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Mein Erlebniss mit Jesus
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Josy



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Anmeldedatum: 25.09.2007
Beiträge: 41
Wohnort: Schweiz
BeitragVerfasst am: Mi Dez 19, 2007 12:28 pm Antworten mit Zitat

Ich glaub ich hab schon mit drei Jahren das erste mal gefühlt, dass mich da jemand beschützt. Da kam ich mit meinem Dreirad unter ein Auto und wie durch ein Wunder hatte ich nur Prellungen und das auf einer Schnellstrasse.
Mit sieben Jahren hatte ich Mühe aus einer Vollnarkose zu erwachen, ich sah da ein helles Licht und wollte dem Licht folgen und da rief mich plötzlich der Arzt zurück.
Mit 15 und 16 wurde ich vergewaltigt, aber ich lebte.

So etwa dann mit 18 ein schwerer Verkehrsunfall, wir sahen den Lastwagen von unten. Wie durch ein Wunder hatte ich nur Quetschungen und Prellungen. Die Autotüren gingen auf und alles war dann total verklemmt und zerdrückt aber wir konnten aus dem Auto kriechen. Eine Lücke genügte.
Dann die Bäckerei und mein erstes Kind. Bei der Geburt, da bin ich fast verblutet. Ich war schon weg und sah wieder ein helles Licht, mein toter Cousin rief mich. Ich wollte ihm folgen aber genau da rief mich der Arzt und mein Mann zurück. Ich war über 30 Min. weg. Es wäre ein sehr schönes hinüberschlafen gewesen. Aber es sollte nicht sein.


Als Teeny ging ich immer sehr gerne in den Konfirmandenunterricht . Wir hatten einen total lässigen Pfarrer. Er gestaltete den Unterricht immer sehr interessant.
Im Teenyalter hatte ich immer sehr viel Mühe mit mir selber und auch dem ganzen Umfeld. Wenn man immer nur geplagt und gehänselt wird, und sogar auf übelste Weise verhauen wird und einfach wie der größte Dummkopf behandelt wird, dann sinkt das Selbstbewusstsein bis zum Nullpunkt. Als ich dann so total unten war und noch zweimal vergewaltigt wurde und total Lebensmüde war und nicht mehr weiter wusste,(ich verletzte mich selbst auf schlimme Weise ) fragte mich unser Konfirmanden-Pfarrer ob ich mit ihm reden will. Er war der einzige der gemerkt hatte was los ist. Niemand sah meine Verletzungen. Wir redeten stundenlang miteinander, auch später durfte ich immer wieder zu ihm. Wir lasen sogar miteinander in der Bibel. Als wir dann die Konfirmation hatten, bekam ich vom Pfarrer eine Bibel geschenkt. Darin stand mein Konfirmandenvers: Johannes 3,16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Nie hätte ich gedacht, was dieser Vers für mich einmal bedeutet. Jetzt las ich oft in der Bibel.
Mit 19 Jahren lernte ich dann meinen Mann kennen. Wir hatten eine Bäckerei-Konditorei. So musste ich jeden Morgen um 4.30 Uhr aufstehen. Dann musste ich den Laden vorbereiten und manchmal auch in der Backstube mithelfen.
Ein Drogensüchtiger und Alkoholsüchtiger Bruder von meinem Mann wohnten bei uns. So musste ich für alle noch den Haushalt machen. Der Drogensüchtige hing leider an der Nadel und stahl alles was ich vergaß in den Tresor zu schließen. Ich half ihm wo ich nur konnte.
Später haben wir es dann geschafft. Er kam von der Sucht weg in ein Methadonprogramm. Aber leider starb er später an Aids.

