen zeigen die in Betracht kommenden Bereiche:
1. die NATUR DER MUSIK und 2. die WIRKUNG DER MUSIK.
Wenn man ihre Natur untersuchen will, ist es wichtig, sich mit der Lyrik
(den Liedtexten), der musikalischen Gestalt und dem Charakter zu beschäftigen.
Und will man die Wirkung der Musik auf ihre Hörer recht einschätzen,
so sollte man die lehrhafte Seite und den persönlichen Eindruck den sie
hinterlässt miteinbeziehen.

Eph. 5,19 spielt an auf die drei Komponenten der Musik, die Ihre Natur
ausmachen, nämlich wenn wir ermahnt werden, miteinander in "Psalmen,
Lobgesängen (Hymnen) und geistlichen Liedern" zu reden.
Gewiss geschieht die Vermittlung von Gedanken, Gefühlen und Werten durch die
Lyrik am offenkundigsten. Dieser besondere Bestandteil geistlicher Musik wird
gekennzeichnet mit dem Ausdruck "Lieder". Unabhängig von der geistlichen
Form und dem Charakter der Musik sollte der Text geistlich orientiert sein,
und zwar hinreichend klar, damit eine geistliche Wahrheit schlicht vermittelt wird, und in Übereinstimmung mit der biblischen Offenbarung.Obschon in dieser Hinsicht nicht alle moderne christliche Musik schwach ist,muss doch das meiste davon aus Mangel an wahrem geistlichem Gehalt abgelehntwerden.

Man kann mit Worten eine Botschaft von der Reinheit, von der Verzweiflung
oder vom Nihilismus predigen. Texte christlicher Musik sollten geistlich
sein, nicht bloss religiös. John Styll, ein Veranstalter christlicher
Rockkonzerte, erkennt zwar die klischeehaften und simplifizierenden Texte,
die diese Musik charakterisieren. Aber sein Heilmittel dagegen heisst:
Man muss eben "schärfere und wahrhaftigere Aussagen über den menschlichen
Zustand machen". Der zentrale Ausgangspunkt eines geistlichen Liedes sollte
jedoch der Herr Jesus Christus selber sein. Er ist unser Leben, wenn anders
wir mit ihm auferstanden sind (Kol. 3, 1-4). Unsere Herzen, Häupter und
Hände sollten zum Himmel erhoben sein - und das nicht nur im Bekenntnis
allein, sondern auch in unserer Lebensweise.

Die Musik, der wir lauschen, sollte uns bei unserer himmlischen Neigung
stärken. Und die Worte eines Liedes sollten die praktische Unterwerfung
unter Gottes Gebote in all unseren persönlichen Angelegenheiten fördern.
Bei ihren familiären Beziehungen (Kol. 3, 18-21), in ihren Beziehungen bei
der Arbeit (Kol. 3, 22-24), bei all ihren zwischenmenschlichen Beziehungen
(Eph. 5, 21 ) müssen die Heiligen für den Heiligen Geist empfänglich und
bereit sein, den Willen des Herrn zu tun. Es sollte in unserem Leben
wahrhaftig zu erkennen sein, wenn wir Jesus Christus als persönlichen
Heiland haben.

Nur allzu häufig ist das nicht die Haltung, die durch moderne christliche
Musik begünstigt wird.
Typisch für die oberflächliche Ansicht vom neuen Leben in Christus und
charakteristisch für die christIiche Rockmusik ist "What a Difference You've
Made" von Archie Jordan, gesungen von Amy Grant. Die "Difference"
(der Unterschied), die Christus hier zustandebringt, ist: "He is my sunshine
day and night" (Er ist mein Sonnenschein Tag und Nacht) und "He replaced all
the broken parts (in my heart)" (Er ersetzte alle zerbrochenen Teile meines
Herzens). Diese Karikatur christlichen Lebens ist jämmerlich geringwertig
gegenüber den herrlichen praktischen "Differences" die der Christus der
Bibel seinen Kindern gebracht hat.

Vielleicht stimmt es, dass Musik eine Kunstform ist. Doch im selben Mass wie
christliche Musiker nach und nach "artistischer" werden, wird auch die
Textgestalt moderner christlicher Musik mehr und mehr verdunkelt, bis sie
schliesslich keinen eigentlichen substantiellen Wert mehr aufweist. Texte
werden dann so allegorisch, dass eine wahre geistliche Lehre kaum noch zu
erkennen ist. Diese Unbestimmtheit öffnet vielen ungenauen Deutungen eines
Liedes Tür und Tor, was das Übernehmen unbiblischer und sogar antibiblischer
Lehren begünstigt.

