Einloggen, um private Nachrichten zu lesen 
Benutzername: Passwort:   
  Christliche-Teestube (Forum.)
  Hier sind verschiedene aktuelle Themen.
Index  FAQ  Suchen  Mitgliederliste  Benutzergruppen  Profil  Registrieren

     Intro     Portal     Index     
Dalai Lama droht mit Rücktritt
Gehe zu:  
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Christliche-Teestube (Forum.) Foren-Übersicht » Aktuelle Tagesgeschehen
Autor Nachricht
Golf_Variant



Offline

Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Di März 18, 2008 11:16 am Antworten mit Zitat

Dalai Lama droht mit Rücktritt
Deutliche Antwort vom Dalai Lama: Das geistliche Oberhaupt der Tibeter hat die chinesischen Vorwürfe, er stecke hinter dem Aufstand in Tibet, scharf zurückgewiesen. Sollte die Gewalt außer Kontrolle geraten, droht er mit einem außerordentlichen Schritt: seinem Rücktritt.

Peking - Der Dalai Lama wehrt sich: Mit den Unruhen in Tibet habe er nichts zu tun, sagte er und bezog sich auf Vorwürfe des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao, er habe die Krise dort angezettelt. Er lud die Ermittler ein, die Umstände genau zu untersuchen. Er habe nichts zu verbergen. "Aber wenn die Lage außer Kontrolle gerät, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich komplett zurückzuziehen", sagte er bei einer Pressekonferenz in Dharamsala. Seine Landsleute rief er zur Zurückhaltung auf.

Dalai Lama (bei Pressekonferenz am Dienstag): Rücktritt als letzte Option
Der Dalai Lama lebt seit 1959 im indischen Exil. Schon früher hatte er einen Rückzug erwogen - allerdings unter anderen Bedingungen. "Sollten wir nach Tibet zurückkehren können und herrschte in Lhasa ein gewisses Maß an Freiheit, spätestens dann würde ich nicht mehr das Oberhaupt der tibetischen Regierung sein wollen, würde ich meine historische Autorität der Regierung vor Ort unterordnen." Seinen Anspruch als geistliches Oberhaupt allerdings stellte er damals nicht zur Debatte.

Die gegen China gerichteten Demonstrationen hatten in Lhasa begonnen und sich dann auf andere Regionen im Nordwesten Chinas ausgeweitet, in denen viele Exil-Tibeter leben. Antichinesische Proteste waren aus den Provinzen Sichuan, Gansu und Qinghai gemeldet worden. Menschenrechtsgruppen hatten unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, dass Soldaten am Sonntag das Feuer auf Demonstranten in der Stadt Ngawa in Sichuan eröffneten und mindestens acht Menschen töteten. Bei den blutigen Protesten in Lhasa und anderen Teilen Chinas starben nach Angaben des Exilparlaments der Tibeter hundert oder sogar mehrere hundert Menschen. Die chinesische Regierung sprach von 13 Toten.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hatte heute seinerseits Vorwürfe des Dalai Lama von einem "kulturellen Völkermord" in Tibet als "Lügen" zurückgewiesen. Auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der diesjährigen Tagung des Volkskongresses heute in Peking machte der Regierungschef das religiöse Oberhaupt der Tibeter für die blutigen Unruhen verantwortlich. China lägen "hinreichende Fakten und reichlich Beweise" vor, wonach die "Dalai-Lama-Clique" die Zwischenfälle in Lhasa "vorsätzlich geplant und organisiert" habe.

Wen Jiabao verurteilte "den Aufruhr, die Prügeleien, Zerstörungen, Brandstiftungen und Plünderungen" und die "äußerst brutalen Methoden" der Demonstranten in Lhasa. Der Regierungschef verteidigte das mit Sicherheitsbedenken begründete Verbot für ausländische Journalisten, zur Berichterstattung nach Tibet zu reisen, sprach aber von Überlegungen, eine Reise für ausländische Medienvertreter zu organisieren. Inzwischen habe sich die Lage in der tibetischen Hauptstadt Lhasa wieder normalisiert.

AUFSTAND IN TIBET: PANZER, SCHÜSSE, BRENNENDE AUTOS

Wen war der bislang höchste Regierungsvertreter, der sich zur Lage in Tibet geäußert hat. Den Aktivisten war Jiabao vor, sie wollten die Olympischen Spiele in Peking untergraben. Die Demonstranten missachteten damit den Wunsch des chinesischen Volkes nach erfolgreichen Olympischen Spielen im August, sagte er.

China halte unverändert die Tür zu einem Dialog mit dem Dalai Lama offen, knüpfe daran aber die Bedingungen, dass dieser nicht mehr die Unabhängigkeit Tibets propagiere und dass er erkläre, dass Tibet wie Taiwan "unveräußerliche Teile" Chinas seien. Allerdings müsse nicht nur betrachtet werden, was der Dalai Lama sage, sondern auch, was er tue, sagte Wen Jiabao und unterstellte dem geistigen Oberhaupt der Tibeter, auch hinter den Protesten vor China diplomatischen Vertretungen in aller Welt zu stehen.

Tibet China Dalai Lama Wen Jiabao zu SPIEGEL WISSEN In Sydney demonstrierten heute etwa hundert tibetische Auswanderer und Unterstützer gegen das Vorgehen der chinesischen Regierung. Vor dem chinesischen Konsulat kam es zu einem kurzen Handgemenge mit der Polizei. Andere Demonstranten verbrannten chinesische Fahnen und hielten Bilder des Dalai Lama hoch. Bereits gestern kam es auch zu Protesten in Berlin, München, London und New York.

ffr/dpa/AP/AFP/Reuters

QUELLE: Spiegel-Online
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Forenking





Verfasst am: Di März 18, 2008 11:16 am



Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Christliche-Teestube (Forum.) Foren-Übersicht » Aktuelle Tagesgeschehen


 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

phpBB skin developed by: John Olson
Impressum des Forums | Datenschutz | Kostenloses Homepage Forum von Forenking.com | Powered by © phpBB Group