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Jahresende: Vier Leiter blicken nach vorn
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mo Dez 29, 2008 7:24 pm Antworten mit Zitat

Jahresende: Vier Leiter blicken nach vorn


Zum Jahreswechsel lassen wir vier Leiter von Gemeinden und Werken zu Wort kommen. Neben einem Aus- und Rückblick gewähren sie einen Einblick in ihr gegenwärtiges Schaffen. So planen die Schweizer Baptisten beispielsweise die Aufnahme einer zweiten Brasilianer-Gemeinde in ihren Bund.

Peter Deutsch, Leiter der Schweizer Baptisten

Peter Deutsch leitet die Schweizer Baptisten.

Rückblick: Erstmals konnten wir eine brasilianische Gemeinde in unseren Verband aufnehmen, und zwar diejenige aus Basel. Wir sind von zehn auf elf Gemeinden gewachsen. Im letzten Jahr arbeiteten wir mit Derek Webster zusammen, er leistete wertvolle Dienste im Aufbau und in der Entwicklung der Schweizer Baptisten Bewegung.

Aktuell: Der Baptisten-Bund ist ähnlich aufgebaut, wie die Schweiz, nämlich von unten nach oben und der Bund hat wenig Kompetenzen, das Schwergewicht liegt bei den Gemeinden. Wir merkten, dass der Verband mehr Entscheidungskraft braucht. Hier erarbeiten wir gerade ein neues Konzept. Zudem wollen wir die Identität von uns Baptisten klar erfassen. Nicht um uns von anderen abzugrenzen. Im Gegenteil. Wir arbeiten gut mit anderen zusammen. Das geht aber dann besonders gut, wenn man weiss, woher man kommt.

Ausblick: Wir rechnen damit, dass wir bald eine weitere, brasilianische Gemeinde aufnehmen können und dass wir unseren evangelistischen Ausbau mit unseren "Seed"-Konferenzen fortsetzen können.

Die neue brasilianische Gemeinde stammt aus Zürich, sie arbeitet dort unter Prostituierten. Es ist eine Arbeit, die sogar vom brasilianischen Staat gefördert wird. Viele Brasilianer sind Baptisten, daher ist es naheliegend, dass sie sich uns anschliessen.

Gesellschaft: Mir sind zwei Dinge wichtig. Durch den wirtschaftlichen Kollaps ist der Geld-Mythos zerfallen. Bundesrätin Doris Leuthard forderte, dass wir Schweizer vermehrt zusammenstehen müssen. Ich finde interessant, wie die alten Werte eine neue Wertschätzung erhalten.

Zweitens hoffe ich, dass das Minarettverbot abgelehnt wird. Gleichzeitig müssen wir aber vermehrt zu unseren Werten stehen. Die Grundlagen der freien Gesellschaft dürfen aber nicht beschnitten. Ich bin überzeugt, dass Freiheit mit Freiheit verteidigt werden muss. Unsere Bevölkerung tat lange so, als seien diese Werte selbstverständlich. Die Gesellschaft muss wissen, dass die Freiheit erarbeitet werden muss, und dass sich jeder einsetzen muss. Mit einer Annahme der Initiative würden wir aber selbst eine islamische Wertordnung übernehmen, das sind aber nicht unsere Werte. Wir dürfen uns nicht diktieren lassen, dass weil sie es so handhaben, wir es dann gleichtun. Ich bin gar nicht der Meinung, dass wir uns ducken müssen. Wenn wir selbst Freiheit gewähren, können wir sie auch einfordern.

René Winkler, Leiter der Chrischona Gemeinden





René Winkler ist Chef der Schweizer Chrischona.

Rückblick: Unser zentralster Punkt ist unsere Vision, die wir im Jahr 2007 entwickelten. In den nächsten zwanzig Jahren wollen wir unsere Arbeit anhand von zwei Bibelstellen ausrichten*. Wir wollen die Gute Botschaft weitergeben, so wie es im alttestamentlichen Jesaja-Text heisst und wir wollen so unterwegs sein, wie es in der Passage im Neuen Testament steht*. Im Herbst beschäftigten wir uns in unserer Zeitschrift mit dem Thema Finanzen und mit biblischer Haushalterschaft. Im Jesaja-Buch ist festgehalten, dass man die Gefangenen befreien soll. Nun haben wir gemerkt, wie gefangen uns das Geld hielt und wie unsicher es ist.

Unser Crea-Jugendtreffen wird immer grösser. Mehr als 2000 Leute und 350 Helfer kamen.

Aktuell: Wir entwerfen Dinge aus unserer Vision und überlegen uns zum Beispiel, wir sich unsere theologische Ausbildungsstätte entwickeln soll. Auch die Finanzen beschäftigen uns, gerade die, die wir nicht haben.

