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Sollen sie uns beschimpfen und beleidigen …
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
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BeitragVerfasst am: Do Nov 29, 2007 2:33 pm Antworten mit Zitat

Sollen sie uns beschimpfen und beleidigen …
…als „Hassprediger“ oder „durchgeknallte Oberfundis“, als Erzkonservative oder Reaktionäre. Wir Christen scharen uns um Jesus, und was ER uns lehrt, das tun wir - Die Predigt von Bischof Gerhard Ludwig Müller am Hochfest Allerheiligen

Bischof Gerhard Ludwig Müller hat am Donnerstag anlässlich des Hochfests Allerheiligen ein Pontifikalamt im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg gefeiert. Im folgenden der volle Wortlaut der Predigt:

Am Hochfest Allerheiligen dürfen wir uns freuen. Das Dunkle, Drohende und Angstmachende ist überwunden. Das Licht und Leben vermittelnde Evangelium von der Erlösung des Menschen hat gewonnen gegen die Furcht und den Tod.

Wie viele Milliarden von Menschen mögen vor uns gelebt haben, an die sich auf Erden niemand mehr erinnert? Doch sie alle kennt Gott bei ihrem Namen. Er hat sie zur Unsterblichkeit geschaffen und in Christus hat er sie zum ewigen Leben berufen.

In der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch der Heiligen Schrift, erscheinen vor dem geistigen Auge und dem geistlichen Sinn des Sehers all die unzähligen Menschen der Vorzeit. Sie tragen das Siegel des lebendigen Gottes auf ihrer Stirn. Sie haben an Gott geglaubt und sich zu ihm bekannt. Sie haben als seine Knechte Gott treu gedient und sind so zu Zeugen des Lammes Gottes, Jesu Christi geworden. Sie gehören zur endzeitlichen Heilsgemeinde. Diese setzt sich zusammen aus dem Volk Gottes in Israel, den 12 mal 12000 Erwählten, und der unüberschaubaren Menge ohne Zahl aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen. Sie stehen vor Gott in den blütenweißen Gewändern der Gnade und des reinen Lebens nach Gottes Geboten und sie tragen die Palmzweige des Sieges in ihren Händen. Es ist nicht der Sieg der Schlachten und Kämpfe von Mensch gegen Mensch. Es ist der Sieg der Gnade und des Lebens über die Sünde und den Tod der Gottesferne. Und sie bekennen mit lauter, unüberhörbarer Stimme: „Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt“ (Offb 7,10) und dort die Herrschaft Gottes ausübt in alle Ewigkeit „und dem Lamm“ (ebd.), das für uns am Stamme des Kreuzes starb und alle Schuld überwunden hat.

In der Gemeinschaft mit den Engeln werfen sich die Geheiligen und Heiligen vor Gott nieder und beten ihn an. Denn in Wahrheit gelten nur ihm „Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke in alle Ewigkeit“ (Offb 7,12).

Ja! Die Heiligen des Himmels sind die Märtyrer und Glaubenszeugen, die aus der Bedrängnis dieser kurzen Erdens- und Leidenszeit gekommen sind. Das Blut des Lammes, Christi Sühnetod am Kreuz zur Vergebung der Sünden, hat sie gerettet. Ihre Gewänder sind leuchtend weiß. Das weiße Taufkleid haben sie unbefleckt bewahrt und darum wird ihnen am Ende die Erlösung als das ewige Geschenkt der Geborgenheit in Gottes Liebe zuteil.

Die Heiligen sind die Lichtgestalten des Christentums. Sie passen zur Frohen Botschaft des Evangeliums. Gewiss wird in der christlichen Weltsicht die Sünde ernstgenommen. Wir wissen um das Böse in uns und um uns. Das Dämonische und Destruktive nimmt im Leben des einzelnen Menschen oft grauenhafte Züge an, ebenso im Gemeinschaftsleben der Menschen miteinander: in Krieg und Streit, in Hass und Mord.

Aber unsere Gestalten, mit denen wir uns identifizieren, sind die Heiligen – nicht die Bösewichte und die Verführer des Konsumismus und Sexismus, die Lügengeschichten der Meinungsmacher, die irgendetwas aufgreifen, um es zur Stimmungsmache gegen den Glauben, die Kirche und letztlich gegen Gott selbst zu instrumentalisieren. Was ist denn entwicklungspsychologisch für Kinder und Jugendliche besser: sich mit Mutter Teresa zu identifizieren oder sich an Figuren aus einem Horror-Video oder leibhaftigen Dämonen der Weltgeschichte auszurichten?

