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Winnenden: 2.000 Trauergäste bei Gedenkfeier für Amok-Opfer
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Golf_Variant



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BeitragVerfasst am: Sa März 21, 2009 5:39 pm Antworten mit Zitat

Winnenden: 2.000 Trauergäste bei Gedenkfeier für Amok-Opfer

(epd) - In Winnenden haben am Samstag in einer bewegenden Trauerfeier mehrere tausend Menschen Abschied von den 15 Opfern des Amoklaufes genommen. Bundespräsident Horst Köhler rief dazu auf, mehr auf andere Menschen zu achten. Jeder Einzelne müsse sich prüfen, ob er genug tue für die Kinder, gefährdete Mitmenschen und den inneren Frieden, sagte Köhler vor rund 900 Trauergästen in der katholischen Sankt Karl-Borromäus-Kirche. In ganz Baden-Württemberg läuteten die Kirchenglocken. Mitschüler entzündeten Kerzen für die Opfer.

An dem Staatsakt nahmen neben den Angehörigen der Opfer und Schülern auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU),
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) und zahlreiche weitere hochrangige Bundespolitiker teil. Zuvor hatten der württembergische evangelische Landesbischof, Frank Otfried July, und der katholische Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, in einem ökumenischen Trauergottesdienst ihre Anteilnahme ausgedrückt.

Köhler und Merkel trafen sich im Anschluss an die Trauerfeier mit Angehörigen. In einem Offenen Brief hatten Familien von getöteten Schülern zuvor eine Verschärfung des Waffenrechts und ein Verbot gewaltverherrlichender Computerspiele gefordert.

Der Bundespräsident, der während seiner Ansprache sichtlich mit den Tränen kämpfte, kritisierte in seiner Rede zuvor den Einfluss brutaler Filme und Computerspiele. Extreme Gewalt, die Zurschaustellung zerstörter Körper und die Erniedrigung von Menschen stünden dort häufig im Vordergrund. Ein Dauerkonsum solcher Produkte sei schädlich. «Dieser Art von Marktentwicklung sollte Einhalt geboten werden.»

Mit Blick auf den Täter und seine Angehörigen sagte der Bundespräsident: «Er hat Familien in Trauer und Verzweiflung gestürzt, auch seine eigene. Auch sie hat ein Kind verloren. Auch für sie ist eine Welt zusammengebrochen.» Solche Taten führten an die Grenze des Verstehens. Ministerpräsident Oettinger sagte in seiner Ansprache, durch den Amoklauf sei die Welt «ins Wanken geraten». Nun gelte es, das Vertrauen zu den Menschen und Gott wieder aufzubauen.

Weit weniger Menschen als erwartet waren zur Trauerfeier nach Winnenden gereist. Nach Polizeiangaben verfolgten rund 7.500 Menschen die Übertragungen in Kirchen und im Stadion. Nach dem Amoklauf 2002 in Erfurt hatten sich 100.000 Menschen zu einer Gedenkveranstaltung in der thüringischen Landeshauptstadt versammelt. Eine Polizeisprecherin sagte dem epd, dass viele Menschen die Feier vermutlich zuhause vor dem Fernseher verfolgten. Rund 1.500 Polizisten und Rettungskräfte waren vor Ort.

Während des Gottesdienstes stellten Schüler der Albertville-Realschule weiße Kerzen mit den Namen der Opfer auf den Altar und legten gelbe Rosen ab. Die Trauernden hatten sich dagegen entschieden, auch für den Attentäter eine Kerze zu entzünden. Er wurde allerdings in die Fürbitten mit eingeschlossen.

Bischof July betonte in seiner Predigt: «Wir schweigen auch den Täter, Tim K. nicht tot.» Bischof Fürst erklärte, es sei jetzt noch nicht die Zeit, fertige Antworten zu geben oder gar Rezepte für künftiges Verhalten zu formulieren. «Jetzt ist die Zeit, Trauer, Schreien und Klagen zuzulassen und all dem Raum zu geben.»

In der Stadt herrschte während der Trauerfeier gefasste Stille. Fast alle Geschäfte blieben geschlossen. In vielen Schaufenstern hingen schwarze Fahnen oder Schleifen und Zettel mit Trauerbotschaften. Zahlreiche Jugendliche trugen schwarze T-Shirts mit der Aufschrift «Ich habe einen Traum» und drückten so ihre Solidarität aus. Viele versammelten sich vor der Schule und stellten dort Kerzen ab.

Ein 17-jähriger ehemaliger Schüler hatte am 11. März die Albertville-Realschule in Winnenden gestürmt und dort neun Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf der Flucht tötete er drei weitere Menschen, bevor er sich selbst das Leben nahm.

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Verfasst am: Sa März 21, 2009 5:39 pm



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