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„Ferkel-Buch“ nicht jugendgefährdend
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Mo März 10, 2008 7:51 pm Antworten mit Zitat

Kritik an atheistischem Kinderbuch ohne Erfolg.
B o n n (idea) – Trotz heftiger Kritik von Christen, Juden und Muslimen an dem atheistischen Kinderbuch „Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (Bonn) den 40-seitigen Band als nicht jugendgefährdend eingestuft.
Das Buch darf weiter frei verkauft werden. Als Begründung teilte die Behörde am 6. März mit, dass eine mögliche Verletzung des religiösen Empfindens von Gläubigen nicht den Tatbestand der Jugendgefährdung erfülle. In dem Buch werden verschiedene Religionen aus der Sicht von Geistlichen beschrieben: Der Rabbi erzählt vom strafenden Gott, der Bischof vom Opfertod Jesu und der Imam von der Hölle, in der Nichtmuslime schmoren. Das Fazit ist, dass Gott nur Angst machen will. Medienexperten bezeichneten die Darstellung als Ansammlung schlimmster Klischees. Insbesondere der Rabbi erinnere an Karikaturen aus der Zeit des Nationalsozialismus: „Schläfenlöckchen, ein fanatisches Leuchten in den Augen, ein blitzendes Raubtiergebiss und Hände wie Pranken.“ Muslime würden als „islamistischer Fanatikermob“ und der Bischof als „aufgedunsener bleicher Sack“ gezeichnet. Nach Ansicht der Bundesprüfstelle kann das Buch nicht als antisemitisch eingestuft werden, da alle drei Religionen gleichermaßen angegriffen würden.

Ministerium: Kein Kommentar
Den Prüfantrag hatte das Bundesfamilienministerium gestellt. Eine Bürgerin habe sich beim Ministerium beschwert mit der Begründung, das im Alibri Verlag (Aschaffenburg) erschienene Buch sei antisemitisch und müsse als jugendgefährdend verboten werden, sagte Pressereferent Jens Flosdorff (Berlin) gegenüber idea. Wie bei weiteren 99 Fällen im vergangenen Jahr habe das Ministerium daraufhin geprüft, ob die Beschwerde plausibel sei, das heißt, den Kriterien der Prüfstelle genüge. Eine inhaltliche Bewertung des Buches sei damit nicht verbunden. Deshalb kommentiere das Ministerium auch nicht die Entscheidung der Bundesprüfstelle.

EKD: Keine weitere Publizität
Die Kirchen hatten das Indizierungsverfahren unterstützt, das bei einem positiven Ausgang zur Aufnahme des Buches in die Liste jugendgefährdender Schriften geführt hätte. Nach Ansicht der Kulturbeauftragten der EKD, Petra Barth (Hannover), fördert das Buch eine aggressive Stimmung gegen alle Religionen. Um dem Buch keine weitere Publizität zu verschaffen, äußere sich die EKD jetzt nicht mehr dazu, so Frau Barth gegenüber idea. Die katholische Diözese Rottenburg-Stuttgart hatte bei der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Der Antrag wurde jedoch zurückgewiesen, weil keine strafbaren Inhalte erkennbar seien. Kritik übten auch der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer (Berlin), der das Buch „ekelhaft, gefährlich und militant atheistisch" nannte, sowie muslimische Vertreter.

CDU: Schande für pluralistische Gesellschaft
Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, bedauerte die Entscheidung der Bundesprüfstelle. Mit dem Geist der verfassungsmäßigen Ordnung, der die Religionsfreiheit schütze, sei das aggressive Verächtlichmachen von Religionen unvereinbar, auch wenn dieses sich formell auf die Freiheiten des Grundgesetzes berufe. Uhl bezeichnete das absichtliche Missverstehen, Verkürzen und Verhöhnen religiöser Bekenntnisse als Schande für eine pluralistische Gesellschaft. Kinderbücher dieses Inhalts hätten bildungsfeindliche Wirkung.

Proteste führen zu Verkaufserfolg
Hingegen begrüßte der Autor des Buches, der Philosoph Michael Schmidt-Salomon (Newel bei Trier), das Prüfungsergebnis. In der „Tageszeitung“ (taz) plädiert er für Pluralismus in den Kinderzimmern: „Überall, wo eine Kinderbibel steht, sollte auch das kleine Ferkel stehen.“ Schmidt-Salomon ist Vorstandssprecher der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung (Mastershausen im Hunsrück). Die durch Indizierungsprozess und Strafanzeige hervorgerufene Aufmerksamkeit bescherte dem Verlag einen großen Erfolg. Nach eigenen Angaben wurden seit Anfang Oktober 2007 mehr 12.000 Exemplare verkauft. Beim Online-Buchhändler Amazon war es zeitweise auf der Liste der fünf meistverkauften Bücher.

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Verfasst am: Mo März 10, 2008 7:51 pm



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