Wenn ich irgendein Problem hatte, hörte mir einfach niemand zu. Nicht einmal mein Mann. Irgendwann funktionierte ich nur noch wie ein Roboter, bis ich vollkommen zusammenbrach. In dieser Zeit war ich froh um meinen Cousin. Wir waren als Kinder unzertrennlich. Er war der Einzige der mich nie hänselte und immer wieder sagte, lass dir nicht immer alles gefallen, hör nicht immer auf die anderen. Ja ich liebte meinen Cousin über alles. In dieser schweren Zeit telefonierten wir oft miteinander. Er half mir über viele Krisen hinweg. Mein Cousin erzählte schon als Kind oft von Jesus.
aber es geschah schlimmes: Diesen Tag vergess ich nie mehr. Mein Cousin verunglückte mit seinem Motorrad. Er war sofort tot. Für mich brach die ganze Welt zusammen. Ich konnte nur noch weinen und nicht mehr arbeiten. Niemand hatte Verständnis dafür, war ja nur mein Cousin.
Später dann kam zum ganzen Chaos mein erstes Kind. Mein leiblicher Bruder half mir dann ein wenig, er war für mich da. Er erzählte viel von Jesus Christus. Es war aber schwer ihm zu glauben was er da erzählte, da doch dieser Jesus mir jetzt gerade meinen Cousin genommen hat.
Irgendwann waren mein Bruder und ich dann zu verschieden. Ich konnte meinen Bruder mit seinem Jesus-Gerede nicht mehr ertragen und so sahen wir uns nicht mehr oft.

Mein Mann und ich gaben dann die Bäckerei auf und zogen in ein anderes Dorf. Ich bekam mein 2. Kind ein Bub. Smile Als er in den Kindergarten ging, kam er irgendwann mit voller Begeisterung mit einem Zettel, schwenkend in der Hand, nach Hause. “Mami, Mami da will ich auch hingehen!!!” “ Was, Wohin? “ “In die Kinderwoche.” Ich las den Zettel. “Nein!! Das geht nicht!! Das ist eine Freie Gemeinde, eine Sekte!! “ Da ich ein gebranntes Kind bin und schon viel negatives mit Christen erlebte, wollte ich nicht, dass mein Sohn da hin ging.
Aber mein Sohn ist absolut stur, er ließ nicht locker und so durfte er gehen. Ich ging mit. So war ich die ganze Woche oft dabei und es gefiel mir was ich da sah und hörte.
Später ging er dann in die Jungschar. Immer mehr war ich auch dort und ich war gerne dort. Ja es zog mich manchmal förmlich zu diesen Leuten. Ich fand Menschen die mir zuhörten und mich brauchten. Ich konnte das erste Mal etwas machen und es war nicht falsch. Ich wurde sogar gefragt, ob ich auch einmal in einer Kinderwoche mithelfen will. Mit voller Begeisterung sagte ich zu.
Ich war schon 10 Mal dabei. Smile

Plötzlich wurden mein Mann und ich innerhalb von einer Woche arbeitslos. Wir wurden einfach so auf die Strasse gestellt.
In dieser Zeit war wieder Kinderwoche und ich war auch schon in einem Hauskreis dabei. Es beteten sehr viele für mich, was ich erst viel später erfuhr. Ich war da sehr gut aufgehoben und wurde da aufgefangen.

