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UNO-Mitglieder verletzten Religionsfreiheit systematisch
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 07, 2008 5:13 pm Antworten mit Zitat

UNO-Mitglieder verletzten Religionsfreiheit systematisch

Eine Statue von Kim Il Sung, dem ersten Diktator Nordkoreas. Er und sein Sohn Kim Jong Il forder(te)n götzengleiche Verehrung.

Christen sind heute die weltweit am stärksten verfolgte Glaubensgruppe. Dies laut der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Die Verfolgung geschieht zum Teil durch Regierungen von Ländern, die sich den Menschenrechten der UNO verpflichteten.

In manchen Ländern gelten Christen als Bürger zweiter Klasse und werden systematisch ausgegrenzt. Dies dokumentiert beispielsweise die internationale Organisation «Open Doors». Sie gehört zu den sieben Werken, die sich in der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit engagieren. Regelmässig gibt das Werk einen Index über die Weltverfolgung heraus.

Livenet.ch hat die «Top 40» herausgenommen und mit der Jahreszahl des UNO-Beitritts ergänzt. Die «Top 5» werden genauer unter die Lupe genommen.

Nummer 1: Nordkorea
Am 24. Oktober 1945 gründeten 51 Staaten die Vereinten Nationen (UNO). Manche von ihnen gehören heute zu den massivsten Verletzern der Menschenrechte.

Der Open-Doors-Verfolgungsindex wird angeführt von Norkorea, das «erst» am 17. September 1991 der UNO beitrat. Doch diese immerhin mehr als 15 Jahre scheinen wenig nachhaltig. Einheimische Christen werden als westliche Bedrohung angesehen. Nordkoreas Regierung macht Christen für den Zusammenbruch des Kommunismus in anderen Ländern verantwortlich, darum wird versucht, die eigenen Christen auszumerzen. Christen werden zum Teil allein wegen ihrem Glauben verhaftet, gefoltert und getötet. Viele werden in Gefangenenlager deportiert, wo sie unter miserablen Bedingungen ums Überleben kämpfen und durch ihre Arbeit zum Bruttosozialprodukt beitragen. So berichtete etwa Soon-Ok Lee über ihr Leben in einem solchen Straflager, über übelste Foltermethoden und dass Christen besonders schlecht behandelt würden – Lee war zu diesem Zeitpunkt noch keine Christin.

Rang 2: Saudi-Arabien

Die Kaaba, der heiligste Ort in Mekka, Saudi-Arabien. Christen geniessen deutlich weniger Freiheit als die Anhänger des Islam – obwohl der Islam auch Religion des Friedens genannt wird. (Foto: Mohammad Suman Hossain)

Auf Rang 2 liegt bereits eine Nation, die zu den Gründungsmitgliedern der UNO gehört: Saudi-Arabien. Heute herrscht dort eine regelrechte Religionsapartheid. Bibeln sind verboten. Während Moslems aus aller Welt nach Saudi-Arabien pilgern dürfen, um ihren Glauben frei zu leben, dürfen ausländische Christen nur dann zusammen in Privaträumen beten, wenn sie alleine oder zu zweit sind. Werden drei oder mehr von der mächtigen und allgegenwärtigen Religionspolizei erwischt, droht Haft und Folter. Gleichzeitig fördert die saudische, moslemische Missionsgesellschaft den Bau von Moscheen und Koranschulen im Westen; und pocht dabei auf Religionsfreiheit, die im eigenen Land schlicht nicht geduldet wird.

Platz 3: Iran
Auch auf Rang drei befindet sich ein Land, das am 24. Oktober 1945 die UNO gründete: der Iran. Im Gottesstaat der Mullahs (islamische Geistliche) ist der Islam Grundlage der Nation, Gesetze basieren auf der Scharia. Christen gelten zwar als eine geschützte religiöse Minderheit, doch einheimische Christen beklagen verschiedene Repressionen. So soll es beispielsweise manchenorts verboten sein, Gottesdienste in der hauptsächlichen Landessprache persisch durchzuführen.

Nummer 4: Somalia

Eine iranische F-14 Tomcat. Im islamischen Gottesstaat sehen sich Christen zunehmend unter Druck.

