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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
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Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mo Mai 17, 2010 5:30 pm Antworten mit Zitat

Der Event-Kultur entspricht der Kirchentag - und auch dem Bedürfnis, über alte Grenzen hinweg Religion zu erleben. Am Auffahrtswochenende war dies möglich am zweiten Ökumenischen Kirchentag in München.
Was die Schweizer Landeskirchen getrennt nicht zustande bringen, schaffen Basisorganisationen in Deutschland gemeinsam. Die Münchner Theresienwiese, wo allherbstlich Bier in Strömen fliesst, war von Mittwoch bis Sonntag Schauplatz des zweiten Ökumenischen Kirchentags (ÖKT). Am Eröffnungsgottesdienst am Mittwoch nahmen mehrere 10‘000 Personen teil.

Wer mochte, konnte die tristen meteorologischen Umstände auf die Grosswetterlage der Kirchen beziehen. Tatsächlich hängt die Missbrauchskrise, die besonders die katholische Kirche erschüttert, wie eine dunkle Wolke über dem Christentreffen. Mehrere Veranstaltungen wurden dazu noch kurzfristig in das rund 3‘000 Punkte umfassende Programm aufgenommen. Und auch beim Eröffnungsgottesdienst war sie Thema.

Papst: «Unkraut» in der Kirche
Ob Papst Benedikt XVI. in seinem zum Auftakt verlesenen Grusswort, Bundespräsident Horst Köhler in seinen persönlich vorgetragenen Worten, der katholische Erzbischof Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich in ihrer gemeinsamen Predigt oder der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, in seiner Fürbitte - sie alle gingen auf den Missbrauchsskandal ein. Benedikt XVI. schrieb von «Unkraut gerade auch mitten in der Kirche» und rief die Teilnehmer trotz «aller Drangsal» zur Freude auf. Der gute Weizen sei noch nicht erstickt worden von der Saat des Bösen, so das Kirchenoberhaupt.

Köhler: ÖKT kommt zum rechten Zeitpunkt
Auch Köhler richtete den Blick nicht nur zurück auf die «dunklen Wolken», Führungsversagen, Missbrauch, Misshandlung und Vertrauensverlust, sondern auch nach vorn. Der ÖKT komme zum rechten Zeitpunkt und biete Kraft zu Erneuerung und Umkehr, sagte der Bundespräsident und erntete Applaus.

Kirche solle glaubhaft Zeugnis ablegen von der christlichen Hoffnung auf das ewige Leben, so Marx und Friedrich. «Deshalb wiegt es umso schwerer, dass Amtsträger der Kirche die Hoffnungen von Menschen enttäuscht haben», sagte Marx. Dennoch habe die Botschaft Jesu nichts von ihrer grossen Bedeutung verloren, betonte Friedrich. Ohne sie drohten die Menschen angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Krisen zu verzweifeln. Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Olav Fykse Tveit, rief die Christen zu gesellschaftlichem Engagement auf.

«Damit ihr Hoffnung habt», das ÖKT-Motto trifft die aktuelle Lage der Kirchen. Diese wollten auf dem Christentreffen ihr gesamtes Spektrum zeigen und beweisen, dass es mehr als das Thema Missbrauch gibt. Auch mit diesem Ziel eröffneten die Veranstalter des ÖKT in Person von ZdK-Präsident Glück und Eckhard Nagel, Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT), gemeinsam das Christentreffen. Als Schwerpunkte der Grossveranstaltung nannten sie etwa die Finanzkrise, den Umweltschutz oder die Ehrfurcht vor dem Leben.

«Gegen die Ellbogengesellschaft»
Der weite Blick traf den Nerv vieler Kirchentagsbesucher. «Für mich ist die aktuelle Debatte ein Grund mehr, hierherzukommen», sagte Maria Erkenberg. Die 22-jährige Medizinstudentin aus Leipzig ist als Helferin auf dem ÖKT und versucht auf der Theresienwiese, orange Schals an den Mann und die Frau zu bringen. Sie wolle mit ihrem Engagement zeigen, was Glaube und Kirche abseits der aktuellen Skandaldebatten bedeuten. Ausserdem reizte sie die Begegnung mit anderen Jugendlichen.

Das Gemeinschaftsgefühl führte auch den 19-jährigen Pat Itter aus der Nähe von Regensburg nach München. Kirchentage hätten einfach «eine Lässigkeit, die es kaum noch gebe». Alle kämen gut miteinander aus und setzten damit ein Zeichen gegen die Ellenbogengesellschaft.

Autor: Caroline Schulke
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Verfasst am: Mo Mai 17, 2010 5:30 pm



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