Mein Mann und ich machten uns dann selbständig. Genau das was ich eigentlich nicht mehr wollte. Aber ich konnte mich nicht wehren und ließ mich überreden.
Ich arbeitete sehr viel im Geschäft. Ging überall hin putzen. Ist ein Knochenjob. Abends ging es zu Hause weiter, es half ja niemand.
Gerade ganz am Anfang bekamen wir von einem Großauftrag das Geld nicht. Übrigens war das ein Bruder von meinem Mann. Schon wieder. Das zweite Mal. Ich sagte meinem Mann noch er soll es nicht machen, aber mir hörte man nie zu.
In dieser Zeit konnte ich keine Krankenkasse, Miete einfach nichts mehr bezahlen. Das machte mich krank und ich bekam an den Händen und Füssen ein schlimmes Ekzem. Auch mit meinem Mann hatte ich so meine Mühe. Es kam so keine Liebe zurück. Mein Leben hat gar keinen Sinn mehr. Ich hatte Suizidgedanken. Dann kam mein 40. Geburtstag. Ich hatte viele Freunde eingeladen. Wir hatten ein Riesenfest. Aber irgendwas stimmte nicht mehr mit mir. Plötzlich lief da mein ganzes Leben wie ein Film vor mir ab. War’s das jetzt wirklich? War das alles? In dieser Zeit hatte ich auch das Gefühl, ich sei nichts wert und ich kann nichts. Es wurde mir auch oft das Gefühl gegeben, dass es so ist. Kein bisschen Selbstvertrauen nichts.
In dieser Zeit fing ich an zu beten. Dann kam die Evangelisation. Ich wollte nicht hingehen. Es ging mir sowieso schlecht und Arbeit hatte ich auch zuviel und was soll ich überhaupt an so einem Ort. Die vom Hauskreis schleppten mich buchstäblich dorthin. Das war am 11. Dez. 2002. Mir gefiel das ganz und gar nicht.
Wilhelm Pahls hielt da eine Predigt über Leben und Tod. Er erzählte genau was mit mir geschieht wenn ich so weiter mache, dass ich in die ewige Verdammnis käme. Wenn man will kann man zu ihm hinter die Bühne kommen und mit ihm reden. Er sagte auch noch so etwas von einer Hintertür, wo mich nicht alle sehen könnten wenn ich zu ihm komme. Als die Predigt fertig war, saß ich total erschlagen auf dem Stuhl. Phuu, das ist recht eingefahren. Zuerst ging ich auf die Toilette und wollte eine rauchen. Aber ich fing an am ganzen Körper zu schlottern, so dass ich kaum die Zigarette rauchen konnte. Ich fror.
Was sollte ich machen, na ja ich ging wieder in den Saal. Als ich zuerst in die Garderobe kam, stand dort eine alte Frau die hatte ein ganz liebes Gesicht und sie lächelte mich an und nickte mit dem Kopf und schaute zur Hintertür. Ich stand gerade neben dieser Tür. Ja diese Frau war für mich ein Engel. Das war für mich ein Zeichen. Ich ging durch die besagte Hintertür und saß zähneklappernd vor Herr Pahls. Wir redeten miteinander. ich konnte vor lauter Zähneklappern fast nicht reden. Ich hatte sehr viele Fragen. Er nahm sich sehr viel Zeit für mich. Irgendwann fragte er mich ob ich jetzt bereit bin durch die Tür zu Jesus Christus zu gehen? Ja! Dann betete ich das erste Mal mit jemanden laut. Mir wurde ganz heiß und ein riesiges Glücksgefühl packte mich auf einmal. Als wir mit dem Beten fertig waren sprang ich vor lauter Freude dem Herr Pahls fast um den Hals.
Meine Freundin, wartete über 2 Stunden im großen Saal auf mich. Wir umarmten einander und weinten beide vor lauter Glück. Ja ich könnte die ganze Welt umarmen. Ich könnte schreien, singen, tanzen alles gleichzeitig so etwas habe ich noch nie erlebt. Es war einfach Mega!!! Ich kann es Kaum beschreiben. Ein riesen Glücksgefühl, es war einfach Wahnsinn. Als ich dann zu Hause ankam und so vor der Haustüre stand, dachte ich auf einmal, uiiiiiii was hab ich da gemacht, wie soll ich das meinem Mann, meinen Kindern und meinen Freunden einfach allen erklären? Ich war mal zuerst ruhig.
3 Tage später hielt ich es nicht mehr aus und ich ging zu meinem Bruder. Er und seine Frau beteten schon 20 Jahre für mich. Ihr könnt Euch ja vorstellen wie die sich gefreut haben. Wir weinten alle vor Freude.
Ja ich habe meinen Bruder wieder. Das ist schön. Wir haben heute ein ganz herzliches Verhältnis miteinander.

