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Lesungen zum Sukkothfest
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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Fr Okt 02, 2009 7:32 pm Antworten mit Zitat

Lesungen zum Sukkothfest

Torah: 3. Mose 22,26-23,44 u. Zusatzlesung: 4. Mose 29,12-16.
Prophetenlesung: Sacharja 14,1-21.

Kommentar:
An diesem Schabbat lesen wir wieder außerhalb des Jahreslesezyklus, der am nächsten Schabbat zu Simchat Thora zu Ende geht und wieder von vorne beginnt. Der erste Abschnitt aus 3. Mose 22 endet mit dem entscheidenen Vers: „Und ihr sollt Meinen heiligen Namen nicht entweihen, damit Ich geheiligt werde in der Mitte der Söhne Israel. Ich bin der HERR, der euch heiligt". (Vers 32)

Das ganze Kapitel 23 spricht ausschließlich von den „Festen des Herrn" (moadei adonai) spricht. (Diese Feste bitte nicht als „jüdische“ abstempeln, es sind biblische und darum für jeden der an die Bibel glaubt!)

Vom hebräischen Wort „Moed“, was als „Fest" übersetzt wird, kommt das Wort Begegnung, der Mensch soll dem HERRN Jahr für Jahr an bestimmten Terminen begegnen und man soll ‘nicht leer kommen’. Ja, Gott will sich mit dem Menschen treffen.
Angefangen beim Erlösungsfest Pessach im ersten Monat bis zu (unserem) Laubhüttenfest Sukkot, dem dritten Wallfahrtfest, im siebten Monat. Interessant ist, dass beide Feste, das erste und das letzte, 7 Tage dauern und beide am 15. beginnen, d.h. Mitte des Monats, zu Vollmond. In anderen Worten befinden sich alle drei Wallfahrtsfeste Pessach, Schawuot und Sukkot eigentlich in der ersten Hälfte des biblischen Jahres! Oder ist hier das Erntejahr gemeint, wie wir in 2. Mose 23,16 lesen? Später kamen dann noch die nachexilischen Feste (d.h. nach der Babylonischen Gefangenschaft) von Volksrettungen wie Purim und Chanukka hinzu.

„Doch am fünfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingesammelt habt, sollt ihr sieben Tage das Fest des HERRN feiern. Am ersten Tag soll Ruhe sein, und am achten Tag soll Ruhe sein. Und ihr sollt euch am ersten Tag prächtige Zitrusfrucht nehmen, Palmwedel und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und von Bachpappeln und sollt euch vor dem HERRN, eurem Gott, sieben Tage freuen. Und ihr sollt es sieben Tage im Jahr als Fest für den HERRN feiern: eine ewige Ordnung für eure Generationen; im siebten Monat sollt ihr es feiern. In Laubhütten sollt ihr wohnen sieben Tage... damit eure Generationen wissen, daß ich die Söhne Israel in Laubhütten habe wohnen lassen, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte. Ich bin der HERR, euer Gott." (Verse 39-42)

Man nehme den 4-Arten-Feststrauß (arba minim), aus Etrog (duftreiche Zitrus), Lulaw (Palmenwedel), Hadass und Arawa (Bachpappeln) zur Hand. Der Strauß symbolisiert die Verschiedenheit des Volkes Israel: einer hat Geschmack und Geruch (Etrog) – Symbol für Thora-Studium und gute Taten, der andere Geschmack ohne Geruch (Lulaw) – Symbol zu Thora-Studium ohne Taten; der andere Geruch ohne Geschmack (Hadass) – Symbol Person ohne Thora-Studium aber mit guten Taten; und die Arawa ohne Geschmack und ohne Geruch – Symbol einer Person ohne Thora-Studium noch gute Taten. Doch dies gerade bildet das Volk Israel, darum bindet man sie zusammen – so ‘dass der andere den anderen deckt’.

Die messianischen Juden und Gläubige würden hier sagen, der Mensch soll immer nach der Weisheit Gottes (und das durch Sein Wort) streben und Gnade tun zu anderen. Sind es nicht die zwei Hauptgebote? Wir sind zu beiden befohlen, wie es in Matthäus 7 geschrieben steht, nicht nur vom Wort reden sondern mehr die Täter des Wortes sein! Wie auch, Glaube ohne Taten ist tot! (NT)

Das In-Hütten-Sitzen ist ein Symbol, da man nur eine begrenzte Zeit auf Erden ist, der Gläubige muss immer bereit sein, ‘seine Hütte’ abzubauen und sich von Gott wie damals die Kinder Israel führen zu lassen. Unser ewiges Ziel muss immer vor Augen bleiben, den wir sind "Bürger des Himmels": Das verheißene Reich Gottes wie damals das verheißene Land Israel ist unser Ziel. Darum, raus aus der Bequemlichkeit – wenigstens einmal im Jahr!

Die zweite Lesung aus 4. Mose 29 beschreibt wie Tag-für-Tag Opfer zu diesem Sukkotfest dargebracht wurden. Interessant: es fängt mit 13 Bullen an und jeden Tag eins weniger, so am zweiten Tag 12, dann 11 bis am siebten Tag 7 Bullen. Es ergibt insgesamt 70 Bullen, die laut Talmud auf die 70 Weltvölker hinweisen – gemäß der Völkerliste in 1. Mose 10. Ja, das jüdische Volk brachte für die Nationen Opfer dar!!

Schon hier ein Hinweis auf den universalen Aspekt dieses Festes, der uns klarer im Prophetenabschnitt in Sacharja 14 dargestellt wird. „Nachdem der Herr alle Nationen einsammelt..... und wie im Tag des Kampf sie bekämpft... und seine Füße auf dem Ölberg stehen werden...“, nach all diesem werden in der Endzeit Jahr für Jahr die Übriggebliebenen aus den Nationen nach Jerusalem zu diesem Sukkot Fest kommen um den HERRN anzubeten.

So ist Sukkoth ein messianisches (Geburt Jesu) wie auch ein endzeitliches Fest! Darum auch oft als "Ha-Chag", DAS Fest, in der Bibel bezeichnet!!

Zum Schluß, das Hauptgebot dieses Festes, was dreimal erwähnt wird: „Und Du sollst Dich an Deinem Fest freuen!“ (aus dem Paralleltext in 5. Mose 16) Chag Sameach – Ihnen ein frohes Sukkoth-Fest!

- Michael Schneider -
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Verfasst am: Fr Okt 02, 2009 7:32 pm



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