"Fairytale" von Brown Bannister stellt das Leben ohne Christus verschwommen
als Peter-Pan-Phantasie dar, was die biblische Lehre von der realen Tatsache
entwertet, dass wir stets unter dem Zorn Gottes leben. Wenn die Erlösung
verglichen wird mit dem Kuss eines Prinzen, den er einer schlafenden Schönheit
gibt, so entsteht Raum für jegliches "christliche" Konzept von der
Wiedergeburt. Die Korinther wurden ermahnt, schlicht zu reden, damit die
Gemeinde erbaut würde (1. Kor. 14, 6-12). Und jene Mahnung ist heute noch so
beherzigenswert wie vor 1900 Jahren. Der Text christlicher Musik muss auch
übereinstimmen mit der biblischen Wahrheit. Ein christlicher Musiker darf
für sich keine künstlerische Freiheit beanspruchen, wenn er Gottes Wort und
die darin geoffenbarten Wahrheiten verwendet. Don Franciscos "Too Small a
Price" paraphrasiert das Gespräch der Verbrecher, die zusammen mit dem Herrn
Jesus gekreuzigt wurden, recht frei (Luk. 23), was zu substantiellen
Änderungen des biblischen Berichtes führt. Der zuverlässige und wahrhaftige
Bericht, den Gott uns hinterlassen hat, mag in der Tat wenig geeignet zum
Besingen oder vielleicht kaum marktgängig sein in unserer modernen
Rock-Kultur. Trotzdem muss ein christlicher Musiker der beansprucht, für den
Herrn zu singen, äusserst sorgfältig jeden Anschein von Konflikt zwischen
seiner LP und dem göttlichen Bericht vermeiden. Aus dem Text im Epheserbrief
ergibt sich die zweite Komponente, die ein Christ beachten sollte, wenn er
Musik auswählt - die musikaIische Gestalt. Das Arrangement der musikalischen
Noten ist kein untergeordneter Bestandteil geistlicher Musik. Studien
haben zu dem Schluss geführt, dass die musikalische Gestalt den Hörer physisch,
emotional und geistlich packt. Das gleiche Prinzip lasst sich in der Schrift
in 1. Sam. 16, 14-23 sehen. David spielte ergreifend vor Saul, und dieser
erfuhr physische, emotionale und geistliche Erneuerung (V. 23). Die
Arrangements, die den Softrock charakterisieren, verursachen emotionale und
seelische Reaktionen, die vom Hörer unter Umständen nicht wahrgenommen werden.
Die lauten, peitschenden Synkopen des harten Rock'n Roll führen zu
unfreiwilligen physischen Reaktionen, über die der Hörer keine Kontrolle hat.
Geradeso wie der natürliche Mensch beruhigt werden kann (wie z.B. Saul),
so können die natürlichen Seiten des Menschen auch bombardiert und manipuliert
werden, bis antigeistliche Wirkungen hervorgebracht werden. Zwar ist es nicht
so, dass christlicher Rock zur Verübung von Selbstmord oder Massenmord
beigetragen hatte, wie das bei einer weltlichen Rockmusik der Fall ist,
doch wurde das geistliche Leben zerfressen und Fleischlichkeit propagiert.
Sobald sich der Christ seiner fleischlichen Natur nähert, d.h. dem
natürlichen Menschen, wird wahres geistliches Leben abgeschreckt.
Statt sein Gemüt auf die göttlichen Dinge auszurichten, wird der Gläubige
geistlich sabotiert. Das Arrangement der musikalischen Noten sollte nicht
die Botschaft überschatten, die der Text vermittelt, sondern diese
unterstreichen. Wird aber der Stil benutzt, der für den weltlichen Pop
und Softrock charakteristisch ist, so nimmt der Emotionalismus überhand und
verdrängt im wesentlichen das was wahrhaft geistlich ist.

