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Unruhen in Tibet: Kein Ende in Sicht
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
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BeitragVerfasst am: Di März 18, 2008 11:20 am Antworten mit Zitat

Berlin: Mahnwache vor chinesischer Botschaft für Unabhängigkeit.
(epd) - In Tibet haben sich die Unruhen am Montag trotz des harten Durchgreifens der chinesischen Sicherheitskräfte weiter verstärkt. Um Mitternacht Ortszeit (17 Uhr MEZ) lief ein Ultimatum der Behörden an die Demonstranten ab. Die tibetische Exilregierung mit Sitz in Indien warnte vor einem Massaker. Nach Ende des Ultimatums könnte es zu einer blutigen Niederschlagung der Proteste kommen, hieß es. In Deutschland fanden am Abend Mahnwachen statt.

Nach Angaben von Exiltibetern brachen am Montag etwa 1.000 Mönche aus dem von der Polizei umstellten Kirti-Kloster im Osten Tibets aus, um weiter gegen die chinesische Herrschaft zu demonstrieren. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, es sollen auch Schüsse gefallen sein. Die «International Campaign for Tibet» sprach von acht Toten. Auch in der chinesischen Gansu-Provinz gab es Proteste.

Berichte zu überprüfen ist sehr schwierig. In Lhasa sollen inzwischen auch großangelegte Razzien begonnen haben. Einwohner der Stadt berichteten, die Polizei durchsuche Wohnhäuser und Hotels, viele Menschen seien bereits verhaftet worden. Der britische BBC zitierte Aussagen von Exil-Tibetern, wonach auf den Straßen der Hauptstadt massive Polizeipräsenz herrsche.

Nach der Abreise von Touristen und anderen Ausländern bleibt die tibetische Hauptstadt abgeriegelt. Aus «Sicherheitsgründen» dürften ausländische Besucher auf absehbare Zeit nicht nach Lhasa reisen, sagte der Leiter des tibetischen Außenamtes, Ju Jianhua, nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Die chinesische Führung bestritt am Montag, Schusswaffen gegen Demonstranten eingesetzt zu haben. Man sei vielmehr sehr behutsamgegen den gewaltsamen Aufstand der Tibeter vorgegangen. Qiangba Puncog, der Regionalgouverneur Tibets, machte nach einem Bericht des britischen Senders BBC das geistliche Oberhaupt der Tibeter, den im Exil lebenden Dalai Lama, für den Ausbruch der Gewalt verantwortlich. Der Dalai Lama wies dies zurück. Er hatte beide Seiten zum Gewaltverzicht aufgerufen und China «kulturellen Völkermord» an den Tibetern vorgeworfen.

Chinas Medien konzentrierten sich auf Berichte über Chinesen, die von tibetischen Angreifern schwer misshandelt wurden. Auch ausländische Augenzeugen zeigten sich entsetzt über die Brutalität, mit der Gruppen tibetischer Männer und Frauen auf Han-Chinesen und Angehörige der Hui-Minderheit losgegangen waren.

Menschenrechtler, Kirchen und Politiker riefen die internationale Gemeinschaft unterdessen zu mehr Druck auf China auf. Amnesty International appellierte auch an das Internationale Olympische Komitee (IOC), den Druck auf China zu erhöhen, um die Menschenrechtslage bis zu den Olympischen Spielen im Sommer spürbar zu verbessern.

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), forderte Peking auf, mit dem im Exil lebenden Dalai Lama über eine weitreichende Autonomie für Tibet zu verhandeln. Zu Solidarität mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter rief der anhaltische evangelische Kirchenpräsident Helge Klassohn auf. Bei einer Mahnwache in Berlin protestierten vor der chinesischen Botschaft rund 150 Menschen. Weitere Proteste waren in Köln und Hamburg angekündigt.

Die chinesische Führung sprach am Montag von 16 Toten in Tibet seit Beginn der Unruhen am 10. März. enschenrechtsorganisationen bezifferten die Zahl auf 80 bis 300. Am Freitag waren die Proteste gegen die chinesische Herrschaft in Tibet eskaliert. Demonstranten steckten chinesische Geschäfte in Brand, Panzer fuhren durch die Straßen. Auch im Nachbarland Nepal gab es am Montag neue pro-tibetische Demonstrationen.

Tibet war 1950/51 von chinesischen Truppen besetzt worden. Später wurde es als «autonome Region» in die kommunistisch regierte Volksrepublik China eingegliedert.

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Verfasst am: Di März 18, 2008 11:20 am



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