Zukunft: Wir führen im Jahr 2009 zwei Konferenzen durch, die eine zum Thema Ehe, Scheidung und einer erneuten Heirat. Uns scheint, dass sich nicht eine Haltung durchziehen lässt. Da ist die biblische Argumentationslinie. Gott will die Scheidung nicht. Aber da ist auch die Frage, wie man mit der Not umgehen soll, dort wo die Ehe nicht gelingt. Wir fragen uns, wie wir denen dienen wollen, die nicht mehr klarkommen.

Zudem organisieren wir eine Konferenz für Führungspersonen. Es gibt viele in den örtlichen Gemeinden. Es soll ein Schulterschluss zwischen den Chrischona-Leitern und Führungspersonen geben, dabei geht es aber nicht darum, dass diese Personen auch noch in den Gemeinden Funktionen übernehmen sollen.

Ich bin zudem Präsident des "Christustages 2010", das nächste Jahr wird also sehr intensiv.

Gesellschaft: Die Finanzen beschäftigen mich und das Thema Lebenssicherheit. Die Menschen wurden wirklich erschüttert und man kann mit Angst auf diese Krise reagieren. Da sind wir herausgefordert.

Auch denke ich, dass der Druck auf christliche Haltungen zunimmt. Man sah das in Deutschland am "Christival" oder in der Schülerzeitschrift "Q-Rage". Die Aggressivität nimmt zu und das kommt bei uns noch stärker. Bestimmte Medien in Deutschland berichteten sehr tendenziös und griffen die christlichen Positionen an. Vielleicht ist es aber nicht nur ein Nachteil, wen mehr zu den Werten stehen muss. Christen werden wieder wahrgenommen und stehen mehr und mehr in Fokus.

Auch stelle ich fest, dass die Sozialdiakonie zunimmt, nicht nur durch Spezialisten. Das finde ich erfreulich.

Meinrad Schicker, Sekretär der Bewegung Plus





Meinrad Schicker, Sekretär der Bewegung Plus.

Rückblick: Das Alltagsleben der Lokalgemeinde war auch im vergangenen Jahr geprägt durch die alltäglichen Herausforderungen des Lebens, die jedes einzelne Glied der Gemeinde mit ins gemeinschaftliche Leben einbringt. Die Sensationen und die spektakulären Erfahrungen, die es auch gab, dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, das vieles einfach "Treue im Kleinen ist". Persönlich bin ich aber dankbar, dass diese alltägliche Dimension des Gemeindelebens uns nicht dazu verführen konnte, den Blick nur bis zum eigenen Tellerrand gehen zu lassen: Wir haben Anteil genommen an Gottes Plänen für die Menschen um uns herum und für die Welt, in der dringend Licht und Hoffnung gebraucht wird.

Auch im Bewegungsleben ist es eine der grossen Herausforderungen, neben allen strukturellen und personellen Fragen den Blick nicht für das Eigentliche zu verlieren: Als christliche Kirche leben wir letztlich nicht für uns selbst, sondern wird sind als Licht und Salz "ein Geschenk an die Welt".

Aktuell: Als Ortsgemeinden sind wir herausgefordert, nicht zu einer religiösen Bedürfnisbefriedigungsanstalt zu verkommen: Die christliche Gemeinde ist der Ort, wo Christus beim Einzelnen ankommen - und von da zum Nächsten und in die Welt getragen werden soll. Natürlich müssen die Bedürfnisse der Menschen ernst genommen werden; aber grundsätzlich darf der Glaube und damit auch das Gemeindeleben nicht um die Bedürfnisse der Menschen kreisen. In einer Zeit der alles dominierenden Bedürfnisfixierung ist diese Herausforderung nicht zu unterschätzen. Die Bibel fasst die Herausforderung prägnant zusammen: "Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben." Die Bibel, Matthäus, Kapitel 6, Vers 33.

Ausblick: Geistliches und damit auch kirchliches Leben entwickelt sich oft antizyklisch zur wirtschaftlichen Entwicklung. Durch den überraschenden Zusammenbruch des Finanzsystems und durch den damit verbundenen Sicherheitsverlust stellen sich dem Einzelnen wieder vermehrt Werte- und Sinnfragen. Hier soll und darf die Kirche ihre Stimme erheben und ganz konkret auch Alternativen bieten: Der Mensch lebt tatsächlich nicht primär allein vom Brot und grenzenlosen Wohlstand. Werden wir es als christliche Gemeinden schaffen, in einer verständlichen Sprache zusammen mit einem überzeugenden Lebensstil die Botschaft von der Hoffnung in Christus in unsere Quartiere und Städte zu tragen?

