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Schabbatlesungen
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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Sa Mai 01, 2010 10:34 am Antworten mit Zitat

Schabbatlesungen
„Emor - Sage“ 3. Mose 21,1 bis 24,23; Prophetenlesung: Hesekiel 44,15-31

Kommentar:

Die Kapitel 21 und 22 richten sich an den Hohenpriester (Aharon) und seine Söhne mit der Anrede ‘Sprich! – Emor!’. Die folgenden Kapitel 23 und 24 sind an das ganze Volk gerichtet, die Söhne Israel (hebr. Bene Israel), aber hier mit der Anrede ‘Befiehl! – Zaw!’
Den Priestern werden einige Besonderheiten für ihr Verhalten auferlegt. Ein Priester soll zum Beispiel keine Geschiedene, Hure oder Witwe zur Frau nehmen (21,14; Hes. 44,22). Ein Priester soll sich keiner Leiche nähern, um sich dadurch nicht zu „entheiligen“, darum befinden sich bis heute auf jüdischen Friedhöfen für Cohanim (Priester) besondere Gebäude, abseits von den Gräbern. Auf Abstammung vom uralten Priestertum deuten heute jüdische Namen hin wie Cohen, Coen, Kohn, Katz (Akronym von Kohen Tzedek) und auch der sephardische Nachname Asulai.
Der Priester, das geistliche Haupt des Volkes, muss laut Kapitel 22 auch körperlich fehlerfrei sein (22,19), damit sein Dienst nicht zum Gespött wird. Mit anderen Worten, beim Priestertum geht es um vollständige Reinheit, denn „Ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entweihen, damit ich geheiligt werde in der Mitte der Söhne Israel...“ (22,32) Im Prophetenabschnitt in Hesekiel 44 lesen wir: „Und darin soll ihr Erbteil bestehen: Ich (der HErr) bin ihr Erbteil...“ (Vers 2Cool.

Das ist es! Der Priester ist Repräsentant des heiligen Namens des HErrn. Seine ganze Lebensführung liegt offen vor den Augen des Volks und wird dieses hoffentlich anregen, ihm nachzueifern. Auf seinen Schultern liegt große Verantwortung!

Wir heute, die wir nach dem Neuen Testament auch Priester sind – nehmen wir die Verantwortung wahr? Nehmen wir sie wirklich ernst, oder ist es nicht vielfach missverstandene „Freiheit im Messias“? Gott als Priester zu dienen, war ein außerordentliches Vorrecht und ist es auch immer noch!

Im Kapitel 23 finden wir den ganzen biblischen Festzyklus eines jeden Jahres. Diese Feste feiert der Jude gemäß der jüdischen Tradition. Wir sollten diese Feste jedoch nicht bloß als „jüdische Feste“ abtun! Es sind die „Feste des HErrn“, Vers 23,4. Sie sollten allen bibeltreuen Christen wichtig sein, denn sie beten ja denselben HErrn an. Sie haben ja eine „ewige Gültigkeit“.

Jedes biblische Fest vereint in sich einen landwirtschaftlichen, einen historischen und einen messianischen Aspekt. Es beginnt mit Pessach, dem Frühlingsfest. Es ist das Fest des Auszugs aus Ägypten und hat den messianischen Aspekt: Auch wir hatten unseren Auszug aus "unserem Ägypten bzw. Welt". Jeschua das Passahlamm, geschlachtet zur Erlösung aller. So gleicht die Erste Erlösung der Letzten Erlösung!

Der Vers 11 im 23. Kapitel hat eine interessante messianische Auslegung: „Und er soll die Garbe (Omer) vor dem HErrn schwingen zum Wohlgefallen für euch; am anderen Tag NACH dem Schabbat soll der Priester sie schwingen“ Es geht hier um die Auferstehung der ersten Garbe (Jeschua), wann geschah sie? Einen Tag nach dem Schabbat, dem Sonntag in der Pessachwoche. Das hebräische Wort für Schwingen ist „lahanif“ und bedeutet soviel wie „gen Himmel / nach oben schwingen“: Die Handlung an der Pflanze ist eine bildliche Andeutung der Auferstehung von den Toten!

Die Feste in ihrer Reihenfolge (mit Schabbat sind es es sieben Feste!): Im ersten Monat Nissan fällt auf den 15. Tag das Pessach-Fest, das Fest des ungesäuertes Brotes, dann 50 Tage später Schawuot, das Wochenfest, dann das Fest des Posaunenschalls am ersten Tag des siebten Monats (Jom Terua, was heute als Rosch HaSchana, als Neujahrsfest, bekannt ist, jedoch keinen biblischen Hinweis hat!), der 10. Tag im siebten Monat Tischri ist der große Versöhnungstag, Jom Kippurim und dann als letztes biblisches Fest folgt Sukkot, das Laubhüttenfest, am 15. Tag im siebten Monat, zur Erinnerung an die 40 Jahre Wüstenwanderung. Der Mensch wandelt mit Gott bis zur Ankunft im verheißenen Land, damals Eretz Israel und heute, für den Gläubigen, das himmlische Reich Gottes.
Sowohl das erste wie auch das letzte Fest sind siebentägige Feiern. Im Abstand von genau einem halben Jahr, beginnen sie in der Mitte des jeweiligen Monats, das heißt bei Vollmond.

Die jüdischen Feste Purim (das Estherfest) und Chanukka (das Makkabäerfest) sind nachexilische Feste, das heißt sie wurden nach der Babylonischen Gefangenschaft eingeführt.

Laßt uns auch heute die „Feste des HErrn“ feiern – als Erbteil Gottes! Uns an Seine Treue zum Bund und zum Volk des Bundes erinnert!

- Michael Schneider –
http://www.nai-israel.com
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Verfasst am: Sa Mai 01, 2010 10:34 am



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