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Die Hamas hat genug vom Krieg
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 14, 2009 10:29 am Antworten mit Zitat

Die Hamas hat genug vom Krieg

Von Michael Borgstede 14. Januar 2009, 01:52 Uhr
Führung der radikalislamischen Organisation in Gaza lässt nach knapp drei Wochen der israelischen Angriffe den Wunsch nach Waffenstillstand erkennen. Israel will die Kämpfe allerdings fortsetzen.

Am 17. Tag der Kämpfe in Gaza hat Israel seinen Einsatz auf dem Boden ausgeweitet.

Israel und die Hamas kämpfen nun um jeden Meter Ismael Hanija machte keinen besonders ausgeruhten Eindruck, als er sich in einer Fernsehansprache am Montag an die Bewohner des Gazastreifens wandte. Seit mehr als zwei Wochen muss er sich mit dem Rest der Hamas-Führung in einem Bunker verstecken. So waren denn auch ganz neue Töne zu hören: Zum ersten Mal seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen erklärte ein Hamas-Führer seine Bereitschaft zu einem Waffenstillstand. Man werde jede Initiative begrüßen, die das Ziel habe, die israelische Offensive zu beenden, sagte Hanija. Und das klang in seiner für die Hamas ganz untypischen Deutlichkeit fast ein wenig verzweifelt.

Zwar verkündete er gewohnt vollmundig, die Hamas "nähere sich dem Sieg über die zionistische Kriegsmaschinerie". "Wir vertrauen auf Allah, denn er ist auf unserer Seite", versicherte er der Bevölkerung. Jedoch hinterließ dies eher den Eindruck einer Pflichtübung. Im Gazastreifen, wo die Menschen große Übung darin besitzen, die blumige Rhetorik der Hamas-Führer in Klartext zu übersetzen, weckte die Rede Hoffnungen. Ein palästinensischer Journalist sagte der WELT, Hanijas Ansprache sei fast eine Kapitulationserklärung gewesen. In Gaza häuften sich Gerüchte über desertierende Hamas-Kämpfer. Die vorher angekündigten großen Erfolge gegen die israelischen Bodentruppen seien bisher ausgeblieben, die Motivation lasse nach. Er habe auch von handfesten Streitigkeiten zwischen der Exilführung der Hamas in Damaskus und den in Gaza ansässigen Führern gehört. "Aus Damaskus ist es leicht, einen Waffenstillstand hinauszuzögern und eine Fortsetzung der Kämpfe zu verlangen. Aber in Gaza wollen alle nur noch, dass es endlich aufhört - auch die Hamas."

Israel kündigte derweil die Fortsetzung der Kämpfe an. Verteidigungsminister Ehud Barak sagte, Israel "höre und respektiere" die Forderung des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon nach einer Einhaltung der offiziell völkerrechtlich bindenden UN-Resolution 1860, werde die Militäroffensive aber parallel zu den Verhandlungen in Kairo fortsetzen. Auch Generalstabschef Gabi Aschkenasi sagte, man habe die Hamas zwar geschwächt, es warte aber "noch viel Arbeit auf uns".

Israelische Truppen rückten am Dienstag erstmals in die dichter besiedelten Vororte von Gaza-Stadt ein und lieferten sich Augenzeugen zufolge dort heftige Gefechte mit der Hamas. Als eine Sprengfalle in einem Haus explodierte, wurde ein israelischer Offizier lebensgefährlich verletzt. Bei den Kämpfen sollen am Dienstag nach Armeeangaben 30 Hamas-Kämpfer ums Leben gekommen sein. Die Umzingelung der mit 410 000 Einwohnern größten Stadt des Gazastreifens wird immer enger, die Kämpfe sind an einigen Stellen bis auf eineinhalb Kilometer an das Stadtzentrum herangerückt. Dennoch hat das Kabinett noch nicht über die Einleitung der "Stufe 3" entschieden.

Keywords
Israel Nahost Hamas Gazastreifen Aus israelischen Sicherheitskreisen ist auch zu hören, trotz der Intensivierung der Bodenkämpfe und der 60 Luftangriffe in der Nacht zu Dienstag sei das Ziel der Aktion nicht mehr nur die Schwächung der Hamas, sondern auch die Erhöhung des diplomatischen Druckes auf Ägypten. Präsident Husni Mubarak weigere sich, der Stationierung einer internationalen Beobachtertruppe auf der ägyptischen Seite der Grenze zuzustimmen. Nur dann könne Israel sich aber darauf verlassen, dass der Waffenschmuggel dauerhaft unterbunden werde. So scheint Israel trotz gegenteiliger Bekundungen auch zu einem baldigen Waffenstillstand bereit zu sein. Der Konflikt zwischen Ministerpräsident Ehud Olmert, der auf eine Intensivierung der Aktion drängte, und Außenministerin Tzipi Livni sowie Verteidigungsminister Barak, die sich für ein Ende der Kampfhandlungen einsetzten, um die bisherigen Erfolge nicht aufs Spiel zu setzen, soll an Schärfe verloren haben. Dennoch kommt in israelischen Kommentaren langsam die Sorge zum Ausdruck, der Kampf gegen die Hamas könne nun zum Schlachtfeld für den Wahlkampf werden. Denn schon am 10. Februar, in weniger als einem Monat, soll in Israel gewählt werden.

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Verfasst am: Mi Jan 14, 2009 10:29 am



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