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Sudan: Englische Lehrerin wegen Gotteslästerung vor Gericht
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Sa Dez 01, 2007 10:29 pm Antworten mit Zitat

Ein Teddy namens Mohammed erregt den Unmut islamischer Extremisten. Foto: Ueppi/Pixelio
K h a r t u m (idea) – Die im Sudan tätige englische Grundschullehrerin Gillian Gibbons soll wegen Gotteslästerung angeklagt werden. Sie hatte ihren siebenjährigen Schülern einen Teddybären mitgebracht, dem sie einen Namen geben sollten. Die Kinder entschieden sich für Mohammed.
Das entrüstete einige muslimische Eltern. Nach Protesten islamsicher Extremisten gegen die angebliche Beleidigung des Propheten wurde die 54-jährige am 25. November von Sicherheitskräften festgenommen. „Es waren Männer mit langen Bärten; sie fragten, wo sie sei, und sagten, sie wollten sie töten“, berichtete Schulrektor Robert Boulos der Londoner Tageszeitung The Times. Am 29. November wurde die müde und niedergeschlagen wirkende Frau einem Gericht in Khartum vorgeführt. Die Verhandlung wurde vertagt, weil die Anwälte des Bildungsministeriums nicht erschienen waren. Bei einer Verurteilung drohen der Lehrerin nach dem islamischen Gesetz 40 Peitschenhiebe, sechs Monate Haft oder eine Geldstrafe.

Britische Muslime entsetzt
Der Fall kann auch zu politischen und diplomatischen Verwicklungen führen. Man sei vom Vorgehen der sudanesischen Behörden überrascht und enttäuscht, erklärte ein Sprecher des britischen Premierministers Gordon Brown. Außenminister David Miliband will dem sudanesischen Botschafter, Omer Mohammed Siddig, klarmachen, dass eine Bestrafung der Lehrerin völlig inakzeptabel sei. Der Times zufolge könnte die britische Regierung mit der Ausweisung sudanesischer Diplomaten drohen. Hochrangige Vertreter der Muslime in Großbritannien haben die Verhaftung von Frau Gibbons verurteilt. Der Generalsekretär des Muslimischen Rats, Muhammad Abdul Bari, zeigte sich entsetzt. Die Lehrerin habe niemals die Absicht gehabt habe, den Islam zu beleidigen. Eine Bestrafung wäre nicht mit dem gesunden Menschenverstand in Einklang zu bringen. Bari appellierte an den sudanesischen Staatspräsidenten Omar al Bashir, dafür zu sorgen, dass die Lehrerin von der „schändlichen Tortur“ erlöst werde.

Lehrerin wollte neuen Lebensabschnitt beginnen
Frau Gibbons – Mutter von zwei erwachsenen Kindern – war bislang stellvertretende Rektorin einer Grundschule im nordenglischen Liverpool. Nach der Scheidung von ihrem Mann Peter, der dort als Rektor fungierte, wollte sie einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Im Juli reiste sie in den Sudan aus, um an der privaten Unity High School zu unterrichten. Diese 1902 gegründete Einrichtung besuchen rund 750 Kinder muslimischer und christlicher Eltern. Die Schule ist offen für Schüler jeglicher Religion und Volkszugehörigkeit. Sie wurde als christliche Mädchenschule gegründet – seit 1985 werden auch Jungen unterrichtet - und wird von Kirchen in Khartum getragen. Vorsitzender des Leitungsgremiums ist der anglikanische Bischof Ezekiel Kondo. Im Sudan ist der Islam Staatsreligion. Von den rund 30 Millionen Einwohnern sind 65 Prozent Muslime, 24 Prozent Christen und elf Prozent Anhänger von Naturreligionen.

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Verfasst am: Sa Dez 01, 2007 10:29 pm



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