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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
Beiträge: 4211
Wohnort: Niedersachsen.
BeitragVerfasst am: Di Apr 22, 2008 9:07 pm Antworten mit Zitat

Die Menschenrechtlerin Rebiya Kadeer.
B o n n (idea) – Angesichts der fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen durch die Volksrepublik China sollten die Olympischen Spiele entweder verschoben oder verlegt werden.
Dafür hat sich der Geschäftsführende Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Karl Hafen (Frankfurt am Main), ausgesprochen. Bei der Jahrestagung der IGFM, die am 19. und 20. April in Bonn stattfand, übte er scharfe Kritik am Automobilhersteller Audi, der als einziger den olympischen Fackellauf in Tibet finanziell unterstütze. Hafen forderte vor Journalisten den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) auf, Audi zu bewegen, bei seiner Unterstützung der Olympischen Spiele die Menschenrechte in den Blick zu nehmen. Das Land Niedersachsen ist Mehrheitsaktionär bei dem Automobilbauer. Der Fackellauf müsse in jedem Fall boykottiert werden, er sei eine „Provokation der Tibeter“, sagte Hafen.

Auch Uiguren unterdrückt
Auf der Jahrestagung wurde darauf verwiesen, dass China nicht nur im Blick auf Tibet Menschenrechte verletze. Das zentralasiatische Volk der Uiguren werde genauso brutal unterdrückt, erklärte die Menschenrechtlerin Rebiya Kadeer. Obwohl die 1949 von den Chinesen besetzte Region heute als autonomes Gebiet Xinjiang offiziell selbst verwaltet sei, werde die uigurische Kultur immer stärker verdrängt. Beispielsweise dürfe seit 2003 kein Schulunterricht mehr in uigurischer Sprache gehalten werden. Aus den meisten Familien würden ein bis zwei Mädchen herausgenommen und deportiert. Allein 2006 seien nach Angaben von Frau Kadeer 240.000 Mädchen auf diese Weise verschleppt worden. Gleichzeitig fördere die Regierung die Ansiedlung von Han-Chinesen, denen auch landwirtschaftliche Flächen der Uiguren zur Verfügung gestellt würden. Während vor der Besetzung nur zwei Prozent im damaligen Ostturkestan Han-Chinesen gewesen seien, bildeten sie heute die Mehrheit. „Wir sind in unserer Heimat zur Minderheit geworden“, beklagte die Menschenrechtlerin. „Die Regierung will uns als Nation auslöschen.“

Brutale Folter
Demonstrationen seien in den vergangenen Jahren auf grausame Weise niedergeschlagen worden, und in Gefängnissen werde brutal gefoltert. Es gebe Berichte, dass Männern bei vollem Bewusstsein die Geschlechtsteile abgeschnitten worden seien. Die Olympischen Spiele in China werden nach Angaben von Frau Kadeer dazu genutzt, die Unterdrückung der Uiguren zu verschärfen. So würden Gerüchte gestreut, dass uigurische Terroristen ein Attentat auf die Großveranstaltung planten. Bereits 2006 habe man den Uiguren die Pässe entzogen, um sie am Reisen zu hindern. Zum Volk der Uiguren - überwiegend Muslime - gehören nach offiziellen Angaben rund 9 Millionen Menschen. Frau Kadeer ist überzeugt, dass es tatsächlich mehr als 20 Millionen sind.

Aus Isolationshaft entlassen
Die Menschenrechtlerin galt früher als die reichste Frau Chinas, war Vorsitzende der Handelskammer der Provinz Xinjiang und Delegierte bei der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking. Als sie nach der Niederschlagung friedlicher Proteste der Uiguren eine regimekritische Rede gehalten hatte und später ihrem im Exil lebenden Mann Zeitungsberichte zukommen ließ, wurde sie wegen „Verrats von Staatsgeheimnissen“ zu acht Jahren Isolationshaft verurteilt. Erst auf internationalen Druck – insbesondere der USA – wurde sie vorzeitig entlassen und konnte 2005 ausreisen. Sie ist Mutter von neun eigenen und zwei adoptierten Kindern. Zwei ihrer Söhne sind in China in Haft, eine Tochter steht dort unter Hausarrest

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Verfasst am: Di Apr 22, 2008 9:07 pm



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