Ich hoffe, dass durch mein Zeugnis auch noch andere den Mut bekommen hier das Erlebte zu schreiben. Finde es immer ein Wunder wie manche geführt werden.

Liäbi Grüess Josy
_________________
Jesaja 40,31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.
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Marty Lutherman



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BeitragVerfasst am: Mo Jan 16, 2017 7:01 pm Antworten mit Zitat

Heute kämpfen die christlichen Kirchen in Europa um ihre Existenz. Ein Umstand, den sich vor 30 Jahren kaum jemand hätte vorstellen können.

Es gibt viele Gründe für diese Existenzkrise. Im Vordergrund stehen die geistige Emanzipation der Menschen und die neuen Erkenntnisse auf allen Ebenen. Viele Phänomene, die früher nicht erklärbar waren, interpretierten die Religionen mit übersinnlichen oder metaphysischen Argumenten.

Heute jedoch wirken diese Erklärungen der Kirchen nicht mehr plausibel. Oder sie lassen sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen widerlegen. Deshalb haben alle Religionen ein Glaubwürdigkeitsproblem. Heute sind wir ziemlich unabhängig von Gott oder den Göttern. Wir wissen, dass wir sterblich bleiben. Um das Leben zu verlängern und den Tod hinauszuzögern, verlassen wir uns nicht mehr auf Gott, sondern auf die Götter in Weiss.
Ein weiterer Aspekt für die Krise der meisten Glaubensgemeinschaften liegt im Kern ihrer Heilslehren. Was diese uns vermitteln, ist in der heutigen Zeit weder glaubwürdig noch nachvollziehbar.
Nehmen wir Jesus als Beispiel und hinterfragen seine biblische Biographie. Nüchtern betrachtet sieht dann seine Geschichte so aus:

Der Wanderprediger wurde von seinen Jüngern als Sohn Gottes verehrt. Als er ans Kreuz geschlagen wurde, kamen sie in Erklärungsnot. Es kann doch nicht sein, dass der Sohn Gottes von den verhassten Römern zum Tod verurteilt wird.

Also suchten sie nach einer religiösen Erklärung. Diese lautete: Aus Liebe zu uns Menschen opferte Gott seinen Sohn. So wurde der jämmerliche Tod von Jesus zur Heldentat uminterpretiert.

Diese Vorstellung wirft Fragen auf: Wieso soll Gott seinen Sohn opfern? Lässt ein Vater sein Kind derart quälen? Gibt es keinen humaneren Weg, die Liebe zu demonstrieren?

Und: Weshalb soll Gott uns Menschen seine Liebe beweisen? Wenn er dies auf sinnvolle Weise tun wollte, könnte er Gerechtigkeit auf die Erde bringen. Oder dafür sorgen, dass das Leiden besser verteilt wird. Und beispielsweise nicht Kleinkinder an Krebs sterben.

Doch zurück zu Jesus. Da dieser als göttliches Wesen nicht sang- und klanglos sterben konnte, liessen ihn seine Jünger und Autoren der Bibel wieder von den Toten auferstehen.

Doch damit schufen sie ein neues Problem: Was macht man mit einem auferstandenen Sohn Gottes, der hingerichtet wurde, weil er sich als göttliches Wesen ausgegeben hatte? Er und seine Jünger wären wohl weiterhin in Teufels Küche gekommen. Also musste Jesus rasch verschwinden. Und zwar dorthin, wo er angeblich hergekommen war: in den Himmel.
Sicher ist aber, dass die Geschichte von Jesus der Stoff ist, aus dem Märchen sind. Märchen, die Kinder so sehr lieben, weil sie ein Türchen ins Paradies öffnen. Sie erlauben eine geistige Flucht aus der garstigen Welt, in der Schmerzen und Leid zum Alltag gehören.