Jesus sagt uns in der Bergpredigt, wer nach seiner Meinung die Heiligen und Seligen sind: Die Armen und Bedürftigen vor Gott, die Trauernden, die Gewaltlosen, diejenigen, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, die Barmherzigen, diejenigen, die reines Herzens sind, Die Frieden Stiftenden, diejenigen, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden. „Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein“ (Mt 5,11).

Gerade in der letzten Woche gab es auf dem Sender ARTE einen guten Film, der das Leben und Wirken unseres verstorbenen Papstes Johannes Pauls II. darstellte. Schon als junger Mann wurde er hart geprüft in seinem Glauben an Gott und in seinem Vertrauen zu den Menschen. Seine Mutter starb früh, ebenso sein Bruder und Vater. Unter dem Terrorregime der deutschen Besatzung der Nazis sah er in seiner Heimat Polen die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen, die ihre tiefste Wurzel hatten in der Menschenverachtung dieses gottlosen Systems.

Nach dem Krieg haben die polnischen Kommunisten unter sowjetischen Vorzeichen die Macht übernommen. Ein Parteifunktionär gibt als Devise aus: Die Nazis haben ein Drittel des polnischen Klerus getötet, wir Kommunisten schließen nahtlos daran an und vernichten den Rest und die ganze Kirche. Denn Gott sei nur eine Illusion und die Kirche entfremde die Menschen vom wahren Leben.

Auch hier musste der junge Priester und Bischof Karol Wojtyla sich beschimpfen und verfolgen lassen um des Gottesreiches willen. Am Ende siegte die Menschlichkeit und Freiheit, die allein von Gott kommt. Als Papst ist er ein Heiliger und Märtyrer geworden für den Frieden, die Menschlichkeit, die den Hass und die Zerstörung jener Systeme überwinden, die nur auf Macht und Waffen und Geld setzten.

Gestern wurde unser Papst Benedikt von italienischen Medien scharf angegriffen, weil es sagte, dass die katholischen Apotheker keine Abtreibungspillen verkaufen sollen. Dies – so schrie man ihm wütend entgegen – sei eine Einmischung der Kirche in den Staat. Das Parlament habe die Hoheit in einer zivilen Gesellschaft. Das ist richtig, bezieht sich aber nicht auf ein Recht über Leben und Tod. Niemand kann gegen sein Gewissen, das als letzte Handlungsnorm über allen Parlamenten steht, gezwungen oder angestiftet werden, an der Tötung unschuldiger Menschen mitzuwirken. Denn das Leben ist heilig von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Und es kommt von Gott und ihm allein sind wir verantwortlich, wenn es um die Würde des Menschen geht. Hier müssen wir bereit sein zu leiden um der Gerechtigkeit willen. Sollen sie uns beschimpfen und beleidigen als „Hassprediger“ oder „durchgeknallte Oberfundis“, als Erzkonservative oder Reaktionäre. Wir Christen scharen uns um Jesus, und was ER uns lehrt, das tun wir.

Wenn wir bedrängt werden, weil wir an Gott glauben und für Leben und Würde der Mitmenschen eintreten und dabei uns den Zorn der Kirchenfeinde und Gotteshasser zuziehen, dann hören wir Jesus sagen: „Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein“ (Mt 5,12a). Auch heute nach 2000 Jahren Christentum gilt. „Die Welt erkennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat“ (1 Joh 3,1).

Wir aber sind Zeugen Gottes, der Hass, Feindschaft und Tod durch seine Liebe überwindet. In aller Ohnmacht gegenüber der Ungerechtigkeit der Welt sind wir stark, weil die Liebe Gottes alles gut und neu macht. Wir heißen Kinder Gottes und sind es. Im Blick auf die Heiligen des Himmels werden wir gestärkt, selber Gott ähnlich zu werden und am Ende zu sehen, wie er ist – von Angesicht zu Angesicht in der Gemeinschaft aller seiner Geheiligten: „Jeder, der dies von ihm erhofft, heiligt sich, so wie ER heilig ist“ ( 1 Joh 3,3).

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