Der unter der Bezeichnung "Heavy Metal" bekannte Hardrockstil ist zunächst
einmal laut.
"Headbangers" (=Kopftrommler) ist ein überaus passender Spitzname für die
Heavy-Metal-Band.
Stryper fasst diese Facette des "religiösen Rocks", wie sie ihre Musik
marktgängig bezeichnen, mit dem Ausdruck "Attacke" zusammen.
Ein weltliches Musikmagazin stellte fest; Stryper sei "vom ersten donnernden
Gitarren-Griff bis zum letzten heiligen Schrei" eine glaubwürdige Metal-Band.
Bobby Sweet, der Drummer von Stryper, räumte im Magazin "Rock" ein,
"Rock'n Roll erzeuge eine machtvolle Musik und berühre das Leben
der Menschen". Als diese christlichen Musiker Christus dem Heavy-Metal-Sound
und - Look unterwarfen, verdrängten sie damit die Noten, das Arrangement und
die Darbietung der Botschaft der Band. Die letzte und dunkelste Komponente
in der Natur der Musik ist ihr Charakter. Das ergibt sich aus dem Wort
"Hymnen" in Eph. 5,19. Es ist schwieriger, den Charakter der Musik zu
definieren, aber nicht weniger schwierig, ihn zu beurteilen. Ein Hörer
könnte daraus Unerbietigkeit, Universalismus, oberflächliche Religiosität,
Neoevangelikalismus oder einen charismatischen Charakter entnehmen.
Man betrachte darauf hin einmal "SERVANT" eine christliche Rockband, die
durch nervösen, rhythmisch scharfen Rock und eine aggressive Bühnenshow"
gekennzeichnet ist. Ihre Show ist nicht nur "erfüllt von der Heilsbotschaft",
sondern diese wird erweitert durch Rauchbomben und Lichteffekte. Ihre 83er
Tournee wurde als die "grösste christliche Rock-Gospel-Show von Amerika"
angekündigt. Ein derart widersprüchliches Zeugnis ruft sofort Ironie hervor.
Die Heilsbotschaft wird unterstrichen durch Rauchbomben und präsentiert
a la P. T. Barnum. Diese Frivolität einer "Show" beeinträchtigt den Ernst
des Evangeliums ungeheuer. Weil der Charakter der Musik dem Hörer nicht
immer leicht durchschaubar ist, hat er den heimtückischen Effekt auf den
Gläubigen. Das fortwährende Unterwerfen unter die unzureichende
Geisteshaltung der Musik kann langsam zur Toleranz und Hinnahme falscher
Lehre führen. Da der Gläubige nach und nach durch einen Stil oder
einen spezifischen Musikcharakter geistlich narkotisiert wird, wird es
leichter, ihn von der Autorität des Wortes Gottes abzubringen und ihm statt
dessen die Autorität einer Bewegung oder einer Gesellschaft oder Kultur zu
predigen.

Barry Mc Guire hat einen Song über seine Bekehrung und sein neues Leben in
Christus auf Platte aufgenommen. "Cosmic Cowboy" stellt mitnichten den Weg
der Erlösung dar und erniedrigt die Person des Sohnes Gottes und sein Werk,
das er für uns vollbracht hat. Christliche Jugendliche werden geplagt vom
"Cosmic Cowboy-Syndrom", wenn sie einmal zu einem echten Verständnis
darüber gelangen, wer Jesus Christus wirklich ist und was er vollbracht hat.
Der Charakter und die Philosophie eines christlichen Musikers wird leicht
von seinen Zuhörern übernommen und wird sie vom festen Fundament des Wortes
abbringen.

Die Wirkung die Musik auf ihre Zuhörer ausübt, stammt offensichtlich von der
Natur der Musik.
Während Eph. 5, 19 drei Aspekte aufzeigt die die Natur der Musik umreissen,
greift Kol. 3, 16 die Wirkungen auf, die Musik auf ihre Hörer haben sollte:

Das Wort Christi wohne reichlich unter euch; lehret und ermahnet euch selbst
mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern . . .

Wenn wir singen, oder wenn der Gläubige unter dem Dienst des Singens steht
so ist es das Wort Gottes, das unter uns gesprochen werden und reichlich
unter uns wohnen soll.

Zwei Bereiche werden durch die Worte "Lehret und ermahnet" angedeutet.
Zum ersten wird die biblische Forderung, dass christliche Musik ein Kanal für
die korrekte Lehre sein soll, durch das Wort "lehret" dargelegt. Geistliche
Musik wird den Gläubigen immer mehr in die Weisheit und die Erkenntnis Gottes
und des Heilandes hineinführen. Bringt der Gesang eine geistliche Weisheit
aus Gottes Wort und erklärt und durchleuchtet sie sodann? - Unvorsichtige
Christen werden Stunde für Stunde vielen falschen Lehren unterworfen,
wenn sie zwischen ihren Kopfhörern sitzen. Wenn man Texte, Musik und
Charakter moderner christlicher Musik aufnimmt, achtet man dabei kaum auf
die korrekten Lehren der Musik.
Amy Grants "Walking in the Light" illustriert einen verbreiteten, aber
fatalen lehrmässigen Irrtum:

Die Sonne weckte mich recht früh auf,
es ist ein wunderschöner Morgen.
Weil ich hinuntergehe zum Fluss,
dass ich wiedergeboren werde.
Jesus und ich hatten nun in der vergangenen Nacht
ein gewichtiges Gespräch.
Deswegen gehe ich hinunter,
um untergetaucht zu werden und
heraufzukommen im Lichte wandelnd.

Entgegen der biblischen Lehre über die Erlösung vom Gericht und von der
Macht der Sünde lehrt "Walking in the Light" dass die Taufe für das Heil
ebenso wesentlich sei wie die persönliche Heiligung.

