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Facetten der Christenverfolgung in Usbekistan
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Fr Nov 16, 2007 9:34 am Antworten mit Zitat

Die uzbekische Polizei durcht einen Raum nach Bibeln und christlicher Literatur.

Morgen wird weltweit in Kirchen der verfolgten Christen gedacht. Regimes unterdrücken Christen, indem sie sie von der Aussenwelt isolieren. Information ermöglicht Gebet – auch im Fall des mittelasiatischen Landes Usbekistan.

In Usbekistan laufen die Strassen Zentralasiens zusammen. Das stolze, grosse Volk der Usbeken wird weiterhin nach Sowjetmanier beherrscht. Die christliche Hilfsorganisation Forum 18 trägt Mosaiksteinchen der Repression zusammen und konfrontiert Beamte mit Telefonanrufen.

In der Hauptstadt Taschkent erklärte das Wirtschaftsgericht den Kauf eines Kinogebäudes durch die evangelische Gnadengemeinde von 1999 für ungültig. Kirchenvertreter hielten fest, dass beim Kauf und Unterhalt alles mit rechten Dingen zu ging, und protestierten gegen den Entscheid. Der Gemeinde wurde der Entzug der staatlichen Bewilligung angedroht, und die Polizei will ihre Steuerdokumente prüfen.

Messer am Hals?

Bewachter Ausgang einer Kirche während eines Gottesdienstes.

Ein Mitglied der evangelischen Gemeinde von Surkhandarya hatte Vorsteher seiner Gemeinde beschuldigt. Dass er dies mit dem Messer auf der Brust getan habe (wie die Christen sagen), leugnete der Polizeioffizier Djamshid Klytschev von Jarkurgan bei Termez ab. Bei einer Geburtstagsfeier der Christen am 11. September machte die Polizei eine Razzia, verhaftete mehrere und misshandelte sie in der Haft. Klytschev beschuldigte sie, ihr Land zu verraten. Einem Christen drohte er das Bein zu brechen, sollte er in seine Stadt zurückkehren. Zur Begründung der Razzia sagte Klytschev, die Christen hätten ungesetzlicherweise Literatur besessen.

Wer die Bibel hat, lebt gefährlich
Christliche Literatur kann zwar ins Land gesandt werden – ob sie ankommt, ist völlig ungewiss. Zwei Sendungen an die Zeugen Jehovas wurden über ein Jahr zurückbehalten. Laut einem Absender sind die meisten Sendungen nie angekommen, wegen Schlamperei oder Zensur am Zoll. Der Absender hat aufgegeben. Dazu kommt: Viele, die gern christliche Bücher lesen würden, fürchten durch Post aus dem Ausland aufzufallen. Die Behörden halten fest, dass der Empfang religiöser Literatur eine Bewilligung des staatlichen Religionskomitees voraussetzt. Nicht selten werden nicht-islamische religiöse Bücher verbrannt. Auch legal importierte Literatur wurde beschlagnahmt.

Untergetaucht
Im Herbst jagte die usbekische Polizei den Pfingstchristen Makset Djabbarbergenov. Der aktive Gläubige war untergetaucht, nachdem die Behörden Anfang August eine Strafuntersuchung gegen ihn eingeleitet hatten. Sollte er gefasst und wegen eines kriminellen Vergehens, das vorgeschoben wird, verurteilt werden, drohen ihm bis zu sechs Jahre Gefängnis.

Nach der Durchsuchung einer Kirche durch die uzbekische Polizei.

Noch eine Gemeinde von Zeugen Jehovas existiert in Usbekistan, in Tschirtschik bei Taschkent. Sie fürchtet den Entzug ihrer Registrierung; dann würde jegliche Aktivität im ganzen Land illegal – wie zu Sowjetzeiten. Irfon Khamidov and Dilafrus Arsiyeva, zwei Zeugen Jehovas, sind 2007 verurteilt worden, weil sie angeblich “illegal Religion gelehrt” haben. Viele Mitglieder der Gemeinschaft wurden mit Bussen bestraft.

Frauen werden nicht geschont
Ende August war die Christin Sharofat Allamova von einem Gericht in der Stadt Buchara zu einer bedingten Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Die Polizei hatte bei ihrer Verhaftung am 10. Juni Literatur und Disketten beschlagnahmt. Ohne Haftbefehl wurde sie vier Tage festgehalten. Am 14. Juni durchsuchten Beamte ihre Wohnung.

Am 11. Juni wurden Khyn-Mun Kim, der koreanische Pastor der evangelischen Friedenskirche, und sein Freund Me Vol Kim in Nukus in Karakalpakistan (Nordwest-Usbekistan) wegen ungesetzlicher Aktivitäten hart gebüsst (der Pastor in der Höhe eines Jahreseinkommens). 15 Polizisten und Geheimdienstler hatten die Kirche am 9. August durchsucht. In der Region ist alle religiöse Aktivität ausser muslimische und russisch-orthodoxe verboten. Die Gemeinde hatte bereits im Jahr 2000 ihre Registrierung verloren.

Christen in Uzbekistan.

Insgesamt stehen die evangelischen Christen Usbekistans unter dem Eindruck, dass der Staat die Schraube weiter anzieht. Andrerseits wurden auch verschärfte Vorschriften zum islamischen Gebet im Fastenmonat Ramadan erlassen.

Autor: Peter Schmid
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Verfasst am: Fr Nov 16, 2007 9:34 am



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