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Ein sadistischer Gott?
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mo Dez 10, 2007 1:32 am Antworten mit Zitat

Eine Mutter verbuddelt ihre neun toten Babys im Garten, Die Eishalle in Bad Reichenhall stürzt ein: 15 Tote. Bei der Tsunamikatastrophe Ende 2004 sterben fast 300.000 Menschen. Eine Neunjährige wird vergewaltigt und brutal ermordet . Warum? Welcher sadistische Gott sieht bei solchem Leid zu und unternimmt nichts? Kann man überhaupt an einen Gott glauben, der sowas zulässt? Oder schlimmer noch: Steht Gott dem ganzen Übel in dieser Welt doch machtlos gegenüber?

Wie Gott ist

Die Bibel sagt, Gott ist allmächtig und allwissend: „Ach, Herr, mein Gott, durch deine gewaltige Kraft und Macht hast du Himmel und Erde geschaffen. Nichts ist dir unmöglich.“ (Jeremia 32, 17). Er sieht alles, zu jeder Zeit und er schaut auf Gut und Böse. Gott weiß also schon vorher, was an schlimmen Dingen geschieht und er hat die Macht, sie zu verhindern oder einzugreifen. Aber er tut es oft nicht. Er lässt sie geschehen.

Wenn Elend und Leid auf dieser Welt nun nicht auf Gottes mangelnden Fähigkeiten begründet sind, dann muss er grausam und gemein sein. Aber auch hier stimmt die Bibel nicht zu. Dort steht zunächst einmal, dass Gott souverän ist, denn „alles, was er will, das tut er auch, im Himmel und auf der Erde, auf den Meeren und in allen Tiefen.“ (Psalm 135,6). Das bedeutet letztendlich, dass Gott die höchste Macht und Kontrolle über alles hat. Aber das heißt nicht, dass er auch verantwortlich für die Sünde gemacht werden kann. Er hat die Sünde zugelassen, sonst wäre er nicht souverän. Aber Gott ist auch heilig. Heilig sein bedeutet, abgesondert von allem zu sein, was böse oder unrein ist. Daher kann er nicht für sie verantwortlich sein. Und Gott ist gerecht (Psalm 145,17). Daher kann er Sünde und Sünder nicht so stehen lassen und wird eines Tages alles Unrecht vergelten, „denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er über die ganze Menschheit ein gerechtes Gericht halten will, und zwar durch den Mann, den er dazu bestimmt hat. Ihn hat er vor aller Welt dadurch ausgewiesen, dass er ihn vom Tod auferweckt hat.“ (Apostelgeschichte 17,31).

Gottes Gerechtigkeit ist mit der Gerechtigkeit der Menschen nicht vergleichbar. Die menschlichen Maßstäbe gelten für ihn nicht. Was aus menschlicher Sicht ungerecht und hart erscheint, kann in Gottes Augen ganz anders aussehen. Trotzdem ist er nicht böse und gemein, denn im Gegensatz zu Gott hat der Mensch keine Gerechtigkeit. Paulus schreibt in Römer 3,20: „Denn das steht fest: Mit Taten, wie sie das Gesetz verlangt, kann kein Mensch vor Gott als gerecht bestehen.“ Kein Mensch kann also Gottes Anspruch, gerecht zu sein, erfüllen. Daher ist es schwer, mit unseren menschlichen Begriffen über Gottes Handeln zu urteilen. Gott selbst sagt über sich in Jesaja 55, 8 bis 9: „Meine Gedanken sind nicht zu messen an euren Gedanken und meine Möglichkeiten nicht an euren Möglichkeiten. So hoch der Himmel über der Erde ist, so weit reichen meine Gedanken hinaus über alles, was ihr euch ausdenkt, und so weit übertreffen meine Möglichkeiten alles, was ihr für möglich haltet.“ Die Gerechtigkeit, die Gott von den Menschen verlangt, kann nur durch den Glauben an seinen Sohn Jesus Christus erlangt werden (Römer 3,21 bis 26 und 2. Korinther 5,21). Das heißt, dass diejenigen, die Jesus ablehnen, spätestens am Tag des Gerichts von Gott für ihre Sünden bestraft werden.

