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C.S. Lewis, der barmherzige Samariter und die Internetmissio
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mo Dez 01, 2008 6:06 pm Antworten mit Zitat

C.S. Lewis, der barmherzige Samariter und die Internetmission

„We read to know we’re not alone“ – „Wir lesen, um zu wissen, dass wir nicht alleine sind“. Als ich neulich für einen Blogbeitrag die Quelle dieses Zitats suchte, machte ich mich im Internet auf die Suche. Die Antwort war prompt gefunden: Das Zitat stammt aus dem Film „Shadowlands“, einem Film über das Leben des Narnia-Erfinders C.S. Lewis.

Als ich beim Surfen die verschiedenen Internetseiten ansteuerte, die das Zitat aufgreifen, kam ich auf den Blog von "Allie". Hier fand ich neben dem Zitat lediglich zwei Einträge, in denen sie erzählt, wie sehr sie unter der Trennung von ihrem Freund leidet. Jedes zweite Wort war das berühmt-berüchtigte "F-Wort", außerdem einige unschöne Details über die Beziehung. Allie ist am Boden zerstört, das Essen fällt ihr schwer, sie muss sich ständig übergeben. Ihre Mutter meint, dass es ihr auch nicht schaden würde, mal ein bisschen weniger zu essen. Ihr fehlt jegliches Selbstbewusstsein, ihr Lebensmut schwindet.

Internet und Web 2.0 at its worst

Ich lese weiter, wie sich hier ein Mensch total zurückzieht und seine Geschichte gleichzeitig im Internet veröffentlicht, wo es Millionen Menschen lesen können - theoretisch. Denn Allie bleibt auch hier allein: Ihre Blogstatistik weist aus, dass 0 Blogger ihren Blog verfolgen und sich gerade mal 5 Leute ihr Profil angeschaut haben. Das hier ist Internet und Web 2.0 at its worst. Ein Mensch zieht sich zurück, keinen scheint es zu interessieren – und auch im Internet scheint ihr Hilferuf ins Leere zu laufen. Was würde ich Allie raten? Wie könnte ich ihr Mut machen? Was würde ich ihr sagen? Doch ich muss mich ja nicht outen, muss nicht aus der Perspektive des Beobachters heraustreten. Auch das ist Web 2.0 at its worst. Ich kann mit meinen Augen und Gedanken hautnah dabei sein, doch mein Herz ist meilenweit entfernt.

Plötzlich so etwas wie Hoffnung

Doch das hier ist auch Internet at its best. Denn normalerweise wäre ich Allie nie begegnet. Sie lebt in Amerika, ich hier in Deutschland und es wird wohl noch eine Zeit dauern bis ich einmal mit meiner Familie nach Amerika reisen werde. Im Zeitalter des World Wide Web wird die Welt kleiner. Wer ist mein Nächster, fragte ein kluger Mann einmal Jesus. Und er hat eine Geschichte erzählt, die deutlich macht, dass der, der mir auf meinem Weg begegnet und am Boden liegt, meine Hilfe braucht. Für mich war es in diesem Moment Allie. Und ich frage mich, wie viele Menschen im Internet unterwegs sind, ihre Fragen stellen, die ungehört verhallen oder auf der Suche nach Gott nur Seiten finden, die sich an Christen richten. Mir wird neu bewusst, wie wichtig es ist, im Internet über den Glauben zu reden. Hoffnungsanker auszuwerfen, an denen sich Menschen festhalten können. Seiten wie akte-ich.de, jesus-experiment.de oder porno-ausweg.de.

Das Internet ist Missionsland Nummer eins. Hier suchen Menschen nicht nur nach Informationen, sondern nach Hilfe, Hoffnung und Lebenssinn. So wie Allie. Ganz zum Schluss erzählt sie, wie ein Gedanke plötzlich in ihr wieder so etwas wie Hoffnung weckt: Sie denkt an all die Menschen im Krankenhaus, die um ihr Leben kämpfen und fragt sich, warum sie selbst nicht mehr leben möchte. Zögerlich scheint in ihr ihr etwas aufzukeimen. Sie nimmt sich vor, erst einmal einige Monate Abstand zu ihren Mitmenschen zu halten. Und - für mich völlig unerwartet - sie will versuchen, eine Beziehung zu Gott aufzubauen. Ich weiß nicht, ob sie je wirklich geglaubt hat und wie ihr Glaube aussah. Sie sagt auch, dass es schwer wird und dass sie nicht weiß, was sie eigentlich glaubt. Aber sie will glauben, weil sie sonst nichts mehr hat, an das sie sich halten kann: „…I want to believe. I want to have something there to push me on because right now I have nothing.”

Ob sie wohl antwortet?

Spätestens jetzt denke ich: Es ist kein Zufall ist, dass ich hier gelandet bin. Ich hinterlasse eine Nachricht in ihrem Blog. Nur ganz kurz. Ich mache ihr Mut, die Beziehung zu Gott wieder aufzubauen. Ich sage ihr, dass ich für sie beten werde und frage sie, ob sie eigentlich weiß, woher das Zitat stammt. Gerne möchte ich mit ihr über Gott reden. Über C.S. Lewis und die Frage, warum Leben manchmal so weh tut. Ich bin gespannt, ob sie antwortet.

Autor: Michael Gerster
http://www.erf.de/3411-542-2673-Artikel.html
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Verfasst am: Mo Dez 01, 2008 6:06 pm



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