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E-Mails an al-Qaida
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
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BeitragVerfasst am: Do Sep 13, 2007 1:06 pm Antworten mit Zitat

E-Mails an al-Qaida
Von Yassin Musharbash und Marion Kraske

Das Trio, das gestern in Wien wegen eines islamistischen Drohvideos gegen Deutschland und Österreich festgenommen wurde, hat angeblich direkte Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida unterhalten. Die Behörden verfolgten die Kontaktaufnahme über das Internet live mit.

Wien/Berlin - Österreichs Innenminister Günther Platter genoss den großen Moment sichtlich: Die Festnahme der drei mutmaßlichen Qaida-Propagandisten, ein Ehepaar und dessen Bekannter, sei ein großer Fahndungserfolg (mehr...).

Die Kinder arabischer Zuwanderer werden verdächtigt, an der Produktion eines Drohvideos gegen Deutschland und Österreich beteiligt gewesen zu sein (mehr...). Am 11. März war es veröffentlicht worden. Darin hieß es: "Ist es nicht dumm, die Mudschahidin zu ermutigen, Anschläge in eurem Land zu verüben?"

Zugriff wegen Fluchtgefahr: Monatelange Ermittlungen gegen die Terrorwerber
Und noch etwas werfen die österreichischen Behörden der Dreiergruppe vor: Sie hätte direkte Kontakte zum Terrornetzwerk al-Qaida unterhalten - über das Internet.

Die österreichischen Terrorspezialisten seien sogar "live dabei" gewesen, als die Kontakte geknüpft wurden, erläuterte Erik Buxbaum, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit. Der E-Mail-Verkehr sei mitverfolgt worden. Die Überwachung der jungen Muslime erfolgte im Rahmen eines "großen Lauschangriffs". Der Name der Operation: "Target".

Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ist es wahrscheinlich, dass der Internet-Kontakt zu al-Qaida über dschihadistische Internetforen zustande kam. Einer der Festgenommenen, der mutmaßliche Kopf der Bande, war regelmäßiger Besucher einiger dieser Foren und postete dort auch auf Arabisch. In diesen Foren veröffentlichen die "Presse-Beauftragten" von al-Qaida & Co. ihrerseits ihre Bekennerschreiben. Ihnen eine E-Mail zukommen zu lassen, ist theoretisch eine Sache von wenigen Klicks. Und aus anderen Fällen ist bekannt, dass die Qaida-Kader auch bereitwillig antworten.

Festplatten sollten gelöscht werden

Mit den drei Festnahmen ist der Polizei vermutlich ein entscheidender Schlag gegen ein Netzwerk selbst-rekrutierter Terror-Propagandisten im Dienste von al-Qaida & Co. gelungen (mehr...). Denn das Drohvideo erschien auf der Webseite der "Globalen Islamischen Medienfront"(GIMF) (mehr...) - und alles deutete darauf hin, dass die GIMFler identisch sind mit den Videoproduzenten. Noch am Tag der Veröffentlichung der Anschlagsdrohung schrieb ein anonymes GIMF-Mitglied in einer Mail an SPIEGEL ONLINE: "Ja "Nachricht stammt von der GIMF".

Allerdings enthielt die Mail auch die Information, dass die deutsche GIMF nicht alleine für die Produktion des Videos verantwortlich war: Es stamme "nicht nur von der deutschen Abteilung", schrieb das GIMF-Mitglied weiter.

Tatsächlich erschien das Video nahezu parallel auf einer dschihadistischen, arabischen Website und auf der deutschen GIMF-Seite - ein mögliches Indiz für die Mitwirkung von Propagandisten im Ausland.

Monatelang waren die drei Verdächtigen observiert worden, gestern schlugen die Polizei und das Sondereinsatzkommando "Cobra" in der Donaumetropole zu. Es bestand Fluchtgefahr, hieß es, zudem hätte eine Festplatte gelöscht werden sollen. Damit aber wäre möglicherweise wertvolles Belastungsmaterial zerstört worden.

Ein vierter Verdächtiger musste laufen gelassen werden

Bei der Festnahme stellten die Beamten denn auch ein Laptop und diverses Propagandamaterial sicher - jedoch keine Waffen oder Sprengstoff. Allerdings soll der mutmaßliche Kopf der Zelle versucht haben, Sprengstoff zu beschaffen. Es habe entsprechende Anfragen gegeben. Zudem wird berichtet, der 26-Jährige sei in einem Terrorausbildungslager gewesen. Das berichtet der ORF. Deutsche Sicherheitsbehörden sind bei dieser Information allerdings sehr skeptisch. Ein vierter Verdächtiger konnte nicht festgenommen werden, da hier offenbar die Verdachtsmomente nicht ausreichten.