Gesellschaft: Sollte wirklich eine wirtschaftlich schwierige Zeit auf uns zukommen, dann hoffe ich dringend, dass die Hauptlast der Sparmassnahmen nicht die Schwachen und sonst schon Benachteiligten zu tragen haben. Gerechtigkeit ist ein Wesenszug Gottes. Darum können Christen nicht anders als mithelfen, dass es in unserer Welt auch etwas gerechter zugeht. Die Schere zwischen Topverdienern und einfachen Arbeitskräften, die Kluft zwischen Arm und Reich darf sich nicht weiter öffnen. Es ist doch nicht gerecht, dass viele hart arbeiten - aber zu viele davon nicht mit Würde und Anstand leben können. Werden Christen ein alternatives Modell der Solidarität zwischen den sozialen Gruppen unserer Gesellschaft vorleben können, weil mit Jesus auch andere Werte bei uns Einzug gehalten haben?

Rolf Nussbaumer, Leiter der Schule "CgH" - Schule für Christlich ganzheitliche Heilverfahren





Rolf Nussbaumer steht der Schule für Christlich ganzheitliche Heilverfahren vor.

Rückblick: Wir trafen viele wichtige Entscheiden, die kosteten sehr viel Substanz, aber es waren gute Entscheiden. Zum Beispiel wie es weitergeht, ob wir bei "Campus für Christus" bleiben oder nicht. Zudem lagerten wir zwei Bereiche aus, die klassische Massage und die Lymphdrainage. Für unsere Kurse interessierten sich 250 Bewerber, das brauchte ebenfalls Bearbeitungszeit.

Daneben hatte ich viel Freude beim Referieren und sehr gute Kontakte zu Kirchen und Gruppen. Zudem habe ich in Heinz Hagmann nun einen Mitarbeiter in der Geschäftsführung.

Aktuell: Vor werten unsere Arbeit aus und streben Verbesserungen an. Wir wollen uns auch mehr vernetzen mit anderen christlichen Institutionen. So sind wir etwa im März 2008 auf der Gesundheitsmesse auf dem Bodensee präsent.

Ausblick: In der nächsten Klasse brauchen wir mindestens zwölf Teilnehmer, wir wünschen aber zwanzig. Wir starten diese Klasse nach einem Unterbruch von einem Jahr. Ich erwarte, dass ich dank Heinz Hagmann entlastet werde und wünsche, ich wünsche mir, dass wieder mehr referieren kann, zum Thema Alternativ-Komplementär-Medizin und dass ich Aufklärungsarbeit leisten kann.

Gesellschaft: Auf unsere Arbeit bezogen wünsche ich, dass wir einen Beitrag leisten können, indem wir aufzeigen, was Gott in der Natur alles bringt und all die Möglichkeiten, die wir ohne Esoterik haben. Wir wollen dieses Ganzheitliche in die Gesellschaft bringen. Ich sehe eine grosse Verunsicherung, und da will ich aufklären.

Eine grosse Verunsicherung sehe ich auch betreffend den Werten und bei Jugendlichen einen Wertzerfall. Da wollen wir Akzente setzen, gute Werte stärken und einen guten Einfluss in der Gesellschaft leisten.

* Die Texte stammen aus Jesaja 61,1-3: "Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich berufen hat. Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen und die Verzweifelten zu trösten. Ich rufe Freiheit aus für die Gefangenen, ihre Fesseln werden nun gelöst und die Kerkertüren geöffnet. Ich rufe ihnen zu: "Jetzt erlässt Gott eure Schuld!" Doch nun ist auch die Zeit gekommen, dass der Herr mit seinen Feinden abrechnet. Er hat mich gesandt, alle Trauernden zu trösten. Vorbei ist die Leidenszeit der Einwohner Jerusalems! Sie streuen sich nicht mehr voller Verzweiflung Asche auf den Kopf, sondern schmücken sich mit einem Turban. Statt der Trauergewänder gebe ich ihnen duftendes Öl, das sie erfreut. Ihre Mutlosigkeit will ich in Jubel verwandeln, der sie schmückt wie ein Festkleid. Wer sie dann sieht, vergleicht sie mit Bäumen, die der Herr gepflanzt hat. Man wird sie "Garten des Herrn" nennen, an dem er seine Grösse und Macht zeigt."

Sowie 1. Petrus 2,9: "Ihr aber seid ein von Gott auserwähltes Volk, seine königlichen Priester, ihr gehört ganz zu ihm und seid sein Eigentum. Deshalb sollt ihr die grossen Taten Gottes verkünden, der euch aus der Finsternis befreit und in sein wunderbares Licht geführt hat."

Autor: Daniel Gerber
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Verfasst am: Mo Dez 29, 2008 7:24 pm



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