Am 20. September 1960 trat der afrikansiche Staat Somalia der UNO bei. Doch mehr als 45 Jahre Mitgliedschaft in der Organisation, die sich für Frieden einsetzen will, scheint wenig gute Früchte hervorgebracht zu haben. Wie in verschiedenen anderen islamischen Staaten können Christen, die früher Moslems waren, für vogelfrei erklärt werden. Viele Clans und Kriegsherren in ländlichen Gegenden berufen sich auf einen traditionellen Islam oder die Scharia, für Christen bleibt da wenig Spielraum. Und der Arm der Hauptstadt Mogadischu reicht meist nicht sonderlich weit, wurde diese Hauptstadt im Jahr 2006 sogar vorübergehend von der Al-Kaida-nahen «Islamic Courts Union» erobert, die umgehend die Scharia einführte, später dann aber zurückgedrängt wurde.

Platz 5: Malediven
Bereits mehr als 40 Jahren erfreuen sich die Malediven ihrer UNO-Mitgliedschaft (Beitritt 21. September 1965). Von Menschenrechten und Religionsfreiheit ist im asiatische Inselstaat nicht viel zu spüren. Im Gegenteil: Wer Christ ist oder wird, dem kann die Staatsbürgerschaft entzogen werden und es ist verboten, einen anderen Glauben als den Islam zu praktizieren. Glaubensfreiheit sieht anders aus. Ausländer dürfen ihren Glauben zwar im privaten Kreis ausüben, sofern sie keine Einheimischen dazu einladen. Die wenigen einheimischen Christen leben ihren Glauben geheim im Untergrund. Eine Religionsapartheid also auch hier.

Rang 6 bis 20: Brennende Kirchen

Auf wenig Toleranz können Christen in Somalia hoffen, auch wenn dieser ostafrikanische Staat seit über 40 Jahren der UNO angehört.

In den Ländern auf den Rängen 6 bis 20 sind brennende Kirchen, willkürlich verhaftete Christen, Folter und Mord keine Seltenheit:

Rang Land UNO-Beitritt
6 Jemen 30. September 1947
7 Bhutan 21. September 1971
8 Vietnam 20. September 1977
9 Laos 14. Dezember 1955
10 Afghanistan 19. November 1946
11 Usbekistan 2. März 1992
12 China 24. Oktober 1945
13 Eritrea 28. Mai 1993
14 Turkmenistan 2. März 1992
15 Komoren 12. November 1975
16 Tschetschenien (gehört zu Russland)
17 Pakistan 30. September 1947
18 Ägypten 24. Oktober 1945 (Gründungsmitglied)
19 Birma 19. April 1948
20 Sudan (Nord) 12. November 1956

Rang 21 bis 40

Einheimische Christen können die Staatsbürgerschaft verlieren, weil auf den idyllischen Malediven einzig der Islam geduldet wird.

In diesen Ländern wird die Glaubensfreiheit ebenfalls teils massiv unterdrückt. Sei dies durch Hindu-Extremisten in Indien, durch Gesetze und Polizei-Verhöre bis hin zu Haft in Nordafrika.

Rang Land UNO-Beitritt
21 Irak 21. Dezember 1945
22 Aserbaidschan 2. März 1992
23 Brunei 21. September 1984
24 Kuba 24. Oktober 1945 (Gründungsmitglied)
25 Katar 21. September 1971
26 Libyen 14. Dezember 1955
27 Nigeria (Nord) 7. Oktober 1960
28 Dschibuti 20. September 1977
29 Indien 30. Oktober 1945
30 Sri Lanka 14. Dezember 1955
31 Algerien 8. Oktober 1962
32 Mauretanien 27. Oktober 1961
33 Marokko 12. November 1956
34 Tadschikistan 2. März 1992
35 Türkei 24. Oktober 1945 (Gründungsmitglied)
36 Oman 7. Oktober 1971
37 Äthiopien 13. November 1945
38 Vereinigte Arabische Emirate 9. Dezember 1971
39 Kuwait 14. Mai 1963
40 Jordanien 14. Dezember 1955

Bleibt die Frage, warum dies kein Skandal geworden ist, der durch den Blätterwald rauscht. Denn oft kommt die Unterdrückung von höchster Stelle und ist gesellschaftlich verankert.

Link zum Thema: Der Weltverfolgungsindex

Diese Werke bilden die Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit (AGR) der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA):
Aktion für verfolgte Christen (AVC)
Christliche Ostmission (COM)
Christian Solidarity International (CSI)
Hilfe für Mensch und Kirche (HMK)
Licht im Osten (LIO)
Open Doors (OD)
Osteuropamission (OEM)

Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch
Datum: 07.01.2008
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Verfasst am: Mo Jan 07, 2008 5:13 pm



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