Die Deutschsprachige GIMF etablierte sich im Herbst 2005 - rund fünf Jahre nachdem die Ur-GIMF, ein arabischsprachiges Netzwerk von Qaida-Sympathisanten, sich zusammengefunden hatte. Diese Ur-GIMF begann damit, die Traktate und Bekennerschreiben von Bin Ladens Netzwerk im Internet zu verbreiten, damit sie mehr Leser finden. Im Laufe der Zeit erfolgten verschiedene Aufrufe an Muslime im Ausland, dasselbe auch in westlichen Sprachen zu tun. Prompt formierte sich eine englischsprachige GIMF, danach die deutsche.

Die deutsche Filiale unterhielt zwei Internetseiten- eine davon ist eine Art Terrorblog, in dem vor allem übersetzte Bekennerschreiben und deutsch untertitelte Terrorvideos zu finden waren. Die zweite etwas elaboriertere, inklusive Diskussionsforum, in dem kein Blatt vor den Mund genommen wurde. Erstaunlich schnell lieferten die deutschen GIMFler diese Serviceleistungen für deutsche Nachwuchs-Islamisten - so schnell, dass davon auszugehen ist, dass die drei Festgenommenen nicht die gesamte Übersetzungsabteilung sein können. Erst vor wenigen Wochen suchten sie zudem neue freiwillige Mithelfer. Zur Zeit sind beide Internetseiten allerdings offline. (mehr...)

Israelitische Kultusgemeinde in Sorge

Offene Aufrufe zum Terror aus eigener Feder fanden sich nicht auf den GIMF-Seiten. Auch die österreichischen Sicherheitsexperten sind sich einig darüber, dass zu keiner Zeit ein Terrorakt in Österreich geplant war. "Wir sind nicht das Ziel Nr. 1, aber auch keine Insel der Seeligen", sagte Sicherheitsdirektor Buxbaum im ORF-Fernsehen.

Letzteres sieht auch Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, so. Er hatte gestern davor gewarnt, dass die Zahl der Qaida-Sympatisanten in der Alpenrepublik vor allem in den letzten Monaten "massiv zugenommen" habe. Den Trend bestätigt auch das Wiener Innenministerium: Derzeit sei eine stärkere Rekrutierung von Islamisten feststellbar. Omar Al-Rawi von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich sieht dagegen die Festgenommenen als Teil einer "sehr kleinen Gruppe". Diese sei aber keinesfalls repräsentativ für die rund 400.000 Muslime im Land.

Alle drei Festgenommen sollen arbeitslos sein, einer von ihnen wohnt im 15. Wiener Gemeindebezirk. Zusammen sollen sie jenes Drohvideo verfasst haben, das am 11. März im Internet verbreitet wurde. Die unmissverständliche Botschaft darin: Falls sich Deutschland und Österreich weiter am Hindukusch für eine Stabilisierung engagierten, würde es in beiden Ländern zu Anschlägen kommen.

Hitzige Debatten in Österreich

Dabei bezogen sich die Video-Verfasser auf einige Soldaten des österreichischen Bundesheeres, die in Afghanistan eingesetzt sind. Dass sie darüber hinaus auch über aktuelle Entwicklungen der österreichischen Innenpolitik bestens informiert waren, etwa die Studiengebührendebatte, deutete frühzeitig auf ihren Sitz in Österreich hin.

Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hatte im Interview mit dem SPIEGEL unmittelbar nach Bekanntwerden der Videobotschaft gesagt, man sei sich sehr bewusst, welche Gruppen man in Österreich im Auge behalten müsse. "Wir denken, wir haben die Sache im Griff."

Die Festnahme in Österreich erfolgt mitten in einer innenpolitisch aufgeheizten Debatte über den Umgang mit der muslimischen Minderheit. Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) hatte in den vergangenen Wochen mehrfach gegen den Bau von Moscheen in seinem Bundesland gehetzt. Künftig will Haider die Bauvorschriften derart verändern, dass keine Moscheen mehr gebaut werden können. Sie störten das "Ortsbild", so Haider. Man müsse die "westliche Leitkultur schützen".

Quelle. Spiegel Online
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Jesus sagt. Ich bin der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN, niemand kommt zum Vater (Gott) denn durch mich.
Johannes 14,6.
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