Der Glaube an Wunder ist ein Ventil, um die Unwegsamkeiten des Lebens besser zu verkraften. Vielleicht müsste man die Geschichte von Jesus unter diesem Aspekt betrachten.

Die Flucht in den Glauben der Wunder gibt uns Menschen neue Hoffnung. Ähnlich war es bei den Urchristen, die von den Römern verfolgt und gequält worden waren und darauf warteten, dass Jesus oder Gott sie mit einem Wunder erlösen würde. Schliesslich glaubten sie, mit dem Wirken von Jesus habe die Endzeit begonnen, in der sie vom Jammertal befreit und ins Paradies geführt würden. Ein kapitaler Irrtum, wie wir 2000 Jahre später wissen.

Übrigens: Ein solcher Wunderglaube kennt auch der Islam, der Märtyrern 72 Jungfrauen im Paradies verspricht.
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Marty Lutherman



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BeitragVerfasst am: Sa Jul 08, 2017 7:02 pm Antworten mit Zitat

Die ersten Menschen kamen sich in der Natur hilflos und ihr ausgeliefert vor. Es resultierte ein starkes Schutzbedürfnis. Ein solches spüren wir bis zum heutigen Tag. Blitz und Donner kamen diesen Menschen als Äußerungen einer gewaltigen Macht im Himmel vor. Schutz, wenn auch unsicheren, fand man im kräftigen Alpha-Menschen. Er war der erfahrene Leiter seiner Herde. Der erste „transzendentale“ Schutz lag in der Erhöhung eines solchen Menschen im Gott-Sinn (Typ Pharao). Noch einfacher: Das Amulett. Das „schützte“ entweder schon für sich, oder wurde Sinnbild für einen Schutz durch die Mächtigen im Donnerhimmel. Diese Lösungsversuche wurden pervertiert durch das Auftreten der Geistlichkeit und deren Institutionalisierung der Götter unter dem Namen Religion. Die Geistlichen erdachten zu den ersehnten Hilfen der Götter, deren Strafen in der Transzendenz. Zugleich ersannen sie kostenpflichtige Möglichkeiten, diesen Strafen zu entgehen. Sie behaupteten einen Einfluss auf die jeweiligen Entscheidungen der Götter. So weit, so gut, so schlecht. Die erstaunliche Haltbarkeit des Christentums über Jahrtausende hinweg wird in dieser Arbeit erklärt. Vorweg: Die Geistlichkeit spricht sich eine automatische Grundsicherung ihres Einkommens über ein Bibelwort zu (4. Mose 18,20-24). Bibelgläubige haben, so ihr „Gott“, zu zahlen.