Geistliche christliche Musik sollte den Gläubigen nicht nur lehren, sondern
auch ermahnen.
Ermahnung ist in Erinnerung gerufene Warnung. Tag für Tag muss man das Kind
Gottes daran erinnern, in dem zu bleiben, was es aus dem Wort Gottes gelehrt
worden ist. Nur schriftgemässe Ermahnung hat auf den geistlichen Menschen die
Wirkung, die der Heilige Geist beabsichtigt. Für Gefühlsseligkeit ist kein
Raum im Herzen des Gläubigen, da er nach Gottes Wort leben will. Wenn
man eine Bindung an biblische Prinzipien auf menschliche Gefühle Gründen
möchte, wird sie fehlschlagen und keinen Bestand haben. Das Wort des
lebendigen Gottes bleibt ewig bestehen und bringt durch das Wirken des
Heiligen Geistes eine aufrichtige Überführung im Herzen des Christen
zuwege. Nur eine geistgewirkte Überführung wird zu einer dauerhaften
Wandlung im Leben eines Heiligen führen.

Moderne christliche Musik ist in ihrer Art oberflächlich, sobald man sie im
Lichte des heiligen Wortes Gottes betrachtet. Sie gründet auf der verkehrten
Annahme, man könne nicht "Hymnen vor jemand schmettern, der nur Rockmusik
versteht".
Die Bibel macht klar, dass die Bekehrung des Sünders in die Erschaffung einer
neuen Natur durch Gott einmündet. Dieser neugeborene Säugling in Christo muss
erzogen werden, damit er zunimmt.
Sorgt man für den Appetit und die Gewohnheiten des alten Menschen, so
bedeutet das, dass man die Macht des Heiligen Geistes und die Wirkung und den
Wert des Wortes Gottes verneint.

Die philosophische Dürftigkeit wird durch die ebenso dürftige Haltung
verstärkt, mit der christlicher Rock angeboten oder vermarktet wird. Sheila
Walsh preist man an als das christliche Gegenstück zum "sexy (wirkenden),
weltlichen Rock'n Roll Grammy-Gewinner" Pat Benatar und der einzige
Unterschied zwischen den beiden besteht im Text ihrer Lieder. Amy Grant
vergleicht man mit den weltlichen Soft-Pop-Stars Carole King und der späten
Karen Carpenter. Und wieder liegt der einzige Unterschied zwischen ihnen im
Bereich des Textes ihrer Lieder. Sogar ihre eigenen Hardrocker haben
die Christen, wie z. B. Steve Taylor, Rez und Petra, um nur wenige zu nennen.

Die in moderner christlicher Musik so sehr vorherrschende Haltung - wir
seien genauso wie alle anderen - ist der Urquell dafür, dass der religiöse
Rock versagt hat, wahrhaft geistlich zu sein. Der Christ wird aus der Welt
herausgerufen; und obschon er noch in dieser Welt lebt, ist er doch
ebensowenig von dieser Welt wie unser Herr Jesus Christus. Diese
Grundwahrheit wird von den Gläubigen aufgegeben, da immer mehr "Christen
ihre alten Befürchtungen vor dem dämonischen Beat fallen lassen und zu der
Auffassung kommen, Rock sei ein akzeptables und wirkungsvolles Medium"
für die Evangelisation und die Erbauung.

Christlicher Rock hat einen fleischlichen Meltau hinterlassen, der nun durch
die unaufhörlichen Sperrfeuer flacher Texte und weltlicher Musik, dargeboten
im Charakter weltlicher Rockkultur, über der jüngeren Generation der
Gläubigen liegt. Aus Mangel an gesunder schriftgemaesser Lehre und
geistesmächtiger Ermahnung wird dieser Zustand einzementiert.

Das alles hat sich seinen Weg in die Kirchen dort gebahnt, wo früher die
älteren und geistlich gereiften Heiligen seinem Eindringen widerstanden hatten.
Die Ergebnisse dieses Kompromisses sind entartet.
Immer mehr Leute kommen in die Gemeinden, die keine Vorstellung von
biblischer Erlösung haben.
Christlicher Rock ermuntert die Sünder vielmehr: "Gebt (Jesus) all eure Liebe."
Die Bibel aber sagt, dass "Christus für unsere Sünden starb nach der
Schrift ... und am dritten Tag auferstand nach der Schrift" (1. Kor 15, 3
und 4).
Die Verlorenen müssen diesem Zeugnis glauben und Jesus als Heiland
annehmen.

