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Schabbatlesungen und Kommentar
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Anmeldedatum: 03.07.2006
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Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Sa Feb 07, 2009 2:44 am Antworten mit Zitat

Schabbatlesungen und Kommentar

„BeSCHALACH – Als er ziehen ließ“,
2. Mose 13,17 bis 17,16
Haftara-Prophetenlesung: Richter 4,4 bis 5,31

Kommentar

Die Lesung BeSchalach berichtet von dem triumphalen Auszug der Söhne Israel (Bene Israel; was oft als Kinder Israelübersetzt wird) und eins des größten Wunder Israels, das In-Zwei-Spalten des Schilfmeeres, und das Durchziehen des Volkes.
Doch davor: Pharao, nachdem er das Volk Israel hatte ziehen lassen, verhärtet wieder sein Herz und jagt ihnen nach. Als die Israeliten die herangaloppierenden Pferde wahrnehmen, bricht Panik und Angst aus. Die mächtige Hand Gottes scheint vergessen. Der Jubel wandelt sich in Murren, und Mose sieht sich als Vermittler zwischen Gott und Menschen. „Nun lässt du uns hier in der Wüste sterben!“ und „Warum hast du uns aus Ägypten ausziehen lassen?“ lauten die Vorwürfe. Der Midrasch zieht die Lehre aus dieser Geschichte: Der Mensch sollte vorsichtig mit dem sein, was er sagt. Die Worte vom Sterben in der Wüste verwirklichen sich 40 Jahre später!!!
Ferner sehen wir hier, wie wieder für einen der Triumph und das Wunder, aber zugleich für den anderen ein strafendes Unglück. Für einen der Segen, für den anderen der Fluch. So hieß das Wunder Israels gerettet durchziehen, für den Ägypter den Tod. So handelt Gott. So war es auch bei Shimon Bar-Jona (Petrus) und seine Rettung vom Gefängnis Herodes (Apg. 12), was aber den Tod der Wächter bedeutete.
Man könnte in diesem Durchziehen des Volkes Gottes durch das Meer, die erste Taufe der Wiedergeburt des Gläubigen im persönlichem Wandel mit Gott sehen, nach seinem Auszug aus seinem Ägypten bzw. Welt.

Der HERR gibt dieselbe Antwort wie auch heute noch in Zeiten panischer Sorge: „Der HERR wird für euch kämpfen, ihr aber seid still!“ (14,14)

Am Siebten Tag nach dem Auszug, nach jüdischen Gelehrten, geschah das Wunder der Spaltung des Meeres. Am ersten Pessach-Tag, dem Erlösungsfest, gedenkt man an den mächtigen Auszug aus Ägypten. Am siebten Festtag, wieder ein Vollfeiertag, an dem die Arbeit verboten ist, gedenkt man an das zweite große Wunder, das mächtige Spalten des Meeres.

Dass Gott Sein Volk gerade nicht durch das Philisterland die Mittelmeerküste entlang führt (wo heute das Palästinenserland, der Gazastreifen ist), sondern durch die Wüste, hat gute Gründe. Es geht nicht nur darum, kriegerischen Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen. Die noch größere Gefahr liegt in der drohenden Assimilation und dem ‘Nachhuren’ hinter fremden Göttern. Im fruchtbaren Philisterland wären die Israelis auf florierenden Handel gestoßen und auf Läden, die für jede ‘jüdische Mutter’ bis heute noch so sehr wichtig sind. Der Gott Israels jedoch wollte Sein Volk in 40 jähriger Wanderung zubereiten zu wahrer Umkehr im Herzen. Ziel ist die totale Abhängigkeit und Vertrauen zum HERRN. Das lässt sich in der dürren Wüste am besten lernen – es ist der beste Trainingplatz!

Gott sagt zu Mose: „Du aber erhebe deinen Stab und strecke deine Hand über das Meer aus und spalte es, damit die Söhne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hineingehen!“ Der von Gott verliehene Stab, der schon die zehn Plagen brachte, spaltet nun das Schilfmeer. Es ist derselbe Stab, der später den Felsen schlägt, um das überlebenswichtige Wasser für zwei Millionen Menschen hervorzubringen.

Wir sehen auch am Ende unserer Lesung wieder die Rolle des Stabes, auf Hebräisch „Mattee“, durch den die wundersame Tat während des ersten Krieges der erschöpften Israeliten, die von den listigen Amalekitern angegriffen wurden, durch das Hochheben mit Hilfe von Hur und Aharon, gesiegt wurde. Amalek wurde deshalb als Erzfeind Israels erklärt, und Gott fordert zu jeder Generation die Auslöschung dieses Volkes (später hatte der erste König Israels, Saul, die Gelegenheit gehabt, doch sie nicht ganz ausgefüllt – was viel später zu Gefahrkonsequenzen zur Zeit Esther führte. Mehr darüber im Sonderartikel!)

Wir sehen aber auch dies: So mächtig die Wunder Gottes auch sind, führen sie doch nicht zu dauerhafter und ‘transformierter’ Umkehr. Die Geschichte der Wüstenwanderung ist dafür das beste Beispiel. Man denke nur an das Manna. Auch die Jünger Jeschuas erlagen der Gewöhnung an das „Brot vom Himmel“. Doch Jeschua muss sie zurechtweisen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahrhaftige Brot aus dem Himmel. Denn das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt.“ (Johannes 6, 32 33)

Das Manna vom Himmel wird zum täglichen Brot. Wie im Vaterunser im wörtlichen und im übertragenen (im physischen und im geistlichen) Sinn. Es steht Tag für Tag zur Verfügung, lässt sich jedoch nicht auf Vorrat sammeln. Mit Absicht war es eine Tagesportion (16,1Cool und keine wöchentliche, monatliche oder jährliche Portion – der abhängige Gläubige soll Gottes Brot täglich erbeten – am Morgen! Zweitens zeigt es, dass vor Gott alle gleich sind! Nur für den Schabbat gab es am Freitag eine Doppelration. Zur Erinnerung daran wird bis heute über zwei Chala-Schabbatbrote der Segen ausgesprochen.

Dieser Schabbat trägt einen Sondernamen, „Schabbat Schira“, d.h. Schabbat des Liedes. Der Lobpreis, das „Lied des Meeres“, ist kaum verklungen, da fängt nach nur drei Tagen das Murren wieder an (15,22). Der Prophetenabschnitt aus Richter 4 und 5 überliefert uns auch ein Sieges- und Loblied der Prophetin und Richterin Deborah über des Feindesheer. Darum, lasst uns danken und immer auf Ihn vertrauen, nicht murren! ... und uns immer an Seine Wundertaten erinnern, die Er in unserem Leben offenbart.

– Michael Schneider –
http://www.nai-israel.com
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Jesus sagt. Ich bin der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN, niemand kommt zum Vater (Gott) denn durch mich.
Johannes 14,6.
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Verfasst am: Sa Feb 07, 2009 2:44 am



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