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Indien: Droht ein blutiges Weihnachten?
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
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BeitragVerfasst am: Do Dez 11, 2008 6:08 pm Antworten mit Zitat

Indien: Droht ein blutiges Weihnachten?


Katholik und Methodist fordern harte Strafen für Übergriffe auf Christen.
B h u b a n e s w a r / B a n g a l o r e (idea) – Zehntausende Christen im nordostindischen Bundesstaat Orissa werden das Weihnachtsfest voraussichtlich als Vertriebene in Wäldern und Flüchtlingslagern verbringen. Noch immer sind die im August ausgebrochenen Unruhen im Distrikt Kandhamal nicht zum Stillstand gekommen.
Bei den Übergriffen militanter Hindus wurden nach Angaben des Gesamtindischen Christenrats (AICC) seit August rund 200 Christen ermordet, 18.000 verletzt und 53.000 vertrieben. Über 4.600 Häuser gingen in Flammen auf, darunter 150 Kirchen, Gemeinde- und Waisenhäuser. Die Unruhen waren am 24. August nach der Ermordung des extremistischen Hindu-Führers und Christengegners Swami Laxmanananda Saraswati ausgebrochen und haben inzwischen auf andere Bundesstaaten übergegriffen. Zu dem Mord Saraswatis hat sich die verbotene „Kommunistische Partei Indiens – Maoisten“ bekannt. Hindu-Extremisten machen trotzdem Christen für die Bluttat verantwortlich. Saraswati, lokaler Anführer der Hindu-Bewegung Vishwa Hindu Parishad (VHP), war seit 40 Jahren Drahtzieher von Übergriffen auf Christen. Extremistische Hindugruppen haben für den 25. Dezember eine Demonstration gegen die Regierung des Bundesstaates Orissa angekündigt. Sie werfen dem Parlament in Bhubaneswar vor, die Verantwortlichen des Mords an dem hinduistischen Religionsführer Saraswati noch immer nicht gefasst zu haben. Die radikalen Hindus lehnen außerdem geplante staatliche Entschädigungen für die Kirchen ab: Für zerstörte kirchliche Gebäude will der Bundesstaat Orissa jeweils rund 3.200 Euro Wiederaufbauhilfe bereitstellen. Für beschädigte Bauten gibt es die Hälfte.

Übergriffe bereits an Weihnachten 2007
Auch 2007 hatten Christen in dem Bundesstaat bereits ein blutiges Weihnachtsfest erlebt. Bei den Übergriffen wurden damals nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen) fünf Pastoren ermordet, mindestens 730 Häuser von Christen und 95 Kirchen niedergebrannt worden. Von den 37 Millionen Einwohnern Orissas sind etwa drei Prozent Christen. Orissa gilt als Hochburg militanter Hindus und gehört zu den fünf indischen Bundesstaaten, die Anti-Bekehrungsgesetze erlassen haben. Sie sollen Übertritte von Hindus zu anderen Religionen einschränken.

Kirchen gegen Todesstrafe
Unterdessen haben sich Kirchenleiter gegen die Todesstrafe für überführte Gewalttäter, die für den Tod vieler Christen verantwortlich sind, ausgesprochen. Die Schuldigen sollten hart bestraft, aber nicht getötet werden, erklärten sie, nachdem ein Gericht in Bangalore elf Muslime zum Tode und weitere zwölf zu lebenslanger Haft verurteilt hatte. Sie waren für Bombenanschläge auf mehr als ein Dutzend Kirchen im Jahr 2000 verantwortlich gemacht worden. Der katholische Erzbischof von Bangalore, Bernard Moras, begrüßte gegenüber der ökumenischen Nachrichtenagentur ENI harte Strafen für die „abscheulichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Die katholische Kirche sei aber gegen die Todesstrafe. Ähnlich äußerte sich der evangelisch-methodistische Bischof Tharanath Sagar (Bangalore), Präsident des Nationalen Kirchenrats. Er beklagte gleichzeitig, dass die Polizei zwar gegen muslimische Extremisten akribisch ermittelt habe, den gleichen Eifer aber bei der Untersuchung antichristlicher Gewalt durch hinduistische Extremisten vermissen lasse. Indien hat etwa 1,1 Milliarden Bürger. Von ihnen sind 82 Prozent Hindus, zwölf Prozent Muslime und ebenfalls drei Prozent Christen.

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Verfasst am: Do Dez 11, 2008 6:08 pm



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