Christliche Rockmusik macht Gläubige ohnmächtig im Kriegsdienst dieses
Zeitalters. Wenn Christen die Art dieser Welt übernehmen, kommt es
unvermeidlich zu einem traurigen Missverständnis von der Person und dem Werk
Jesu Christi sowie von dem, was möglich und verantwortbar ist im christlichen
Leben. Es ist allerhöchste Zeit für die Heiligen, endlich Stellung zu nehmen
gegen diesen Angriff aus der Welt, wie er im Gewand der modernen
christlichen Musik erfolgt, weil sie sonst bei Seinem Kommen beschämt sein
werden.

Aus "Foundation", A Magazine of Biblical Foundamentalism, Vol. VI,
Ausgabe 2. Seite 16. Mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers übersetzt
von Roland Jungling.

Anmerkung der Redaktion

Zu dem Aufsatz von Ric Llewellyn schrieb uns u. a. Herr Dietrich Georg, der
Verfasser der anschliessenden Abhandlung, dass der Grundtext des Neuen
Testaments bekanntlich keine Satzzeichen enthält und somit der Sinn von
Kol. 3, 16 bei Umstellung der Satzzeichen (nach Nestle-Aland) besser
folgendermassen wiedergegeben wird: "Lasst das Wort des Christus reichlich in
euch wohnen; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig; mit
Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in
Gnade." Die Frage ist nämlich, so Herr Georg, ob wir, wie es die älteren
Übersetzungen ausdrücken, durch Musik wirklich lehren und ermahnen sollen.
Durch diese bessere Zeichensetzung wird die Stellung der Musik eindeutig an
ihren Platz gewiesen. Die Lehre und die Ermahnunq geschehen durch die
Wortverkündung. Die Musik ist eine "Begleitmusik", nicht während der
Verkündigung, sondern neben ihr. Wir singen unserem Gott in (mit)
unseren Herzen in (von der) Gnade.

Die älteren Übersetzungen haben allerdings in ihrer Zeichensetzung auch eine
Bedeutung. Im Griechischen beginnt ein Satz in der Regel nicht mit einer so
langen Adverbialkonstruktion "mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern".
In der deutschen Sprache ist die Stellung eines Ausdrucks im Satz variabel und
regelt die Betonung bzw. teilweise auch die Bedeutung. Diese Variabilität mit
semantischer Folgerung macht die deutsche Sprache so schwierig.

Wie dem auch sei: Die geistliche Musik in ihrer Aussage nach Text und Ton
muss in jedem Fall nach der Heiligen Schrift ausgerichtet sein. Von hierher
gesehen, behält der Aufsatz von Llewellyn seine volle Bedeutunq, was auch
Herr Georg bestätigt hat. Wir möchten hoffen, dass diese Abhandlung recht
beachtet wird, und dass die echten Jünger des Herrn ihre Konsequenzen daraus
ziehen, nämlich die völlige Absage an diese das Glaubensleben nicht
fordernde Musik. Das nachfolgende Zeugnis von Dietrich Georg, der der Leiter
des "Jugend-für-Christus-Chores" war, dient ebenfalls zur Warnung und
zur Absage an diese Art von Musik. Dem Herrn Jesus sei Dank, dass Er immer
noch klare Posaunentöne schenkt, damit die Seinen vom Schlaf erwachen.

WENN GOTT UMKEHR WIRKT . . .

Ehemaliger Leiter des "Jugend für Christus"-Chores denkt neu über
Rock- und Popmusik

Das Missionswerk "Jugend für Christus in Deutschland e.V." ist Teil der
internationalen "Youth for Christ"-Bewegung. Nach Kriegsende entstand in
verschiedenen Ländern eine Initiative für Jugendevangelisation, die sich
später unter diesem Namen einte, wobei in den einzelnen Ländern
autonom gearbeitet wird.

Der Slogan lautet etwa: 'altes Evangelium - neue Methoden'. Man macht sich
Gedanken und Mühe in der Frage des "Wie" der Weitergabe der Botschaft, um
möglichst viele Jugendliche "abzuholen". Im Laufe der Jahre haben sich in
Deutschland verschiedene Arbeitszweige entwickelt wie Evangelisationen,
Campaigns (Grossaktionen mit Hilfe europäischer Jugendlicher), Tee-Mobile
(als Teestuben umgebaute Busse), Teestuben, Filmevangelisationen,
Schulungsarbeit (z.B. Kurzbibelschule) und auch Musikevangelisation (Chor,
Teen-Teams). Nicht alle Formen sind gezielt auf Jugendliche zugeschnitten; so
möchte das Martin-Homann-Team in seinen Evangelisationen
verschiedenste Altersgruppen erreichen.
Die Zeit meiner (nebenberuflichen) Mitarbeit in diesem Werk brachte viele
geistliche Impulse wertvolle persönliche Begegnungen und manche Anregung zur
Weitergabe des Evangeliums verbunden mit einer vertieften Sicht von der
Notwendigkeit der Mission.
Warum ich aber auf musikalischem Gebiet vieles nicht mehr so machen würde
wie damals, erklärt nicht nur der Abstand, den ich seit 1980 von der
christlichen Musikszene gewonnen habe, sondern fusst auf dem Wirken des Herrn
Jesus Christus in meinem Leben, das mich zum Neudenken brachte.

