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China: Im März tritt ein neues Religionsgesetz in Kraft
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mi Dez 26, 2007 2:23 pm Antworten mit Zitat

N a n j i n g (idea) – In der Volksrepublik China tritt am 1. März ein neues Religionsgesetz in Kraft. Ausländische Missionare sind in dem kommunistisch regierten Land weiterhin unerwünscht. Auch die staatlich nicht registrierten Hauskirchen, in denen sich die Mehrzahl der Christen trifft, werden von der Religionsfreiheit ausgeschlossen.
Darauf macht das Missionswerk Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt am Main) aufmerksam. Die staatliche Nachrichtenagentur Neues China hatte berichtet, daß das im November verabschiedete Gesetz ein „bedeutender Schritt in Richtung Glaubensfreiheit der chinesischen Bürger“ sei. Künftig dürfen staatlich anerkannte Kirchen auch soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäuser sowie Kinder- und Seniorenheime zu betreiben. Von den 1,3 Milliarden Chinesen gehören etwa 15 Millionen Christen der staatlich registrierten protestantischen Drei-Selbst-Kirche an und rund sechs Millionen zu den von Rom unabhängigen Katholiken. Die Mitgliederzahl der meist evangelikalen nicht registrierten Hausgemeinden wird auf bis zu 60 Millionen geschätzt. Sie müssen teilweise mit schweren Sanktionen und hartem Vorgehen der Behörden rechnen. Ein Artikel des künftigen Gesetzes ermächtigt die Behörden, illegale Zusammenkünfte zu unterbinden und Gemeinden zu enteignen. Nach Angaben von Open Doors wächst die Zahl der Christen in den Hauskirchen um jährlich etwa drei Millionen.

Religionsministerium übt Kontrolle aus
Das neue Religionsgesetz reglementiere in acht Abschnitten alle Beziehungen zwischen dem Staat und der Kirche sowie der Christen untereinander, meldet der Informationsdienst Compass Direct (Santa Ana im Bundesstaat Kalifornien). Artikel 3 besage, daß alle religiösen Organisationen, Treffpunkte und Christen der Verfassung, den Gesetzen und Verordnungen sowie den Truppen der nationalen Sicherheit unterstehen, um die soziale Stabilität und den Frieden einzuhalten. Artikel 19 lege die Kontrollfunktion des Religionsministeriums über religiöse Gruppen fest. Lokale Behörten werden in Artikel 15 angewiesen, spätestens 30 Tage nach Gründung einer neuen Gemeinde oder eines Versammlungsraumes, die Registrierung zu verlangen.

Geschichte der Religionsgesetzgebung
Bisher hatte China kein Religionsgesetz. Die Rolle der Religionen wurde durch das sogenannte Dokument 19 aus dem Jahr 1982 festgelegt. Nach der Machtergreifung der Kommunistischen Partei 1949 waren die Kirchen verboten und die ausländischen Missionare ausgewiesen worden. 1979 erlaubte der neue Machthaber Deng Xiao Ping die sogenannte Patriotische Drei-Selbst-Bewegung als anerkannter kirchlicher Dachorganisation. 1980 wurde der Chinesische Christenrat gegründet, der die Wiedereröffnung evangelischer Gemeinden und Ausbildungsstätten sowie den Druck von Bibeln und anderer christlicher Literatur überwacht. Besonders seit den achtziger Jahren wachsen auch die staatlich nicht registrierten Gemeinden. Im Jahr 2000 wurde eine Verordnung zur „Verwaltung der religiösen Angelegenheiten von Ausländern auf dem Territorium der Volksrepublik China“ verabschiedet, die im wesentlichen die seit 1994 geltende Rechtsordnung bekräftigt. Danach ist es Ausländern verboten, in China missionarisch tätig zu sein, auch dürfen sie keine religiösen Materialien einführen außer zum persönlichen Gebrauch. Die chinesischen Christen dürfen ohne offizielle Genehmigung keine Kontakte zu Ausländern unterhalten, um „die Unabhängigkeit der Religionsgemeinschaften zu wahren“.

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Verfasst am: Mi Dez 26, 2007 2:23 pm



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