Aber Gott ist gnädig und barmherzig denen gegenüber, die an ihn glauben. Er lässt den Menschen nicht allein mit seiner Schuld, denn „Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.“ (Johannes 3,16). Allein aus seiner Gnade und Barmherzigkeit heraus macht Gott allen Menschen dieses Angebot. Man kann es nicht durch gute Werke erwerben und niemand kann es sich aus eigener Kraft verdienen. Aber Gott ist „voll Liebe und Erbarmen, voll Geduld und unendlicher Güte“ (Psalm 103,Cool und er möchte nicht, dass auch nur ein einziger Mensch verloren geht.

Wie der Mensch ist

Das Aussage der Bibel über den Menschen ist eindeutig: „Alles, was aus ihrem Herzen kommt, ihr ganzes Denken und Planen, ist nun einmal böse von Jugend auf“ (1.Mose 8,21b). Schon allein deshalb kann die Schuld für böse Taten nicht Gott in die Schuhe geschoben werden.

Bereits Adam und Eva lehnten sich gegen Gott auf und wollten durch die Frucht der Erkenntnis so sein wie er (1 Mose 3).

„Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde, die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“ (Jakobus 1,13 bis 15).

Der Mensch ist selbst für sein Handeln verantwortlich. Er hat die Möglichkeit, seinen menschlichen Begierden nachzugeben und somit zu sündigen, „denn das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott.“ (Römer 8,7). Oder aber er sagt Nein zu seinen Begierden.

Warum also das Leid?

Die Aussagen der Bibel über Gott und den Menschen lassen darauf schließen, dass Menschen für viele Dinge selbst verantwortlich sind. Gott verführt niemanden zum Morden, zum Anzetteln eines Krieges oder zum Unterlassen einiger Dinge, die im Katastrophenfall, vielen Menschen das Leben kosten können. Da stehen oft genug selbstsüchtige Interessen dahinter. Aber was ist mit den Menschen, die es völlig unvorbereitet trifft? Was ist mit dem Mann, der bei einem Autounfall seine gesamte Familie verliert? Was ist, wenn kleine Kinder sterben, die offensichtlich nun wirklich nichts verbrochen haben?

Joseph

Die Bibel berichtet von einigen Menschen, die aus verschiedenen Gründen leiden mussten. Joseph zum Beispiel, der von seinen Brüdern aus Neid nach Ägypten in die Sklaverei verkauft wurde. Wegen ungerechtfertigter Beschuldigungen verbrachte er dort mehrere Jahre im Gefängnis. Weil er einen Traum für den Pharao deuten konnte, wurde er zweiter Mann im Land und rettete durch sein vorausschauendes Handeln seine Familie (seine Brüder!) und damit das gesamte Volk Israels vor dem Hungertod. Zweifellos hat Joseph viele Jahre in Ägypten gelitten, aber sein Leiden hatte einen Sinn: „Ihr hattet Böses mit mir vor, aber Gott hat es zum Guten gewendet; denn er wollte auf diese Weise vielen Menschen das Leben retten. Das war sein Plan, und so ist es geschehen.“ (1.Mose 50,20).

Hiob

Hiob verlor seinen gesamten Besitz und alle seine Kinder auf einen Schlag. Rein menschlich gesehen hatte er das in keinster Weise verdient. Aber Satan hatte Gott vorgeworfen, Hiob sein nur ein Schönwettergläubiger, der nur an Gott glaube, weil es ihm so gut ging. Also ließ Gott zu, dass Satan Hiob alles nahm, und als Hiob trotzdem an Gott festhielt, nahm Satan ihm auch noch die Gesundheit (Hiob Kapitel 1 und 2). Hier scheint eine Art Machtkampf im Himmel stattgefunden zu haben, infolge dessen Hiob eine lange Zeit leiden musste. Trotzdem verzweifelte er nicht. Er haderte mit Gott, bekam durch sein Leiden aber ein ganz anderes Bild von Gott: „Ich kannte dich ja nur vom Hörensagen, jetzt aber hat mein Auge dich geschaut.“ (Hiob 42, 5, im Zusammenhang Verse 1-6). Hiob hatte sich von seinen Freunden zum Hadern und Zweifeln verführen lassen. Als er jedoch erkannte, dass er sich damit schuldig gemacht hatte, änderte er trotz seines Leidens seine Einstellung. „Nachdem Hiob für seine drei Freunde gebetet hatte, ließ der Herr ihn wieder gesund werden und gab ihm zweimal so viel, wie er vorher besessen hatte.“ (Hiob 42,10).