Von 1975 bis 1980 leitete ich den "Jugend-für-Christus-Chor". Das
musikalische Material des Chores entwickelte sich seit 1970 (damals begann
ich meine Mitarbeit als Klavierbegleiter) grob umrissen von Klassik,
Evangeliumsliedern und Spirituals über neuere Gospelsongs hin zu immer
beherrschender werdenden Anteilen an Pop und Rock. Letzteres galt vorwiegend
für Jugendveranstaltungen, während für Gottesdienste auch Klassik und
ruhigere Lieder beibehalten wurden. Entscheidend für die musikalische
Weiterentwicklung waren in der Hauptsache Vorbilder aus dem Bereich
englischer christlicher Rockmusik.

Schon bald gab es neben Beifallskundgebungen auch Kritik. Über das Problem
der grossen Lautstärke wurden wir nämlich nicht in befriedigender Weise Herr.
Nach und nach erkannte ich, dass der Musikstil selbst, die eingesetzten
Instrumente samt entsprechendem Arrangement, Ursache vieler Schwierigkeiten
war. Der beinahe zwanghafte Druck die technische Anlage permanent zu
vergrössern, lief parallel zu dieser Entwicklung. In vielen Konzert-
vorbereitungen gab es Ansatzpunkte zu Auseinandersetzungen, Unfrieden und
Hektik.
Meine Motivation fusste auf dem ehrlichen Wunsch, im Zuge der "ersten Liebe",
nach Bekehrung und Wiedergeburt dem Herrn Jesus zu dienen. Mir leuchtete auch der Gedanke ein, dass die Botschaft in der Musiksprache der Jugend vermittelt werden sollte. Leider versäumte ich es, dieses Argument für christliche
Rockmusik anhand der Bibel zu prüfen. Vielmehr übernahm ich es recht
unkritisch, weil es ja so gut in unser Konzept passte. Daraus ergab sich,
dass ich Lieder und Methoden der internationalen christlichen Musikszene
verwendete, und auch meinen eigenen Stil davon stark beeinflussen liess.

Ausgerechnet beim eigentlichen Anliegen. dem Rettungsangebot für verlorene
Menschen durch den Kreuzestod Jesu, stiess ich an Grenzen. "Passt das überhaupt zur Konzeratmosphäre, stimmt die rockige Musik damit überein?"
Wie erschrocken und abgestossen ich gewesen war, als ich zum ersten Mal eine
Beatles-Platte gehört hatte, dieser Eindruck war im Laufe der Zeit verblasst.
Dass ich mich an den Sound ähnlicher Musik gewohnt hatte, dass mir gar etwas
fehlte, wenn ich sie nicht hörte, dass sie mich körperlich und gefühlsmässig
gepackt hatte, erschien mir falls überhaupt als Suchterscheinung bemerkt
harmlos; denn es handelte sich ja fast durchweg um christliche Texte.
Allerdings, ich habe den Inhalt nicht in jedem Fall gründlich untersucht und
ich konsumierte auch einiges an weltlichem Rock. Von diesen
Einflüssen habe ich mich kraft des Blutes Jesu Christi, des Auferstandenen
gelöst und Freiheit gefunden. Der Klang knackiger Baesse vibrierender Felle
und glitzernder Höhen springt mich nicht mehr an.

Im äusseren Erscheinungsbild passten wir uns als Chor folgerichtig der
Rock-Kultur an: lockere Kleidung, vielfach lockeres Benehmen und Reden.
Ich möchte für das schlechte Vorbild um Vergebung bitten! Auch dafür, dass
mancher Kritiker von mir und uns laut oder im Stillen als "veraltet,
unverständig", usw. abgetan wurde wobei es insbesondere am Hören auf den
Rat Älterer fehlte.

Durch den Konflikt zwischen älteren und jüngeren bzw. "fortschrittlichen"
und "konservativen" Christen hätte ich schon frühzeitig zu ernsthaftem
Hinterfragen des Musikstils kommen sollen.
Ebenfalls die Spannung zwischen gesungenem und gesprochenem Wort hätte mir
als Warnlampe dienen können. Oft waren wir uns im Grunde zu schade, nur
einen Programmteil des Abends zu gestalten, um den anderen einem Verkündigter
zu überlassen. Es tut mir aufrichtig leid! Ich habe damals nicht klar
gesehen, wozu geistliche Musik nach der Bibel eigentlich da ist. Sie richtet
sich gar nicht an die Adresse des Menschen, sondern an Gott. Ihm soll sie die
Ehre geben, seine Taten loben, sich betend an ihn wenden - eine grosse Aufgabe!
Das andere, nämlich direkte Evangelisierung, geschieht durch die Predigt.

