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In der Krise gefragt: Christen mit Herz
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mo Dez 22, 2008 5:48 pm Antworten mit Zitat

In der Krise gefragt: Christen mit Herz
Den Auftrag im Blick: Max Schläpfer.

Die Wirtschaft taumelt in die Krise, Menschen verlieren nicht nur Vermögen, sondern auch Überzeugungen und Illusionen - was geht das die Freikirchen an? Am Ende eines dramatischen Jahres fragte Livenet Max Schläpfer, den Leiter des Freikirchenverbandes VFG.

Im wirtschaftlichen Einbruch stellen Menschen vermehrt Sinnfragen, was alle Kirchen herausfordert. Die Freikirchen hatten in vergangenen Krisenzeiten Zulauf, da Menschen sich für die Botschaft des Evangeliums öffneten, sagt Max Schläpfer. Die christlichen Werte bringen die im Freikirchenverband VFG vernetzten Freikirchen der Deutschschweiz traditionell nur verhalten in die öffentliche Debatte ein. Ist der Zusammenbruch von Gier-geleiteten Wirtschaftsstrukturen eine Chance, sie prononcierter und lauter zu vertreten?

Ganzheitliche Veränderung des Einzelnen
"Ein System ohne bleibende Werte ist zum Scheitern verurteilt", hält Schläpfer fest. Die Deutschschweizer Freikirchen fokussieren allerdings - mit der bemerkenswerten Ausnahme des Politpapiers von 2006 - nicht auf bessere Strukturen, sondern auf ganzheitlich veränderte Menschen. Vom Evangelium geprägt und getragen, sollen sie eigenverantwortlich in der Gesellschaft wirken und positiv Einfluss nehmen. Denn "das Problem im System ist der Mensch - wenn er nicht gewisse ethische Grundlagen hat, kann das System nicht bestehen." Schläpfer verweist auf Seminare für Geschäftsleute und Lehrpersonen und auf die (spärlichen) Initiativen für christliche Schulen - Aktivitäten allerdings, welche nur zum kleinsten Teil von Freikirchen oder ihrem Verband geplant und durchgeführt werden.

VFG-Politpapier: Suchet das Wohl des Landes
Statements zum Politpapier

Das Politpapier, Ergebnis intensiver Diskussionen unter den Freikirchen-Leitern, wurde im Oktober 2006 präsentiert und allen Bundesparlamentariern deutscher Sprache zugestellt. Vor wenigen Wochen ist die französische Übersetzung erschienen und unter Verantwortungsträgern verbreitet worden. Zwei Bundesräte hätten dankend reagiert, sagt Schläpfer, doch konkrete politische Resultate seien nicht festzustellen. Das Papier diene in vielen Gemeinden als Anstoss und Grundlage für Diskussionen. Schläpfer verschenkte die Broschüre an seine Nachbarn im Berner Vorort, wo er wohnt; daraus ergab sich ein eingehendes Gespräch.

Spezifischer Auftrag…
Die Freikirchen des VFG setzen verschiedene Akzente, treten da und dort auch mit sozial-diakonischen Initiativen hervor, doch wollen sie "ihren spezifischen Auftrag weiter wahrnehmen und sich nicht verzetteln". Laut Max Schläpfer sind sie "massgeblich engagiert in Seelsorge und Verkündigung, sie stärken Familien und helfen Krisen bewältigen", sie wecken das Verständnis für die Bibel und eine gesunde Lebenseinstellung.

…und kreative Vorstösse

Dabei begrüsst Schläpfer ausdrücklich Initiativen wie die Fachschule für Sozialmanagment FSSM im Aargau, welche evangelisch inspirierte Sozialarbeit im Kleinen fördert und Instrumente dafür vermittelt. Die Freikirchen begriffen mehr und mehr, dass sie eine Mitverantwortung hätten, sagt der VFG-Vorsitzende.

In diesem Zusammenhang schmerzt die Zurücksetzung der christlichen Drogenrehabilitationswerke, die auf Abstinenz setzen, in der Schweizer Drogenpolitik durch die staatliche Suchtmittelabgabe. Mehrere Stationen, welche bei den Betroffenen den Willen zum Ausstieg voraussetzten, mussten schliessen. Schläpfer wünscht, dass in der Rehabilitations- und Sozialarbeit auch geistliche Aspekte als Beitrag zum Wohl der Betroffenen politisch gewürdigt und anerkannt werden.

Klare Überzeugungen - bedürfnisorientierte Religiosität
Religion und ‚Spiritualität' werden im Zeichen der Postmoderne zunehmend individuell gestaltet: Man sucht sich zusammen, was Sinn macht, Orientierung und Lebensenergie gibt. Wie reagieren darauf Freikirchen, die sich durch klare religiöse Überzeugungen und ein festes Set von Werten auszeichnen? Max Schläpfer verweist auf die Bemühungen der Vineyard-Gemeinden und räumt ein, dass viel zu tun ist.

Vineyard-Programm: jesusmässig!

Auch in dieser Situation setzt der Freikirchenleiter auf das authentische Christsein des Einzelnen: "Je natürlicher und klarer jemand mit dem Herrn lebt in dieser Gesellschaft, desto einfacher kommt er mit Anderen ins Gespräch." Wissen Christen um die Nöte ihrer Nachbarn, kümmert es sie, wie es ihnen geht? Sind sie über das aktuelle Geschehen, Sport inklusive, im Bild - oder kennt man sie als weltabgewandte ‚komische Käuze'?

Freundschaft und Evangelisation
Max Schläpfer, den erfahrenen Pastor, der die Leitung der Berner Pfingstgemeinde vor drei Jahren abgab, beschäftigt die Frage, wie das Angebot des neuen Lebens mit Christus in einer Beziehung mit Nachbarn relevant werden kann. Freikirchler seien heute weniger darauf aus als in den 1970er Jahren, Gespräche evangelistisch zu gestalten. Zum Tragen komme dieses Bemühen aktuell in den Alphalive-Kursen und den vom Zürcher Pastor Urs Schmid gestalteten LiFe-Seminaren. Andererseits erlebt Schläpfer, dass Christen mit Nachbarn so befreundet sind, dass sie die Beziehung mit ‚religiösen' Fragen nicht belasten wollen…

LiFe-Seminare: Leben in der Fülle entdecken

Der VFG-Präsident mahnt daher, nicht einen Weg als den einzig richtigen hinzustellen: Neben dem evangelistischen Bemühen, dass über Beziehung und Freundschaft geht, hat die klare Verkündigung des Evangeliums weiterhin Priorität. Jene Freikirchen wachsen, sagt Schläpfer, die den Mix pflegen. Christian Schwarz habe mit den acht Faktoren für "natürliche Gemeindeentwicklung" das Wesentliche benannt: sowohl einladende Gemeinschaft wie inspirierende Gottesdienste - Christen mit einem Herz für alte Vertraute und Newcomers.

Autor: Peter Schmid
http://www.jesus.ch
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Verfasst am: Mo Dez 22, 2008 5:48 pm



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