Der Klerus spricht sich also in seiner Hochintelligenz über sein Dogma-Buch Bibel (Joh. 20,23) das letzte Wort darüber zu, wo Gläubige die Ewigkeit verbringen werden. Man lässt seinen Jesus sprechen: „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ Die immense Wichtigkeit einer solchen Vergebung wird über das festgelegte Strafmaß deutlich gemacht: Man ersinnt eine „ewige Hölle“. In ihr solle eine maximale Folter mittels Feueranwendung stattfinden. So spricht Matthäus kommentarlos von einem „Feuerofen“, den Bibeljesus lässt man in der sog. Bergpredigt vom "höllischen Feuer" sprechen. Der „renommierte“ Kirchen-Autor Hans-Werner Deppe verdeutlicht es unseren Kindern: „Welche Gnade ist für Sünder jedes nicht brennende Körperteil!“ (in „Wie wird es in der Hölle sein“, betanien-Verlag, Partner: Erzbistum Paderborn). Ich zeigte den Autor an. Im Unklaren ist sich Deppe, wie heiß es dort ist. Er diskutiert 50 bis 6000 Grad. Auch Bischöfin Margot Käßmann schließt eine solche Feuerfolter nicht etwa aus. Nach ihrem Nachfolger, Bischof Nikolaus Schneider, EKD, der schlicht ein „ewiges Feuer Jesu“ im Buch „Von Erdenherzen und Himmelsschätzen“ ankündigt, sind solche Drohungen ein „Geschäft“ der Amtskirchen (so im Der Spiegel, Nr. 43, 2014). Sein Nachfolger im Amt der EKD, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, äußert in der "Die Zeit" im August 2016 im Artikel "Was darf Religion?": "Dass fundamentalistische Formen von Tradition (und um diese handelt es sich hier, der Verf.) keine öffentliche Finanzierung verdienen versteht sich von selbst." Er weist auf die "moralischen Defizite" und die "Fehlbarkeit" seiner Kirche hin. Also: Bitte kein öffentliches Geld mehr für die Finanzierung unserer Amtskirchen! Denn besagtes Geschäft bewirkt selbstverständlich schwere Angsterkrankungen. Doch wirklich erst meint Bedford-Strohm seine Äußerung vor Reportern nicht. Er will nur (über Selbstkritik) einen guten Eindruck machen. Bischof Schneider erhielt, da ein solches Geschäft mit einer Angst vor ewig andauernden Folterungen in der BRD illegal und seelischer Terror ist, eine Strafanzeige. Die entstehenden Kollateralschäden in Form psychischer Erkrankungen sind den Amtskirchen einerlei. Im Gegenteil: Man ist ja Träger der meisten psychiatrischen Krankenhäuser und produziert sich die Angstkrankten über die größte Angst des Menschen selbst. Als Krankenhausträger ist man in Diakonie und Caritas ja auch nicht etwa, wie man oft dahinstellt, selbstloser Samariter. Einnahmen fließen regelmäßig und man ist finanziell orientiert. Angestellte Psychiater werden schon bei der Einstellung den Dogmen verpflichtet: Sie müssen sich mit „christlichen Werten“, so unchristlich sie auch sein mögen, einverstanden erklären. Ungetaufte werden zur Taufe gebeten. Selbstverständlich verbittet man sich kirchenkritische Diagnosen wie die frühere „ecclesiogene (=kirchenbedingte) Neurose“. So tauchen sie auch in der Psychiatrie nicht auf. Erkranken kassenversicherte Psychiatriepatienten an Gottangst, überweist sie die Psychiatrie zu den Verursachern: zum Klerus (Die Zeit, 31. 3. 2010). Die Folge ist eine Drehtürpsychiatrie, wie wir sie heute haben. Die Niedersächsische Ärztekammer wurde 2016 über diesen Skandal informiert. Sie soll sich äußern und im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht eine Änderung herbeiführen.
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Marty Lutherman



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BeitragVerfasst am: Di Okt 31, 2017 12:45 pm Antworten mit Zitat

Glaubensbekenntnis
Eine Kalligrafie der šahāda

Die erste Säule ist das islamische Glaubensbekenntnis, die Schahāda (arabisch الشهادة aš-šahāda), die wie folgt lautet:

« أشهد أن لا إله إلا الله وأشهد أنّ محمدا رسول الله »

« ašhadu an lā ilāha illā 'llāh, wa-ašhadu anna muḥammadan rasūlu 'llāh »

„Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.“

– Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i

Mit dieser aus zwei Teilen bestehenden Formel bekennt sich der Muslim eindeutig zum strengen Monotheismus, zu Mohammeds prophetischer Sendung und zu dessen Offenbarung, dem Koran, und somit zum Islam selbst.[17] Wer das Glaubensbekenntnis bei vollem Bewusstsein vor zwei Zeugen spricht, gilt unumkehrbar als Muslim.
Rituelles Gebet
Muslime beim salāt
Muslima beim salāt
„Gebet in Kairo“ von Jean-Léon Gérôme, 1865