Rückblickend bin ich meinem Herrn sehr dankbar, dass er dafür Sorge trug, mich
in Sachen Musik zurechtzubringen. Die Bibel ist auch in diesem Punkt
absolute Autorität. Sie enthält eine Fülle von Aussagen zur Musik, die ich
ernstnehmen will. Neben der Korrektur durch Gottes Wort führe ich meine
Neuorientierung auf viel Gebet für mich zurück. Ausserdem bin ich froh über
die klare Stellungnahme einiger Brüder: Jürgen Neidhart und Martin Heide
durch ihre Vorträge, Walter Kohli durch sein Buch ("Rockmusik und
christliche Lebenshaltung") und Helmut Bauer durch seine seelsorgerliche
Sicht haben mir weitergeholfen.

Durch Gottes Gnade darf und möchte ich ihn ehren, was das ganze Leben und
auch Musik betrifft, und möchte Menschen auf das alleinige Heil in Jesus
Christus hinweisen. Dazu reichen gute Motive nicht aus, deshalb will ich
mich an Gottes Wort binden, und erlebe - etwa nach Römer 12, 1 u. 2 - die
Freude und Frucht der Busse: "Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der
Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges,
heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!
Und passet euch nicht diesem Weltlauf an, sondern verändert euer Wesen
durch die Erneuerung eures Sinnes, um prüfen zu können, was der Wille Gottes
sei, der gute und wohlgefällige und vollkommene."

Dietrich Georg

Quelle: 'Bibel und Gemeinde'
http://members.tripod.com/bernd_pfromm/laerm.html
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Marty Lutherman



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Anmeldedatum: 08.01.2017
Beiträge: 1327
Wohnort: Radevormwald
BeitragVerfasst am: Mo Jan 16, 2017 7:09 pm Antworten mit Zitat

Heute kämpfen die christlichen Kirchen in Europa um ihre Existenz. Ein Umstand, den sich vor 30 Jahren kaum jemand hätte vorstellen können.

Es gibt viele Gründe für diese Existenzkrise. Im Vordergrund stehen die geistige Emanzipation der Menschen und die neuen Erkenntnisse auf allen Ebenen. Viele Phänomene, die früher nicht erklärbar waren, interpretierten die Religionen mit übersinnlichen oder metaphysischen Argumenten.

Heute jedoch wirken diese Erklärungen der Kirchen nicht mehr plausibel. Oder sie lassen sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen widerlegen. Deshalb haben alle Religionen ein Glaubwürdigkeitsproblem. Heute sind wir ziemlich unabhängig von Gott oder den Göttern. Wir wissen, dass wir sterblich bleiben. Um das Leben zu verlängern und den Tod hinauszuzögern, verlassen wir uns nicht mehr auf Gott, sondern auf die Götter in Weiss.
Ein weiterer Aspekt für die Krise der meisten Glaubensgemeinschaften liegt im Kern ihrer Heilslehren. Was diese uns vermitteln, ist in der heutigen Zeit weder glaubwürdig noch nachvollziehbar.
Nehmen wir Jesus als Beispiel und hinterfragen seine biblische Biographie. Nüchtern betrachtet sieht dann seine Geschichte so aus:

Der Wanderprediger wurde von seinen Jüngern als Sohn Gottes verehrt. Als er ans Kreuz geschlagen wurde, kamen sie in Erklärungsnot. Es kann doch nicht sein, dass der Sohn Gottes von den verhassten Römern zum Tod verurteilt wird.

Also suchten sie nach einer religiösen Erklärung. Diese lautete: Aus Liebe zu uns Menschen opferte Gott seinen Sohn. So wurde der jämmerliche Tod von Jesus zur Heldentat uminterpretiert.

Diese Vorstellung wirft Fragen auf: Wieso soll Gott seinen Sohn opfern? Lässt ein Vater sein Kind derart quälen? Gibt es keinen humaneren Weg, die Liebe zu demonstrieren?

Und: Weshalb soll Gott uns Menschen seine Liebe beweisen? Wenn er dies auf sinnvolle Weise tun wollte, könnte er Gerechtigkeit auf die Erde bringen. Oder dafür sorgen, dass das Leiden besser verteilt wird. Und beispielsweise nicht Kleinkinder an Krebs sterben.

Doch zurück zu Jesus. Da dieser als göttliches Wesen nicht sang- und klanglos sterben konnte, liessen ihn seine Jünger und Autoren der Bibel wieder von den Toten auferstehen.

