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Kirche gedenkt der Nazi-Opfer und bekennt Schuld
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: So Jan 27, 2008 9:23 pm Antworten mit Zitat

Landesbischof Johannes Friedrich: Verfolgten keine helfende Hand gereicht. Das Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte in Dachau stellt einen menschlichen Stacheldrahtzaun dar. Foto: VGMeril/Pixelio
D a c h a u (idea) – Führende Repräsentanten der evangelischen Kirche haben anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert und kirchliches Versagen bekannt.
Die bayerische Landeskirche sei schuldig geworden, „weil sie unzähligen Verfolgten, Unterdrückten und lebensgefährlich Bedrohten der damaligen Zeit keine helfende Hand gereicht hat“, sagte Landesbischof Johannes Friedrich (München) in einem vom Bayerischen Fernsehen übertragenen Gottesdienst in der Dachauer Versöhnungskirche. Allein im Konzentrationslager Dachau waren mehr als 200.000 Menschen inhaftiert; mindestens 32.000 wurden ermordet oder starben an Unterernährung und Krankheiten. Nach Friedrichs Worten hat die bayerische Kirche Schuld auf sich geladen, weil sie den millionenfachen Tod Unschuldiger in Kauf genommen habe. Zwar habe der damalige Landesbischof Hans Meiser (1881-1956) als einer der Wenigen das „Büro Grüber“ unterstützt, das mehr als 1.000 Juden die Ausreise aus Deutschland ermöglichte. Meiser habe aber zu den Judenverfolgungen und den anderen Verbrechen der Nazis geschwiegen. Friedrich rief dazu auf, „heute alles Menschenmögliche dafür zu tun, dass sich diese Geschichte nicht wiederholt“. Leider sei man „noch weit davon entfernt, dass Juden sich überall frei bei uns bewegen könnten“. So müsse die Hauptsynagoge am Münchner St. Jakobs-Platz rund um die Uhr bewacht werden. Immer wieder seien Übergriffe auf Menschen jüdischen Glaubens zu beklagen. Auch rechtsextrem motivierte Gewalttaten seien keine Seltenheit. „All diese Verbrechen müssen von uns aufs Schärfste verurteilt werden“, so Friedrich.

Gedenkstätten mit Leben erfüllen
Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), mahnte in dem Gottesdienst, die Erinnerung an das Schreckensregiment des Nationalsozialismus lebendig zu halten: „Unser Erinnern an diese Zeit muss sich immer wieder erneuern. Das bloße Bewahren von Gedenkstätten reicht nicht. Sie müssen auch mit Leben erfüllt werden.“ Wahrhaftigkeit in der Begegnung mit der deutschen Geschichte sei der einzige Weg in die Zukunft, um aus Erinnerung Orientierung werden zu lassen. „Dafür steht dieser Ort und dafür steht die Evangelische Kirche in Deutschland“, so Huber.

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Verfasst am: So Jan 27, 2008 9:23 pm



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