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„Ich habe die Hölle durchlebt“
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Do Jan 17, 2008 6:00 pm Antworten mit Zitat

Dank der Unterstützung durch das "Schwarze Kreuz" konnte Alexandra Nisch ein neues Leben beginnen.
Dass Alexandra Nisch noch lebt, ist eigentlich ein Wunder. Mehr als einmal hatte sie bereits mit ihrem Leben abgeschlossen. Die Narben an den Armen der sympathischen jungen Frau mit dem einnehmenden Lächeln künden von einer finsteren Vergangenheit. Alexandra war jahrelang drogenabhängig. Insgesamt zwei Jahre saß sie deshalb im Gefängnis. Dort bekam sie Kontakt zur christlichen Straffälligenhilfe „Schwarzes Kreuz“ (Celle) und wurde Christ. „Diese Entscheidung hat mir das Leben gerettet“, sagt die 25-Jährige heute. idea-Reporter Matthias Pankau hat mit ihr gesprochen.
Alexandra wächst in Erfurt auf. Ihren Vater lernt sie nie kennen. Die Mutter ist mit der Erziehung der drei Kinder überfordert, so dass Alexandra und ihre beiden Brüder ins Heim kommen. Nachmittags nach Schulschluss trifft sie sich mit Freunden am Bahnhof oder am Anger, dem großen Marktplatz in der thüringischen Landeshauptstadt. Aus Langeweile beginnt sie zu trinken. Aber den Kick, den sie sucht, gibt ihr das nicht.

Raub und schwere Körperverletzung
Dann lernt sie ein Mädchen kennen, das Heroin nimmt und ihr davon vorschwärmt. Alexandra ist neugierig. Auf der Damentoilette bei McDonald‘s probiert sie es aus. Es gefällt ihr. „Für einen Moment schienen alle Sorgen so weit weg. Alles war einfach nur schön.“ Dieses Gefühl will sie wieder haben. Um das Rauschgift zu finanzieren, klaut Alexandra – Kosmetik, Video spiele, was sie kriegen kann. Die Sachen verscherbelt sie auf dem Wochenmarkt direkt weiter und kauft sich von dem Geld Drogen. Allmählich rutscht sie immer tiefer in die Abhängigkeit. Zur Schule geht die 15-Jährige kaum noch. Auch schläft sie nachts häufiger auswärts – bei Bekannten oder am Bahnhof. Das Jugendamt, das davon Wind bekommt, will nicht länger für ein leerstehendes Bett zahlen und wirft sie aus dem Heim.

Am 18. Geburtstag im Gefängnis
Offiziell wohnt sie wieder bei ihrer Mutter, de facto aber auf der Straße. Um an Geld zu kommen, muss sie jetzt manchmal bis nach Weimar fahren. „In den Geschäften in Erfurt kannten uns irgendwann alle. Die haben uns gar nicht mehr reingelassen“, erinnert sie sich. Aber auch vor Raub oder schwerer Körperverletzung schreckt das junge Mädchen nicht zurück. „Wenn du süchtig bist, treibt dich nur eine Frage: Wie komme ich an das Geld für den nächsten Schuss?“ 2001 wird sie verhaftet und wegen Drogenmissbrauchs und verschiedener anderer Delikte zu sechs Monaten Haft verurteilt. Ihren 18. Geburtstag verbringt sie im berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck. Die etwa 20 Quadratmeter große Zelle teilt sie sich mit drei anderen Frauen. „Das Schlimmste dort waren die Entzugserscheinungen“, erinnert sie sich. Schüttelfrost und Schweißausbrüche wechselten sich ab. Außerdem ist ihr ständig übel. Sie isst nichts, magert auf 42 Kilo ab. „Ich hab die Hölle durchlebt“, sagt sie heute.

Nach Prostitution die Diagnose: Hepatitis C
Unmittelbar nach ihrer Entlassung fängt sie wieder an, Drogen zu nehmen. Jetzt auch Tabletten und Kokain. Bekannte aus der Drogenszene raten ihr, sich zu prostituieren, um schneller an Geld zu kommen. Sie macht es. Bei einem Arztbesuch erfährt sie, dass sie Hepatitis C hat, eine Krankheit, die die Leber allmählich zerstört. Sie ist überzeugt davon, dass das ihr Todesurteil ist, kann sich aber nicht zu einer Therapie durchringen. Zu stark ist die Sucht.

Vom Gefängnis in die nächste Kirche
Als sie 2002 ihren Personalausweis auf dem Bürgeramt verlängern lassen möchte, wird sie von der Polizei verhaftet. Diesmal wird sie zu 18 Monaten Haft verurteilt, die sie in Chemnitz absitzt. Dort bekommt sie Kontakt zur christlichen Straffälligenhilfe „Schwarzes Kreuz“. Die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen besuchen sie, bringen Kaffee und Kuchen mit, lesen aus der Bibel vor und erzählen den jungen Frauen, dass Gott sie liebt. Zunächst ist Alexandra davon einfach nur genervt. „Aber dann merkte ich, dass sie das ernst meinen.“ Zu einer Mitarbeiterin entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis. Alexandra, die mittlerweile drogenfrei leben kann, erzählt ihr, dass sie Angst davor hat, nach ihrer Entlassung nach Erfurt zurückzugehen und wieder abzurutschen. Die Frau holt sie am Tag ihrer Entlassung ab. Die beiden gehen in die nächste Kirche. Dort bittet die Frau Gott darum, dass er Alexandra an die Hand nehmen möge. „Ich spürte eine tiefe innere Ruhe“, erinnert sich Alexandra. Anschließend hilft ihr die Frau dabei, sich wieder im normalen Leben zurechtzufinden. Sie unterstützt sie bei Amtswegen, geht mit ihr zum Arzt, der die Hepatitis erfolgreich behandelt. Im September 2004 übergibt Alexandra ihr Leben Jesus. „Alles, was davor war, habe ich an diesem Tag hinter mir gelassen.“

Es gibt kein besseres Gefühl
Sie schließt sich der charismatischen Gemeinde „Arche“ in Chemnitz an. Dort lernt sie auch ihren Mann kennen, mit dem sie auch verheiratet ist. Ihre Botschaft: „Es gibt kein besseres Gefühl, als zu Jesus zu gehören und sich von ihm geliebt zu wissen.“

Informationen: Schwarzes Kreuz: Jägerstr. 25 a, 29221 Celle,
Tel.: 05141/94616-0, www.schwarzes-kreuz.de

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Verfasst am: Do Jan 17, 2008 6:00 pm



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