Doch damit schufen sie ein neues Problem: Was macht man mit einem auferstandenen Sohn Gottes, der hingerichtet wurde, weil er sich als göttliches Wesen ausgegeben hatte? Er und seine Jünger wären wohl weiterhin in Teufels Küche gekommen. Also musste Jesus rasch verschwinden. Und zwar dorthin, wo er angeblich hergekommen war: in den Himmel.
Sicher ist aber, dass die Geschichte von Jesus der Stoff ist, aus dem Märchen sind. Märchen, die Kinder so sehr lieben, weil sie ein Türchen ins Paradies öffnen. Sie erlauben eine geistige Flucht aus der garstigen Welt, in der Schmerzen und Leid zum Alltag gehören.

Der Glaube an Wunder ist ein Ventil, um die Unwegsamkeiten des Lebens besser zu verkraften. Vielleicht müsste man die Geschichte von Jesus unter diesem Aspekt betrachten.

Die Flucht in den Glauben der Wunder gibt uns Menschen neue Hoffnung. Ähnlich war es bei den Urchristen, die von den Römern verfolgt und gequält worden waren und darauf warteten, dass Jesus oder Gott sie mit einem Wunder erlösen würde. Schliesslich glaubten sie, mit dem Wirken von Jesus habe die Endzeit begonnen, in der sie vom Jammertal befreit und ins Paradies geführt würden. Ein kapitaler Irrtum, wie wir 2000 Jahre später wissen.

Übrigens: Ein solcher Wunderglaube kennt auch der Islam, der Märtyrern 72 Jungfrauen im Paradies verspricht.
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Marty Lutherman



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BeitragVerfasst am: Di März 27, 2018 3:15 pm Antworten mit Zitat

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Lauf, im Osten an Forbach im Landkreis Rastatt, im Süden an Seebach und Kappelrodeck und im Westen an die Stadt Achern und an Sasbach.
Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Sasbachwalden gehören das Dorf Sasbachwalden, die Weiler Bischenberg, Brandmatt, Hohritt, Oberer Langert, Unterer Langert, Sandweg und Vorstadt (ehemaliger Weiler, mit Sasbachwalden zusammengewachsen), die Zinken Auf der Eck, Birkenhöf, Büchelbach, Hagenberg, Hörchenberg, In den Höfen, Kappelberg, Murberg, Schönbüch, Steilisberg, Vogelsberg und Winterbach, die Höfe Hohenstich, Hurschenacker, Kirschenberg, Schelzberg und Straubenhöf und die Wohnplätze Bachmatt, Breitenbrunnen, Grieseneck, Illenbach, Illengrund, Katzenstein und Lierenbach. Das im Gemeindegebiet liegende, oftmals als abgegangene Ortschaft bezeichnete Oberhäusern existiert weiterhin; als Name für den Weiler wurde ungefähr ab dem Jahr 1800 allerdings, nach den dortigen Hofbesitzern, die Bezeichnungen Dollenhöfe, Straubenhöfe und Birkenhöfe verwendet.[3]
Geschichte

Sasbachwalden wurde 1347 erstmals urkundlich erwähnt. Es kam jedoch nicht zur Ausbildung eines geschlossenen Dorfkerns, sondern der Ort blieb über Jahrhunderte eine Ansammlung von Weilern und Einzelgehöften.

Am 2. Februar 1644 wurde eine neue Dorfordnung erstellt, da „die Alte verloren ging“(!).[4] Unterschrieben wurde diese vom Schultheißen des Gerichtes Sasbach, Hans Friedrich Fritz, vom Heimburger zu Sasbachwalden, Michael Ebler, sowie den Sasbachwaldener Zwölfern Mathias Wörner, Hans Dietrich, Hans Bürk, Veit Straub und Hans Basler. Im ersten Teil dieser Dorfordnung sind die „Statuten, wonach der Heimburger sich zu verhalten hat“ aufgeführt. Der zweite Teil betrifft u. a. die Aufgaben der Zwölfer sowie die jährlichen Wahlen des Heimburgers, des Viehhirts und des Schweinehirts.

Sasbachwalden war bis zum Jahre 1803 bischöflich-straßburgisch; es gehörte zum Hochstift Straßburg, dem weltlichen Gebiet des Bischofs von Straßburg. In dessen Verwaltungsstruktur gehörte Sasbachwalden zum Oberamt Oberkirch, dort gemeinsam mit den Gemeinden Sasbach, Obersasbach und Sasbachried zum „Gericht Sasbach“.

1818 wurde Sasbachwalden eine selbständige Kommune. Der Ort gehörte bis 1924 zum Amtsbezirk Achern,[5] danach zum Landkreis Bühl. Nach dessen Auflösung 1973 kam er zum Ortenaukreis.
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Verfasst am: Di März 27, 2018 3:15 pm



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