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Atheistenwerbung: Geht der Schuss nach hinten los?
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Di Jan 06, 2009 10:44 pm Antworten mit Zitat

Religion & Weltanschauung 6.01.09
Atheistenwerbung: Geht der Schuss nach hinten los?


Theos-Direktor Paul Woolley: Slogan regt zum Nachdenken über Gott an.
L o n d o n (idea) – Eine atheistische Werbekampagne auf Londoner Bussen könnte das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung entfalten und mehr Menschen zum Nachdenken über Gott anregen. Damit rechnet zumindest die christliche „Denkfabrik“ Theos (London).
Seit dem 6. Januar sind in der britischen Hauptstadt 30 Busse mit folgender Aufschrift unterwegs: „Wahrscheinlich gibt es keinen Gott. Keine Sorge - genießen Sie das Leben.“ Die Kampagne wurde im vorigen Jahr von der Fernsehautorin Ariane Sherine in der Zeitung Guardian angeregt. Sie will damit auf evangelistische Werbung reagieren, die „mit Hölle und Verdammnis“ drohe. Sherine will ferner Gottesleugner ermutigen, sich öffentlich zu ihrer Weltanschauung zu bekennen. Maßgeblich unterstützt wird die Kampagne vom Oxforder Evolutionsbiologen und atheistischem Bestellerautor Prof. Richard Dawkins („Der Gotteswahn“). Theos hält den Slogan der Gottesleugner aber für kontraproduktiv. Er werde viele Menschen erst dazu bringen, über Gott nachzudenken. Wie Theos-Direktor Paul Woolley sagte, trage dazu vor allem das Wörtchen „wahrscheinlich“ bei. Der Slogan fordere ähnliche Reaktionen heraus, wie wenn man jemandem sage, er habe „wahrscheinlich“ daran gedacht, die Haustür abzuschließen. Das veranlasse die meisten Menschen, zur Sicherheit noch einmal nachzuschauen.

Atheistische Buswerbung in Spanien und den USA
Gleichwohl hat die Kampagne Nachahmer im Ausland gefunden. In Barcelona wollen Atheisten Busse mit derselben Botschaft durch die Stadt schicken. Die Amerikanische Humanistische Vereinigung ließ bereits an Bussen in der US-Hauptstadt Washington atheistische Aufrufe verbreiten: „Warum an Gott glauben? Lieber Himmel - seien Sie doch einfach nur ein guter Mensch.“

„Was würden Sie Gott fragen?“
In London waren in der Vorweihnachtszeit etwa 200 Busse unterwegs, deren Aufschriften zum Gottvertrauen angesichts der Finanzkrise ermunterten. Auf die Frage, ob man sich von Geldsorgen niedergedrückt fühle, wird als Antwort die Engelsbotschaft aus der Weihnachtsgeschichte zitiert: „Fürchtet euch nicht. Ich habe eine gute Nachricht ... denn euch ist in Bethlehem der Heiland geboren – Christus, der Herr.“ Auch für den Glaubenskurs „Alpha“ wurde mit Großplakaten geworben. Auf ihnen war unter anderem zu lesen: „Wenn Gott tatsächlich existiert – was würden Sie ihn fragen?“

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Verfasst am: Di Jan 06, 2009 10:44 pm



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