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Wer Glaube lehrt, muss auch glauben
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Sa Feb 21, 2009 10:43 pm Antworten mit Zitat

Wer Glaube lehrt, muss auch glauben

Der Theologe Gerd Lüdemann.

Die Verfassungsbeschwerde des umstrittenen Theologen Gerd Lüdemann wurde abgewiesen. Theologische Fakultäten an Hochschulen dürfen einen Professor, der sich öffentlich vom christlichen Glauben losgesagt hat, aus der bekenntnisgebundenen Ausbildung ausschliessen.

Theologen, die sich offen vom Glauben abwenden, dürfen zumindest vom Kern der Pfarrer-Ausbildung ausgeschlossen werden. Mit einem Beschluss wies das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine Beschwerde des Göttinger Theologen Gerd Lüdemann ab. Seine Wissenschaftsfreiheit finde ihre Grenzen am Selbstbestimmungsrecht der Kirche, erklärten die Verfassungsrichter zur Begründung.

Der heute 62-jährige Lüdemann war 1983 als evangelischer Theologe an die Universität Göttingen berufen worden. 1998 bezeichnete er sich öffentlich als "nicht mehr Glaubender". In mehreren Veröffentlichungen sagte er sich vom christlichen Glauben los und bezeichnete die Auferstehung Jesu als "Humbug". Nach mehrjährigem Streit zwischen Lüdemann und der evangelischen Landeskirche Hannover entzog die Uni dem Theologen sein ursprüngliches Fach "Neues Testament" und wies ihm stattdessen das Fach "Geschichte und Literatur des frühen Christentums" zu; dieses Fach ist für angehende Theologen und Religionslehrer kein Prüfungsfach.

«Vergangenheit hat noch einmal gesiegt»
Mit der Entscheidung der Karlsruher Richter habe «die Vergangenheit noch einmal gesiegt», sagte Lüdemann in einer Stellungnahme. «An den deutschen Hochschulen werden in naher Zukunft unabhängige theologische Fakultäten ein Zuhause bekommen, oder es wird dort keine theologischen Fakultäten mehr geben.» Er selbst wolle sich weiter «unbeirrt und voller Begeisterung der historischen Kritik des Neuen Testaments und der übrigen frühchristlichen Literatur widmen», kündigte Lüdemann an. Mit der Zurückweisung seiner Beschwerde ende ein «länger als zehn Jahre dauernder Weg durch alle Stufen der Verwaltungsgerichtsbarkeit bis hin zum obersten deutschen Gericht», fügte er hinzu.

Kommentar

„Ich spüre Resonanz ausserhalb von mir“
Von Bruno Graber

In manchen Publikationen hat Gerd Lüdemann die Auferstehung Jesu geleugnet. Christen seien nur einem „Auferstehungswahn“ erlegen, so Lüdemann. Nach seiner Ansicht ist die Auferstehung von Jesus nichts anderes als eine „Fantasie seiner Anhänger“. Die Zeugung Jesu könne auf eine Vergewaltigung Marias zurückgeführt werden. Man sei einer „Halluzination" aufgesessen. Lüdemann ging auch mit Gott ins Gericht. „Gott wurde spät erfunden“, meint Lüdeman. Grundsätzlich sei der „historische Rahmen der Geschichtsbücher“ des Alten Testaments „fiktiv“, wesentliche Schilderungen, inklusive „dem exklusiven Gott Jahwe“, seien „theologische Konstrukte“, von Juden frei erfunden.

Er provozierte damit Christen und Juden. In der von ihm angewendeten „entmythologisierte Theologie“ handeln und reden aber auch andere „Kirchenvertreter“ oft seltsam doppelzüngig. Da bekennt die christliche Gemeinde jeden Sonntag in der Kirche Jesus. Die Kirchgänger verstehen die Worte, welche dort gepredigt werden, weiterhin so, wie man sie durch die ganze Kirchengeschichte verstand, nämlich im Wortsinn. Inzwischen gibt es aber Theologen, Philosophen und Gebildete, welche bei diesen Worten einander unsichtbar zuzwinkern und signalisieren: Wir Eingeweihten wissen schon, wie wir das alles richtig zu verstehen haben, nicht wahr?

Zu seiner Verteidigung hat Lüdemann immer wieder auf die Unterschiede von wissenschaftlicher Offenheit und religiösem Offenbarungsglauben hingewiesen. Sein Fazit: "Solange Theologie an der Universität bleibt, hat sie gefälligst zu forschen und zu informieren, nicht zu offenbaren und zu predigen, zur Mündigkeit in Sachen Religion zu erziehen und nicht zur Hörigkeit gegenüber einem alten Aberglauben zu verleiten, so modern der sich auch geben mag.“ Gerd Lüdemann erklärte ausserdem: „Den Gott, den ich beschreibe, ist innerhalb, aber auch ausserhalb von mir. Deswegen ist Gott mehr als das Gute in uns. Ich gebe zu, dieses Gottesbild habe ich wohl in meinen Kindergebeten gelernt und in autogenem Training weiterentwickelt. Doch spüre ich Resonanz ausserhalb von mir, falte die Hände und fühle mich geborgen.”

Doch wie kommt Lüdemann auf solche Thesen? Wie begründet der „Theologe“ seine Ansichten, die den Kern des christlichen Glaubens leugnen? Ganz einfach, er beruft sich auf einen „grossen wissenschaftlichen Konsens“, demzufolge die Erzählungen der Evangelien über den auferstandenen Jesus „historisch wertlos“ seien.

Verstehe, wer es will: Lüdemann kann weiterhin Lehrveranstaltungen anbieten, forschen und publizieren. Die Göttinger Fakultät ist ihm weit entgegengekommen. Zu weit, meiner Meinung nach. Mit seinen Ansichten wäre es doch besser, wenn er als freier Schriftsteller arbeiten würde. Wer Glaube lehren will, sollte selber glauben.

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Verfasst am: Sa Feb 21, 2009 10:43 pm



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