Das rituelle Gebet (salāt / صلاة) soll fünf Mal am Tag verrichtet werden, vor dem Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, bei Sonnenuntergang und bei Einbruch der Nacht. Vor jedem dieser Gebete sind eine Ankündigung durch den Gebetsruf und eine rituelle Waschung verpflichtend. Diese Formel wird ebenfalls fünf Mal am Tag vom Muezzin (arabisch مؤذّن mu'adhdhin) beim Adhan (arabisch أذان adhān) vom Minarett (arabisch مناره manāra) gerufen, um die Muslime zum rituellen Pflichtgebet (arabisch صلاة salāt) zu rufen, in dem die Formel ebenfalls vorkommt.[18]

Ebenso soll der Muslim sich vor dem Gebet bewusst machen, dass er das Gebet nicht aus Routine, sondern aus der Absicht, Gott zu dienen, vollzieht. Um in den für das Gebet notwendigen Weihezustand (إحرام ihrām) einzutreten folgt die Formel „Gott ist größer (als alles andere)“ (الله أكبر Allāhu akbar). Notwendig für die Gültigkeit des Gebetes ist, dass der Betende dabei die Gebetsrichtung zur Kaaba in Mekka einnimmt. Sie gilt im Islam als das Heiligste und als das Haus Gottes. Im Stehen werden eine Reihe weiterer Formeln und die erste Sure des Koran (الفاتحة al-Fātiha ‚die Eröffnende‘) rezitiert. Es folgen mehrere von verschiedenen Formeln begleitete Niederwerfungen (ركعات rakʿāt). Mit einigen weiteren Formeln findet das Gebet seinen Abschluss. An sich kann das Gebet an jedem rituell reinen Ort, eventuell auf einem Gebetsteppich, vollzogen werden, idealerweise jedoch in der Moschee (مسجد masdschid ‚Ort der Niederwerfung‘).

Am Freitag wird das Gebet am Mittag durch ein für Männer verpflichtendes und für Frauen empfohlenes Gemeinschaftsgebet (صلاة الجمعة salāt al-dschumʿa ‚Freitagsgebet‘) in der Moschee ersetzt, das von einer Predigt (خطبة chutba) begleitet wird.
Almosensteuer

Die Almosensteuer (Zakāt, زكاة)[19] ist die verpflichtende, von jedem psychisch gesunden, freien, erwachsenen und finanziell dazu fähigen Muslim[20] zur finanziellen Beihilfe von Armen, Sklaven, Schuldnern und Reisenden sowie für den Dschihad[21] zu zahlende Abgabe. Die Höhe variiert je nach Einkunftsart (Handel, Viehzucht, Anbau) zwischen 2,5 und 10 Prozent ebenso wie die Besteuerungsgrundlage (Einkommen oder Gesamtvermögen).[22] Als ein Prozess der Umverteilung von Reichtum wird die Einsammlung und Verteilung der Zakāt als ein wichtiges Mittel zur Linderung von Armut betrachtet.[23]
Fasten

Das Fasten (saum) findet alljährlich im islamischen Monat Ramadan statt. Der islamische Kalender verschiebt sich jedes Jahr im Vergleich zum gregorianischen Kalender um elf Tage nach vorne. Gefastet wird von Beginn der Morgendämmerung – wenn man einen „weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden“ kann (Sure 2, Vers 187) – bis zum vollendeten Sonnenuntergang; es wird nichts gegessen, nichts getrunken, nicht geraucht, kein ehelicher Verkehr und Enthaltsamkeit im Verhalten geübt.

