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Deutschland macht Birmas Militärjunta Druck
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Golf_Variant



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Anmeldedatum: 03.07.2006
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BeitragVerfasst am: Sa Mai 10, 2008 4:51 pm Antworten mit Zitat

Die Militärregierung in Birma weigert sich immer noch, Helfer der Vereinten Nationen ins Land zu lassen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat deshalb in einem Gespräch mit dem Botschafter des Landes an die Junta appelliert, endlich die notwendigen Visa und Landegenehmigungen zu erteilen.
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Ungeachtet tausender Toter hat in Birma das Referendum über eine neue Verfassung begonnen.

Angesichts der Verzögerungen bei den Hilfslieferungen bestellte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier den birmanischen Botschafter in Berlin zu einem Gespräch ein. Steinmeier erklärte, er habe seinen Appell wiederholt, Hilfslieferung möglichst schnell zuzulassen. „Ich habe ihn eindringlich gebeten, diese Botschaft seiner Regierung in Myanmar (Birma) zukommen zu lassen“, sagte er. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul stellte eine Erhöhung der Hilfe durch die Bundesregierung in Aussicht. Nach Schätzungen der Hilfsorganisationen liegt der kurzfristige Spendenbedarf bei etwa sechs Millionen Euro. Und offenbar kommt wirklich langsam Gang die internationale Hilfe: Die Militärjunta erteilte einem Flugzeug des Welternährungsprogramms (WFP) eine Landeerlaubnis. Das Regime verweigerte jedoch weiterhin amerikanischen Militärmaschinen die Genehmigung, dringend benötigte Hilfsgüter ins Land zu bringen. Auch zahlreiche Visa-Anträge von UN-Rettungsteams wurden noch nicht gewährt. Hilfsorganisationen befürchteten den Ausbruch von Seuchen im Katastrophengebiet.

Eine Flugzeug aus Italien mit proteinreichen Keksen, Medikamenten und anderen Gütern traf in Rangun ein, wie ein UN-Mitarbeiter erklärte. Drei weitere Maschinen stünden bereit. Es sei jedoch unklar, wann sie in Birma eintreffen würden. Die Maschinen stehen seit zwei Tage auf den Rollfeldern, während UN-Mitarbeiter mit der Junta in Birma über die Landeerlaubnis verhandelten. UNICEF kündigte an, noch am Donnerstag sollten drei Millionen Tabletten zur Wasseraufbereitung nach Thailand geschickt werden. Sie sollten von dort am Freitag nach Birma gebracht werden.

Auch zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern des Roten Kreuzes erhielten Genehmigungen für die Landung. Eine Chartermaschine und ein Linienflugzeug von Thai Airways mit Material würden voraussichtlich am Abend in Malaysia starten, sagte Rot-Kreuz-Koordinator Bernd Schell in Bangkok. Zunächst würden jedoch nur kleinere Ladungen gebracht, um zu testen, ob die Militärregierung die Materialien wie versprochen beim Roten Kreuz belasse. Bislang berichteten Hilfsorganisationen, die Junta verteile ausländische Hilfslieferungen selbst. Amnesty International zufolge verzögern einige Spender ihre Hilfsangebote aus Sorge, die dringend benötigten Güter könnten an die Streitkräfte gehen statt an die Opfer. WFP-Regionaldirektor Anthony Banbury deutete an, die Vereinten Nationen hätten ähnliche Bedenken. „Wir werden unsere Lieferungen nicht einfach zu einem Flughafen bringen, abladen und wieder abheben“, sagte Banbury. Tatsächlich berichteten Augenzeugen, im am schwersten betroffenen Irrawaddy-Delta sei bislang kaum etwas von Hilfsaktionen zu sehen. „Wir werden verhungern, wenn uns nichts geschickt wird“, sagte Zaw Win, ein 32-jähriger Fischer, der auf der Suche nach einem Boot durch das Wasser watete, in dem Leichen und Tierkadaver schwimmen. „Wir brauchen Essen, Wasser, Kleider und Unterkünfte“, sagte er einem Reuters-Reporter. „Sie brauchen heute Hilfe, sie haben sie schon gestern gebraucht“, sagte der Asien-Direktor des WFP. „Sie können nicht warten, und man sollte sie nicht bitten, bis morgen zu warten.“ Von entscheidender Bedeutung sei, dass die Betroffenen sofort Wasser, Nahrungsmittel und medizinische Versorgung bekämen. VIDEO.Die Militärregierung scheint das weniger zu interessieren. Stattdessen lässt sie im staatliche Radio vermelden, „skrupellose Elemente“ verbreiteten Gerüchte über ein bevorstehendes Erdbeben, einen zweiten Zyklon und Plünderungen in Rangun. Mit dem Bericht wollte die Militärregierung offenbar die Bevölkerung beruhigen und mögliche Zusammenkünfte unterbinden, die zu Protesten gegen die Regierung führen könnten.

Der Zyklon „Nargis“ könnte nach Einschätzung einer US-Diplomatin 100.000 Menschen das Leben gekostet haben. Die staatlichen birmanischen Medien bezifferten die Zahl der Toten auf knapp 23.000, mehr als 42.000 Menschen galten demnach als vermisst. Rund 1,5 Millionen wurden obdachlos. Auch das Haus von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wurde schwer beschädigt. Der Wirbelsturm habe Teile des Dachs des Bungalows weggerissen, in dem die Politikerin unter Hausarrest steht, sagte ein Nachbar. Es war nicht klar, ob die Politikerin verletzt war oder über ausreichend Nahrungsmittel und Wasser verfügte.

Schlagworte
Zyklon Birma Hilfsorganisationen Spenden Tote Junta Referendum Wegen der zunächst blockierten Hilfslieferungen nach Birma befürchtet die Organisation Care den Ausbruch von Cholera, Typhus und Malaria im Katastrophengebiet. „Wir haben dafür alle Bedingungen“, sagte Nothilfekoordinator Wolfgang Tyderle. „Verschmutztes Wasser, Leichen, hohe Luftfeuchtigkeit.“

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Verfasst am: Sa Mai 10, 2008 4:51 pm



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