Dieser Teil der monumentalen Bibel-Verfilmung erzählt von den beiden israelitischen Königen Saul und David. Als Saul sich gegen Gott versündigt und in sein Schwert stürzt, wird David zu seinem Nachfolger. Unter seiner Herrschaft erlangt das israelitische Königtum Glanz und Größe, doch dann begeht David Ehebruch mit der schönen Batseba...

David

König David und Batseba verloren ihren ersten gemeinsamen Sohn, als er noch ein Baby war. David schlief mit Batseba, als sie noch die Frau eines Anderen war. Ihr Mann Uria war König David treu ergeben. Batseba wurde schwanger und Davids Versuch, das Kind Uria unterzuschieben, schlug fehl. Um den Ehebruch zu vertuschen, schickte der König Uria an die vorderste Kriegsfront, wo er prompt getötet wurde. Danach nahm David Batseba zur Frau. Doch Gott deckte seine Schuld auf. David bereute und Gott vergab ihm. Der kleine Junge starb trotzdem. „Der Sohn, den dir Batseba geboren hat, muss sterben, weil du mit deiner Untat den Herrn verhöhnt hast.“ (2. Samuel Kapitel 11 und 12; Zitat Kapitel 12, 14).

Eine allseits gültige Antwort oder Erklärung wird es wohl nie geben. Joseph, Hiob, David litten aus unterschiedlichen Gründen. Joseph wird sich in der Einsamkeit des ägyptischen Gefängnisses wohl tausend Mal gefragt haben, warum ausgerechnet ihn dieses Schicksal getroffen hat. Aber dadurch kam er zu einer Position, in der er in der Lage war, das gesamte Volk Israel zu retten. Hiob wurde durch sein Leiden verändert. Er bekam eine ganz neue Sicht von Gott und wurde in seinem Glauben gestärkt. David verlor seinen Sohn wegen seiner Sünden. Trotzdem hielt er weiter an Gott fest (Psalm 51). Alle drei waren bereit, sowohl das Gute als auch das Unangenehme von Gott anzunehmen. (David sagte nach dem Tod des Kindes: „Ich folge ihm einmal nach“ (2. Samuel 12,23) und er wird in Hebräer 11 unter den Glaubenshelden aufgeführt. Daraus könnte man schließen, dass kleine Kinder nach ihrem Tod bei Gott sind.)

Leiden hat ein Ziel

Leid hat nicht immer dieselben Ursachen und Gründe. Die Betroffenen sehen meist keinen Zweck dahinter und die quälende Frage nach dem Warum verschließt schnell den Blick für Gottes Absicht. Aber sein Ziel ist immer gleich: Gott nähert sich uns und möchte unsere wunde Seele heilen. Er setzt uns manchmal bewusst harten Zeiten aus: „aber Gott ist treu und wird nicht zulassen, dass die Prüfung über eure Kraft geht. Wenn er euch auf die Probe stellt, sorgt er auch dafür, dass ihr sie bestehen könnt.“ (1. Korinther 10,13).

Gott nähert sich uns in Gestalt seines Sohnes Jesus Christus, den er für uns am Kreuz sterben ließ für jede einzelne unserer Sünden und dadurch jedem Menschen Versöhnung anbietet. Er lässt uns in unserem Kummer nicht allein, er ist bei uns, will uns trösten und Kraft geben. Ihn dürfen wir anklagen, ihm unsere Verzweiflung, Bitterkeit und unseren Zorn bringen. Die Psalmen sind voll von Anklagen gegen Gott. Einer der frühen Kirchenväter, Johannes Chrysostomos, sagte einmal: „Wenn man mit seinem Herrn sein Seelenleiden teilt, ist es viel wahrscheinlicher, dass man im Übermaß Kraft bekommt und getröstet wird.“ Wenn man etwas mehr in den Psalmen stöbert (z.B. Psalm 13), bestätigt sich dieses. Nach den Anklagen wendet sich das Blatt und der Psalmbeter wird optimistisch, vertraut Gott wieder und bekommt neue Hoffnung.

Jesus spricht: „Kommt alle her zu mir, ich will euch die Last abnehmen. Ich quäle euch nicht und sehe auf niemanden herab. Stellt euch unter meine Leitung und lernt bei mir, dann findet euer Leben Erfüllung.“ (Matthäus 11,28 und 29). Jesus hat versprochen, dass er uns nie allein lässt (Matthäus 28, 20b). Besonders in Zeiten der Trauer und des Leides ist er da und trägt uns, wenn wir nicht mehr können.
Autor: Tanja Omenzetter

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Verfasst am: Mo Dez 10, 2007 1:32 am



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