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Warum lässt Gott Leid zu?
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mo Dez 10, 2007 1:38 am Antworten mit Zitat

Sinngemäß steht in der Bibel, dass „wenn Gott es nicht will, fällt kein Haar von Deinem Kopf“. Wieso lässt Gott dann das Elend und Leid auf dieser Erde zu?
Und ist es der „freie Wille“ des Menschen, warum gibt er diesen dem Menschen, wo er doch in seiner Allwissenheit weiß, dass der Mensch, so wie er es tut, versagt und sündigt - oder kann Gott doch nichts dafür tun?

Diese Frage schneidet ein heftig umstrittenes und noch dazu uraltes Problem an.

Verantwortung und Wille des Menschen

Zunächst zum biblischen Befund:
Vom „freien Willen“ steht wörtlich nichts in der Bibel. Aber die Willensfreiheit wird besonders wichtig, wenn es um Errettung geht. Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass der Mensch für seine Sünden verantwortlich ist. Sicherlich nicht im Sinne unserer heutigen Psychologie, wohl aber so, dass es gerecht ist, wenn der Mensch von Gott gerichtet werden wird.

Die Frage nach Gott und dem Leid

Die Ausgangsfrage ist in der Theologie allgemein als die Theodizee-Frage bekannt: Muss man Gott für das Unrecht, das Menschen tun, und das Leid, das ihnen geschieht, verantwortlich machen? Besonders von schwerem Leid Betroffene, deren „unschuldige Kinder“ ums Leben gekommen sind, stellen diese Frage. Die Beantwortung ist schwer, kann nicht pauschal gegeben werden, sondern erfordert seelsorgerliches Gespür und Einfühlen in die jeweilige Situation und Person.

Im Alten Testament erlebt der Mensch sowohl Leid als auch Freude als Gaben Gottes. Das Buch Prediger 1 betont diese Erkenntnis, und in Klagelieder 3,38 wird es eindeutig gesagt. Ebenso aber wird klargemacht, dass Menschen, die von Gott als Werkzeuge seines Willens gebraucht werden, für ihre unrechten Taten verantwortlich sind (Habakuk 1,12 und Habakuk 2,Cool.

Ist Gott böse?

Die Frage, die sich uns - jenseits aller theologischen Bemühung - persönlich stellt, ist, ob Gott der Ursprung des Bösen ist. Ist Gott vielleicht selbst ebenso böse, wie er gut ist? Ich würde sagen nein, denn Satan wird in der Bibel als der Böse bezeichnet. Aber diese Frage muss letztlich jeder für sich selbst, im Glauben, beantworten.

Früher oder später steht vermutlich jeder einmal vor diesem Problem. Wir sind von der Bibel her aufgefordert, uns aus der Schrift und aus der Erfahrung mit Gott selbst eine Meinung zu bilden. Für sie sind wir vor unserem Gewissen verantwortlich, und auch für die Taten und Haltungen, die daraus folgen. Die Frage nach dem Ursprung des Bösen ist im Grunde schon eine philosophische Frage. Diese Dimension möchte ich hier weglassen.

Die Bibel sagt unzweideutig, dass Gott gut ist und von der Sünde nicht versucht werden kann (Jakobus 1,17), dass er Licht ist und keine Finsternis in ihm ist. (1.Johannes 1,5) Das Böse kam mit Satan als Schlange im Garten Eden in die Menschenwelt, der Mensch ist seit dem so genannten „Sündenfall“ (bei Adam und Eva) der Herrschaft der Sünde und des Bösen ausgeliefert, von Geburt an, wenn er nicht die Seiten wechselt und sich der Herrschaft Gottes ausliefert. Die Bosheit Satans beginnt mit der Auflehnung gegen Gott, mit dem Hochmut und dem Wunsch, so zu sein wie Gott (vgl. Hesekiel 28 und Jesaja 14,12ff).

Warum lässt Gott das Böse zu?

Ob diese Auflehnung Satans aus freiem Willen kam und wenn ja, weshalb Gott zuließ, dass Satan aus freiem Willen so handelt, darüber erfahren wir nichts. Wir erfahren auch nichts weiter darüber, wie die Willensfreiheit von Adam und Eva beschaffen war und weshalb Gott den Sündenfall des Menschen zuließ.

Tatsache hingegen ist, dass Gott die Geschichte der Welt und der Menschheit erstens vorher gewusst hat und sie zweitens von Anfang an nach seinem Willen geprägt hat, nämlich so, dass aus der scheinbaren Katastrophengeschichte letztlich doch noch eine Heilsgeschichte werden wird.

Zuletzt noch eine Bemerkung zum Willen Gottes. Manche behelfen sich damit, dass sie sagen, Gott veranlasse das Böse nicht, sondern er lasse es bloß zu. Er erlaube quasi dem Menschen, seine Bosheit auszuleben. Damit versucht man, einigermaßen die Allmacht Gottes und die Freiheit des Menschen zu retten. Für mich allerdings macht es keinen Unterschied, ob Gott das Böse veranlasst oder bloß zulässt; wenn er es zulässt, kann man sofort fragen, weshalb er es in seiner Allmacht nicht verhindert.

Mir ist bewusst, dass diese Darstellung neben dem Versuch einer Beantwortung auch eine Menge neuer Fragen aufwerfen kann. Vielleicht tragen die anderen Artikel des Themas dazu bei, Licht in dieses Dunkel zu bringen.

Links ins Web
www.nikodemus.net
Autor: Rainer Gross

http://www.glaube24.de
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Verfasst am: Mo Dez 10, 2007 1:38 am



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