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Münchner Moorleiche entpuppt sich als Inka-Mumie
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Di März 04, 2014 8:34 pm Antworten mit Zitat

Münchner Moorleiche entpuppt sich als Inka-Mumie

Eine vermeintliche deutsche Moorleiche lebte offenbar vor 500 Jahren in Südamerika. Von dort kam sie wohl nach Deutschland, wie Forscher nun bei gründlichen Untersuchungen herausfanden.Von Anja Garms

Eine lange für eine deutsche Moorleiche gehaltene Mumie hat sich nach intensiver Untersuchung als südamerikanische Inka-Frau entpuppt. Sie lebte vor etwa 500 Jahren an der Pazifikküste Südamerikas und starb womöglich als Menschenopfer, berichten Forscher aus München im Fachblatt "PLOS One".

Ihr Schädel sei mit stumpfer Gewalt zertrümmert worden. Darüber, wie die Inka-Frau nach Deutschland kam, können die Wissenschaftler nur spekulieren: Möglicherweise brachte Prinzessin Therese von Bayern sie im Jahr 1898 von einer Perureise nach München mit.

Aufzeichnungen über die Herkunft der Mumie gibt es nicht. Erstmals wurde sie 1904 im Bestand des Anatomischen Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität in München registriert. 1970 wurde sie an die Archäologische Staatssammlung in München übergeben, wo sie seitdem mehrfach ausgestellt wurde.

Fachleute nahmen lange Zeit an, dass es sich bei der Mumie um eine Moorleiche aus dem Dachauer Moos handelt, einer Moorlandschaft nördlich von München. Zweifel an dieser Interpretation weckten unter anderem die hockende Haltung der Mumie, ihre für damalige europäische Völker untypischen Haarzöpfe sowie der gute Erhalt vor allem der Körperform.

Die Frau war 20 bis 25 Jahre alt

Das Team um die Radiologin Stephanie Panzer vom Traumazentrum Murnau unterzog die Mumie nun einer gründlichen Untersuchung. Unter anderem scannten die Wissenschaftler den Körper im Computertomografen, sie entnahmen Gewebeproben, bestimmten Isotopenverhältnisse und analysierten Parasiten, die sie in der Leiche fanden.

Das Ergebnis: Die Frau lebte vor etwa 500 Jahren – zwischen 1450 und 1640 – in Südamerika und war zum Zeitpunkt ihres gewaltsamen Todes etwa 20 bis 25 Jahre alt.

Für eine südamerikanische Herkunft sprechen den Forschern zufolge mehrere Faktoren: So habe die Isotopenanalyse gezeigt, dass die Frau sich hauptsächlich von Meeresfrüchten und Fisch sowie von Mais ernährte. Vermutlich lebte sie an der Küste, und zwar entweder im Süden Perus oder im Norden Chiles.

Die Haarbänder, mit denen ihre Zöpfe gebunden sind, stammen von einem Lama oder einem Alpaka, also von Tieren, die in Südamerika heimisch sind. Ein Fragment ihres Schädelknochens weise zudem eine Form auf, die in südamerikanischen Völkern vorkomme, nicht aber in Deutschland oder Mitteleuropa.

Sie war bereits schwer krank

Als sie starb, war die junge Frau bereits schwer krank, berichten die Forscher weiter. Sie litt an der Chagas-Krankheit, einer Infektionskrankheit, die durch den Erreger Trypanosoma cruzi hervorgerufen wird. Die Wissenschaftler konnten Spuren des Parasiten an der Mumie nachweisen.

Herz und Darm waren stark vergrößert, was darauf hinweise, dass sie chronisch erkrankt war und sich vermutlich schon in früher Kindheit mit dem Erreger infiziert hatte. Die Chagas-Krankheit war und ist bis heute in Süd- und Mittelamerika verbreitet.

Etwa drei Monate vor ihrem Tod änderte sich die Ernährung der Frau, schreiben die Forscher. Sie aß nun weniger Kost aus dem Meer. Vermutlich sei sie weiter ins Landesinnere gezogen.

Wo sie starb, ist unklar. Fest steht, dass vermutlich stumpfe Gewalt gegen den Schädel ihrem Leben ein Ende setzte. Schädel- und Gesichtsknochen der Mumie sind völlig zertrümmert, obwohl kaum äußere Spuren zu sehen sind. Die Untersuchungen ergaben, dass die Verletzungen nicht nach dem Tod entstanden sein können.

Es sei hochspekulativ, aber durchaus denkbar, dass die junge Frau bei einem Ritualmord geopfert wurde, schreiben die Wissenschaftler. Ähnliche, wenn auch nicht so massive Verletzungen seien von kindlichen Menschenopfern der Inkas bekannt

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Die Welt.
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Marty Lutherman



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Anmeldedatum: 08.01.2017
Beiträge: 1451
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 03, 2017 8:30 pm Antworten mit Zitat

Unsere Märchen sind frei von Krieg, anders als die Zeit, aus der sie stammen. Zu den Glaubensvorstellungen des Mutter-orientierten Bildbildes, unter dem Männer und Frauen bis dahin gleichberechtigt lebten, trat im Sinne der Herrschenden die religiöse Überhöhung des Vaters und des Krieges hinzu, bis diese schließlich obsiegte. Dieser Prozess begann mit dem gesellschaftlichen Umbruch in Alt-Europa. Hierarchie und Krieg sind erst ab diesem Zeitpunkt feststellbar. Von nun an gab es männliche Herrscher und Priester, die Kriege führten und das Volk unterdrückten und ausbeuteten, alles mit dem Segen männlicher Götter und auch der weiblichen, die dafür als Kriegsgöttinnen instrumentalisiert wurden. Eine der Natur gegenüber demütige, ethische Haltung wich dem Gesetz der Gewalt. Exclamation Confused Smile
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Verfasst am: Mo Jul 03, 2017 8:30 pm



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