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Wie Weihnachten in Familien zum Horrortripp werden kann
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BeitragVerfasst am: Do Dez 25, 2008 11:56 am Antworten mit Zitat

Wie Weihnachten in Familien zum Horrortripp werden kann

Von Martin Meuthen

Die Kampagne »Weiße Weihnacht« lädt dazu ein, keinen Alkohol über Weihnachten zu trinken, da dieser häufig der Grund für aggressives Verhalten an den Weihnachtstagen ist.

25.12.2008

(epd) - Horst Cerni wird den Heiligen Abend des Jahres 1974 nie vergessen. Der damals junge Polizeikommissar wird Zeuge eines besonders grausigen Familiendramas im hessischen Korbach: Nachdem ein Familienvater, der in Trennung von seiner Frau lebte, seine sechsjährige Tochter mit Schlaftabletten betäubt hatte, schnitt er ihr die Pulsadern auf. Als Cerni eintraf, war das Mädchen bereits tot. Ein schlimmer Ritualmord sei das gewesen, sagt der pensionierte Kriminaloberrat heute.

Mord und Totschlag zum Fest der Liebe. 2007 stritten sich am zweiten Weihnachtstag im Frankfurter Stadtteil Riederwald ein 54-Jähriger und seine 22-Jährige Tochter. Nachdem der Vater mehrmals auf die junge Frau eingestochen hatte, übergoss er sie mit einer brennbaren Flüssigkeit und versuchte, sie anzuzünden. In München brachte ein Mann seinen Sohn und danach sich selbst um, während die Polizei im nordrhein-westfälischen Kreis Mettmann an Weihnachten im vergangenen Jahr insgesamt zwölf Mal wegen brutaler häuslicher Gewalt gerufen wurde. Einige der männlichen Schläger sagten, sie hätten sich durch ihre Frauen provoziert gefühlt.

«Die Menschen müssen sich darüber im Klaren sein, dass Weihnachten zu Hause eine besondere Situation ist», sagt Cerni. Die Familie verbringe dann einen längeren Zeitraum zusammen auf engerem Raum. «Völlig klar, dass das auch nerven kann. Das ist der gleiche Effekt wie im Urlaub oder bei Leuten, die in Rente gehen», ist er überzeugt. Seit der Polizeibeamte pensioniert ist, arbeitet er ehrenamtlich für die Opferhilfeorganisation «Weißer Ring». Exakte Zahlen oder eine Statistik zu häuslicher Gewalt an Weihnachten liege dem «Weißen Ring» allerdings nicht vor.

Auch das Polizeipräsidium in Frankfurt am Main führt keine Statistik. Aus der Erfahrung heraus sei allen Polizeibeamten aber bewusst, dass es in dieser Zeit vermehrt zu «partnerschaftlichen Auseinandersetzungen» komme. Das verstärke sich besonders, wenn kräftig Alkohol getrunken werde. Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen hatte seine eigene Mutter mit einem Küchenmesser und 3,4 Promille im Blut bedroht.

«Alkohol ist ein typisches Verdrängungsinstrument an Weihnachten», erklärt Götz Mundle von den Oberbergkliniken. An Weihnachten werde vielen Menschen bewusst, was im zu Ende gehenden Jahr alles nicht geklappt hat und wo Enttäuschungen seien. «Die Ursache einer Krise liegt also nicht an dem Fest Weihnachten, sondern in der Frage, ob es gelingt, eine gewisse Balance im Alltag hinzukriegen.» Dazu gehöre auch, mit dem persönlichen Scheitern umzugehen, sagt der Psychotherapeut.

Am meisten litten unter dem Alkoholkonsum in der Familie die Kinder, ist Frank Lindemann von der Kampagne «Weiße Weihnacht» überzeugt. 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche wüchsen hierzulande mit alkoholkranken Eltern auf. «Dieses Thema wird viel zu sehr verharmlost. Für mich gehört Alkohol ins Betäubungsmittelgesetz», sagt Lindemann. Dazu gehöre auch, die Werbung für alkoholische Getränke umgehend zu verbieten. «Wir müssen den Alkoholkonsum in Deutschland dringend senken», fordert er.

Dazu kann man auf der Webseite von «Weiße Weihnacht» einen symbolischen Vertrag schließen, in dem man sich verpflichtet, über die Weihnachtstage keinen Alkohol zu trinken. Auch die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) unterstützt die Kampagne und hat bereits einen «Weiße-Weihnacht-Vertrag» unterschrieben. Natürlich ließen sich alkoholabhängige Eltern durch so eine Aktion nicht vom Trinken abhalten. «Es geht darum, Vorbild für seine Kinder zu sein», sagt Lindemann.

http://www.jesus.de
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Verfasst am: Do Dez 25, 2008 11:56 am



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