Muslime brechen das Fasten gerne mit einer Dattel und einem Glas Milch, wie dies der Prophet getan haben soll. Der Fastenmonat wird mit dem Fest des Fastenbrechens ('Īd al-fitr) beendet.
Pilgerfahrt
Das siebenmalige Umschreiten der für Muslime heiligen Kaaba ist der wichtigste Bestandteil des Haddsch, der Pilgerreise der Muslime nach Mekka

Die im letzten Mondmonat Dhū l-Hiddscha stattfindende Pilgerfahrt nach Mekka (Haddsch, حج) soll jeder Muslim, sofern möglich, mindestens einmal in seinem Leben antreten, um dort unter anderem die Kaaba siebenmal zu umschreiten. Entscheidend dafür, ob die Pilgerfahrt zur Pflicht wird, sind unter anderem seine finanziellen und gesundheitlichen Lebensumstände. Die Einschränkung der ritualrechtlichen Pflicht der Pilgerfahrt ist im Koran begründet: „… und die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, die Wallfahrt nach dem Haus zu machen – soweit sie dazu eine Möglichkeit finden …“ (Sure 3, Vers 97).

Häufig schließen Muslime an ihre Wallfahrt einen Besuch der Prophetenmoschee in Medina an, wo der Prophet auch begraben ist. Doch ist dies nicht fester Bestandteil des Haddsch.
Weitergehende Definitionen

Obwohl sich der Islam nach der Definition des Gabriel-Hadith nur auf die fünf genannten Pflichten erstreckt, gibt es die Tendenz, alle im Koran genannten Pflichten als Teil des Islams zu betrachten. Diese Auffassung zeigt sich zum Beispiel bei dem spätmittelalterlichen Gelehrten Ibn Taimīya (gest. 1328), der in seiner „Einführung in die Grundlagen der Koranexegese“ erklärt: „Die Religion des Islams besteht aus der Befolgung des Korans“.[24] Auf diese Weise ergibt sich auch die Möglichkeit, einen islamischen Glauben zu definieren. So ist zum Beispiel aus dem Koranwort in Sure 4:136:

„Ihr Gläubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten und an die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und an die Schrift, die er schon (früher) herabgeschickt hat! Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jüngsten Tag nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.“

abgeleitet worden, dass es im Islam sechs Glaubensartikel gibt, nämlich den Glauben an:

den einzigen Gott
seine Engel
seine Offenbarung (heilige Bücher: Tora, die Evangelien)
seine Gesandten, die Propheten Gottes: darunter Adam, Abraham, Moses, Jesus und zuletzt Mohammed
den Tag des jüngsten Gerichts und das Leben nach dem Tod: Der Mensch werde eines Tages für seine Taten zur Verantwortung gezogen und mit dem Höllenfeuer bestraft oder mit dem Paradies belohnt
die Vorherbestimmung

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt sich bei verschiedenen muslimischen Denkern und Aktivisten, die den Islam als Mittel zum Wiederaufstieg der muslimischen Völker nach dem Zeitalter des Kolonialismus betrachten, die Tendenz, den Islam als ein allgemeingültiges und nicht mehr allein auf die Religion beschränktes System zu präsentieren. So erklärte Hasan al-Bannā, der Gründer der ägyptischen Muslimbruderschaft, bei der fünften Konferenz seiner Organisation im Januar 1939:

„Wir glauben, dass die Prinzipien und Lehren des Islams umfassend sind und die Angelegenheiten der Menschen im Diesseits und Jenseits regeln. Diejenigen, die annehmen, dass diese Lehren allein die gottesdienstliche oder spirituelle Seite behandeln, sind im Unrecht, denn der Islam ist Bekenntnis (ʿaqīda) und Gottesdienst (ʿibāda), Vaterland (watan) und Nationalität (dschinsīya), Religion (dīn) und Staat (daula), Spiritualität (rūhānīya) und Arbeit (ʿamal), Koran (mushaf) und Schwert (saif).[25]“

Islam als Kulturraum
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Christentum für Sie in Frage kommt, schauen Sie einfach mal in den "Heils-Supermarkt". Sie werden eine große Auswahl an Richtungen finden, die alle für sich in Anspruch nehmen, die reine Lehre Christi zu verbreiten und den einzig möglichen Weg zum Heil zu zeigen.
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Verfasst am: Di Okt 31, 2017 12:45 pm



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